Mitglied inaktiv
Lieber Herr Dr. Posth, als erstes möchte ich sie für ihre Arbeit hier loben. Vielen Dank! Meine Tochter ist 7 Monate alt und wird circa seit 4 Wochen von einer Tagesmutter betreut. Nun bin ich mir aber unsicher ob es für mein Kind das Richtige ist. Sie ist am Tag ca. 2 Stunden dort. In dieser Zeit geht die TaMu mit den Kindern spazieren (3-4 weitere). Nun weint sie dort immer mal, wenn die anderen Kinder angezogen werden oder im KiWa. Wir nehmen sie dann raus, wenn sie weint, das macht die TaMu auch, aber durch die anderen Kinder geht das nicht immer. Sie weint manchmal wenn ich komme, wo ich nicht weiß ob das Hunger ist, sie will die Brust. Bei uns hält sie länger durch. Sie läßt sich von ihr hochnehmen, aber das ist bei ganz Fremden auch so. Sie fremdelt nur wenig meistens. Nun ist sie auch noch oft krank und mein Mann und ich dadurch auch. Wie erkenne ich, ob die TaMu eine Bezugsperson geworden ist? In welchen Fällen sollte ich sie da besser wieder rausnehmen? LG
Stichwort Fremdbetreuung Hallo, ob eine TM, Erzieherin oder auch die Großmutter Ersatzbezugsperson geworden ist, erkennen Sie daran, daß sich der Säugling oder das Kleinkind von ihr ohne großen Protest wickeln, füttern und herumtragen läßt. Vor allen muß die fremdbetreuende Person auch in der Lage sein, das Kind im Unglücklichsein zu trösten. Schließlich erkennt man an der Reaktion des Kindes beim Abschied und bei der Rückkehr der Mutter, ob es sich vertrauenvoll verhält oder in Streß gerät. Daß Ihre Tochter sofort an die Brust möchte, wenn Sie zurückkehren, könnte daran liegen, daß sie die Brust zur Beruhigung und zum Trost jetzt unbedingt braucht. Möglicherweise ist die Trennung von Ihnen doch mit einem größeren Streß verbunden, der nur deswegen nicht so auffällt, weil Ihre Tochter von Natur aus wenig fremdelt. Die TM hat sicher ein Problem damit, schnell eine Ersatzbezugsperson zu werden, schließlich ist sie jetzt so etwas wie eine Mutter von 4 oder 5 Kindern! Viele Grüße und danke für Ihr Lob.
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