Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth, mein Sohn ist 4,4 Jahre alt. In der letzten Zeit war er häufig mal kurz krank, was für ihn eher ungewöhnlich ist. Ernsthafte Erkrankungen sind uns gottseidank erspart geblieben (dafür hatten wir schlimmste Säuglings-Neurodermitis :-(). Jetzt fängt er plötzlich geradezu explosionsartig an zu malen. Bislang konnte er so knapp seit seit seinem vierten Geburtstag einfache Männchen, zu mehr war er nicht zu bewegen. Jetzt malt er Häuser und hat sogar unser Haus samt Grundstück mit Bäumen ziemlich gut wieder gegeben, ich habe mich gefreut wie ein Schneekönig. Und er bastelt extrem viel mit einfachem Papier und Toilettetnpapier-Rollen. Baut sich z.B. Fernrohre mit Tesa-Film und regelrechte Skulpturen. Stimmt es, dass solche Sprünge meistens von Krankheit irgendwie begleitet werden - oder ist es nur ein Ammenmärchen? Dann habe ich noch eine Frage. Mein Sohn wird ziemlich schnell ziemlich sauer, wenn ihm etwas nicht gelingt - was ihn auch lange vom Malen abgehalten hat. Er will es richtig oder er lässt es. Trotz größter Ermutigung zerstört er dann meist seine Werke, wenn sie ihn nicht zufrieden stellen. Kann ich ihn da noch irgendwie unterstützen? Vielen Dank schon einmal für eine Antwort! Andrea
Liebe Andrea, Entwicklungssprünge kommen auch zustande, wenn gar keine Krankheit voraus gegangen ist. Vielleicht erscheint es manchmal so. Zur zweiten Frage. Kinder neigen mehr noch als Erwachsene dazu, das zu vermeiden oder zu umgehen, was ihnen nicht gelingt. Ausnahmen bestätigen hier nur die Regel. Will man an einer solchen Stelle doch etwas erreichen, dann muß man es mit seinem Kind zusammen tun. Es braucht da einfach noch den elterlichen Ansporn. Viele Grüße
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