Mitglied inaktiv
Liebe Christiane, vielen Dank für deinen Beitrag und den Literaturtipp. Ich kann mich auch erinnern, dass ich schon mehrere Beiträge von dir in einem anderen Forum (bei Biggi oder Frau Schuster, weiß nicht mehr) gelesen habe und damals auch gewisse Parallelen sehen konnte. Nun war das KiGa-Problem gerade für eine Woche vom Tisch, d. h. ohne Weinen und Widerstand, da ging es heute morgen schon wieder los. Ich hatte auch die Eingewöhnung sehr zaghaft begonnen, war die ersten 10 Tage komplett dabei geblieben und bin zum Stillen von Pia immer in den Personalraum gegangen. Das lief auch ganz gut. Für die Stilldauer hat Franca ja schon ein gewisses Zeitmaß. Die Eingewöhnung danach lief eigentlich auch viel besser, als ich erwartet hatte. Und dann, nach den Weihnachtsferien kam am 3. Tag der Einbruch. Ich hatte sie wieder mit nach Hause genommen, weil ich auch den Eindruck hatte, sie würde krank. Und seitdem war's problematisch, jedenfalls meistens. Dann hatten wir einen Rota-Virus und sie war 2 Wochen zu Hause. Danach bin ich wieder bei ihr geblieben, bis sie sich beruhigt und "eingefunden" hatte. Seitdem will sie morgens in den Kindergarten und nimmt immer etwas mit, das sie der Erzieherin zeigt und ihrer Freundin auch mal leiht. Als wir heute in den KiGa kamen klagte sie über Übelkeit. Ich war natürlich Hin-und Hergerissen, ob ich sie wieder mit nach Hause nehmen soll und das hat sie auch gemerkt. Andererseits setzt sie sowas dann auch immer ein, wenn sie irgendwo nicht hin möchte. Diesbezüglich habe ich schon die unmöglichsten Dinge mit ihr erlebt. Der Zeitpunkt des KiGa-Eintritts war mir auch nicht so ganz recht. Doch sie hat gerade in dieser Phase verstärkt den Kontakt zu anderen Kindern zu suchen begonnen. Und da wollte ich es dann doch probieren. Lief ja auch zunächst ganz gut. Aber wenn bei ihr etwas ein Mal negativ besetzt ist, wird’s schwierig, das Ganze nochmal zu positivieren. Das Problem für mich ist einfach, dass Franca einerseits sehr Mama-fixiert und anlehnungsbedürftig, andererseits aber auch sehr selbstbestimmt ist und und ein starkes Durchsetzungsvermögen hat Wenn sie das Gefühl bekommt, man will etwas mittels „Tricks“ an sie heranbringen, reagiert sie völlig trotzig. Und nachts habe ich den Eindruck, dass sie gar nicht entspannt schlafen kann, weil sie ständig meine Anwesenheit kontrolliert.( Das war aber schon immer so, steht also nicht im Zusammenhang mit dem Hinzukommen eines Geschwisters.) Insofern bin ich ständig hin-und hergerissen zwischen Verständnis für ihre Bedürfnissen einerseits und Konsequenz in der Erlernung von Regeln und Selbstständigkeit anderseits. Wenn wir bei Literaturtipps sind, fand ich übrigens hierzu auch das Buch „was geht da drinnen vor“ von Lise Eliot hochinteressant. Könnte dich auch interessieren, bist ja, glaub‘ ich „vom Fach“!!? Liebe Grüße Judith
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