Mitglied inaktiv
hallo ich lege sehr grossen wert auf ihre meinung und fühle mich mit meinem latein am ende. wahrscheinlich haben sie schon mehrmals diese frage beantworten müssen. ich lese viel zu dem thema, aber ich hätte gerne ihre meinung. meine tochter geht seit 2 monaten in die kita (gemischte gruppe von 0-5 jahre). sie geht wahnsinnig gern hin und hat die eingewöhnung schnell geschafft, was ich nie gedacht hätte (ja ja, für die mama wars wieder schwerer) nun ist sie seit dem kiga völlig verändert. sie schläft nicht mehr (ich hole sie nach dem mittag ab und schlafen soll sie zu hause), ist dementsprechend nörgelig zu abend hin. aber sie hört gar nicht mehr, ich muss alles tausendmal sagen und wenn mir dann der kragen platzt und ich schimpfe, weint sie sofort los und will zum papa. ich hab das gefühl, dass mir die erziehung völlig aus den händen gleitet, weil ich überhaupt nicht mehr weiss, wie ich mich verhalten soll. wenn sie sich anziehen soll, will sie immer alleine. helfen darf ich nicht. ich gebe ihr viel zeit dazu, aber manchmal ist es eben nicht möglich, ne halbe studne zu warten. wenn ich dann sage, heute müssen wir uns beeilen, darum hilft mama dir und morgen kannste wieder alleine, kriegt sie gleich nen anfall. ich hab das gefühl, dass ich nur noch schimpfe. ich bemühe mich wirklich um geduld, bitte sie das 1. mal um was, ein zweites mal (z.b. das sie mal kommen soll nase putzen), beim 3. mal sage ich dann, dass ich zu ihr kommen werde. sie wartet richtig ab, was passiert. dann geh ich zu ihr und sie presst die hände auf die nase. ich war bisher immer der meinung, ein vernüftig erzogenes kind zu haben....aber mittlerweile...was mache ich bloss verkehrt???hängt das alles mit der kita zusammen?aber sie muss doch trotzdem hören, sonst rennt sie mir vielleicht eines tages auf die strasse???wenn ich sage, sie soll stehenbleiben?? im kiga ist sie übrings ein engel.
Hallo, leider erfahre ich nicht, wie alt Ihre Tochter ist. Aber ich vermute einmal, daß sie gut eineinhalb Jahre alt ist und jetzt Ihren normalen Widerstand formiert, der ihr dabei hilft, sich von Ihnen als Mutter und primärer Bezugsperson zu lösen, damit sie ein eigenes, autonomes Selbst aufbauen kann. Der Kiga scheint ihr einen hohen Motivationsschub dabei zu liefern. Offenbar hat sie sich ohne großen Abschiedsschmerz von Ihnen getrennt und fühlt sich dort wohl. Was erschwerend ist, ist, daß der normale Rhythmus von Ruhe- und Aktivitätsphasen am Tage ziemlich durcheinander geraten ist, so daß die Launenhaftigkeit zuweilen zunimmt. Das müßte sich aber mit der Zeit regulieren. Ansonsten ist es wichtig, daß Sie die Selbst- und Selbständigkeitsbestrebungen Ihrer Tochter grundsätzlich akzeptieren und unterstützen. Sie greifen nur dann ein, wenn es absolut unvermeidlich ist. Dann aber ohne viel Hinundher und konsequent. Sie müssen diesen Widerstand und beginnenden Trotz Ihrer Tochter akzeptieren, denn er dient ihr dazu, ihre eigene Persönlichkeit aufzubauen. In meinem Langtext über das emotionale Bewußtsein (link oben rechts) erkläre ich die großen Zusammenhänge. Der Teil 3 beschäftigt sich besonders mit Trotz und Selbstbewußtsein. Viele Grüße
Mitglied inaktiv
vielen dank erstmal für ihre mühe. sie ist 2,5 jahre alt *g* ich merke natürlich auch an mir, dass ich gestresst von der arbeit komme, und versuche dann immer, ganz ruhig zu bleiben und ihr ide zeit zu geben zum anziehen. oftmals ist es aber eben so, dass ich dann nicht 30-40 min warten kann oder möchte. ich sage dann, bitte zieh dich an. sie rennt hin und her und macht es dann trotzdem nicht. es ist irgendwie ein ewiger kreislauf, dreimal lieb sagen, schimpfen, heulen. ich hab nur angst, dass das nie wieder i.o. kommt und sie irgendwann völlig verzogen ist, weil ich immer nur schimpfe oder alles durchgehen lasse. ich weiss eben im moment einfach nicht, was richtig ist.
Hallo, noch einmal kurz: was Sie nicht sollten, ist bei ein und derselben Sache einmal schimpfen, weil Sie es eilig haben, und eine anderes Mal geduldig bleiben und es laufen lassen. Das kann kein Kind wirklich verstehen, außer Sie erklären ihm Ihren Gesinnungswandel. Das geht aber nicht immer hin und her. Also wichtig ist, daß Sie vorher genau überlegen, was Sie jetzt durchsetzen müssen und dann setzen Sie es in bestimmendem Handeln durch. sie brauchen nicht Anschreien, nicht Schlagen und nicht Beschimpfen! An anderer Stelle dürfen Sie und sollten Sie dann Ihre Geduld und Ihr Verständnis unter Beweis stellen. So nimmt es Ihnen und allen anderen Eltern kein Kind tatsächlich übel, auch wenn es im augenblick erst einmal fürchterlich schimpft. Viele Grüße
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