Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Mit fast 2 Jahren extreme Angst vor Fremden

Frage: Mit fast 2 Jahren extreme Angst vor Fremden

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Hallo Meine Tochter ist 23 Monate alt. Lange Zeit war sie ein sehr offenes Kind das direkt mit fast jedem warm wurde. Sie hat im 1. Jahr 3 mal je 2 oder 3 Tage ehr leicht gefremdelt. Zumindest hab ich nicht mehr mitbekommen. Sie drei oder vier Monaten jetzt kriegt sie manchmal fast schon Panikataken wenn z.B. jemand zu uns kommt, den sie nicht kennt. Wenn sie gerade auf dem Arm ist krallt sie sich fest, kneift die Augen zu und versteckt sich am Hals von mir oder meinem Mann. Manchmal weint sie sehr extrem, kreischt schon fast und es hilft nur wenn man mit ihr raus geht. Ist sie nicht gerade auf dem Arm rennt sie in ihr Zimmer, jammert dort vor sich hin und kommt auch nicht wieder herraus solange die Person da ist. Leider hab ich jetzt durch Zufall die Entdeckung gemacht das das alles kein Problem mehr ist wenn die Person ihr z.B. einen Keks gibt. Dann kommt sie sogar mit Büchern an und es ist als wären sie und die Person schon lange beste Kumpels. Wenn wir allerdings wo anders hingehen machen ihr selbst 20 Fremde Menschen nichts aus. Meint sie die Leute gehören einfach nicht in unsere Wohnung und das ist nicht richtig das sie da sind? Ist das normal? Eigentlich ist sie ein sehr lebhaftes Kind mit einem sehr starken Willen denn sie auch oft lautstark kund tut. Liebe Grüße und Danke Tanja


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Tanja, diese Furcht vor einem Fremden in der Wohnung hat mit dem eigentlichen Fremdeln nichts zu tun. Wenn man das so hört, nimmt man an, daß dieses Verhalten irgendetwas mit einem Erlebnis zu tun hat, das Sie zu Hause mit anderen Menschen einmal gemacht hat. Das wäre dann also eine regelrechte Furcht, die dann verloren geht, wenn der Fremde mit einem Geschenk "das Eis bricht". Worin dieses Erlebnis besteht, kann ich natürlich nicht sagen, vielleicht fällt Ihnen ja etwas Erklärendes ein. Sie sollte das Verhalten durch vorsichtiges Nachfagen und verständnisvolle Reaktionen Ihrerseits Schritt für Schritt abbauen. Viele Grüße


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