Mitglied inaktiv
hallo dr. posth, unser sohn ist nun 2j 5m alt und ist sehr anhänglich, sobald auch nur ein einziges anderes kind in der nähe ist. bei spiel-/turngruppen, die er seit herbst besucht, ist es uns auch heute noch nicht möglich, uns an die seite zu setzen, auch nicht, wenn wir freunde mit einem kind besuchen. nein, wir müssen immer wortwörtlich in reichweite sein. immerhin fängt er nun langsam mit parallel-spielen an und er erzählt danach immer stolz: "mit kindern (ge)spielt!". es scheint ihm also selber ein anliegen zu sein, das er aber noch nicht schafft? gleichzeitig ist er aber nicht so mama- und papa-fixiert, wie man nun annehmen könnte. neue babysitterinnen akzeptiert er sofort anstandslos, sie dürfen ihn sogar abends in bett bringen, wenn wir nicht zu hause sind, und auch omas und opas dürfen auf ihn alleine aufpassen. alles in allem sind wir immer sehr sensibel mit ihm umgegangen, denke ich. schon im kh hatten wir rooming-in mit dem vater (also kleinfamilie im kh) und er schlief von der allerersten nacht an zwischen uns. als er den kinderwagen verweigerte, sind wir aufs tragetuch umgestiegen. noch heute schläft er im babybalkon. wir halten seine hand, bis er schläft, weil er das braucht. wir lassen ihn nie weinen - höchstens trotzen und selbst da fangen wir ihn auf, sobald er es zulässt. die eingewöhnungszeiten mit seinen babysitterinnen haben immer lange genug gedauert - bis heute gab es (in 1,5 jahren) kein einzige träne bei der trennung! er akzeptiert mich und seinen papa praktisch gleich, nur manchmal zeigt er eine vorliebe zb beim ins-bett-bringen, die aber von tag zu tag wechseln kann und damit völlig unspezifisch ist. er scheint volles vertrauen zu uns und allen erwachsenen zu haben, denen wir ihn überlassen. nur bei kindern klappt es nicht so ganz. ist diese scheu normal in diesem alter, ist er (extrem) schüchtern oder handelt es sich dabei schon um ein "problem"? was bedeutet das für unsere suche nach einem kindergartenplatz im august (2j 10m)? sollen wir lieber noch ein jahr warten und ihn in der zeit noch von babysitterinnen betreuen lassen plus drei bis vier kindergruppen in der woche? den kiga suchen wir nur aufgrund der sozialen begegnungen, nicht wegen der betreuung. danke für ihre hilfe, shopgirl
Hallo, mit zweieinhalb Jahren sind noch viele Kinder recht anhänglich und beginnen erst, sich in der Gruppe Gleichaltriger zu orientieren. Man erwartet da heutzutage eher etwas zuviel von seinen Kindern. So wie Sie Ihren Sohn bisher großgezogen haben, war es sicher richtig und für ihn schön, so daß er eine sichere Bindung hat, was er ja auch zeigt. Noch etwas unklar dürfte für ihn die Loslösung sein, die offensichtlich im familiären Verband nicht eindeutig positioniert ist. Wer ist primäre Bezugsperson, wer Leitbild für die Loslösung? Hingegen sieht er sich schon mit einer frühen Fremdbetreuung konfrontiert. Die sichere Bindung gibt ihm dabei offenbar Schutz, aber die Loslösung verläuft erwartungsgemäß leicht verzögert. Daher tut er sich noch schwer in der Gruppe, aber das wird sich in den nächsten Monaten geben. Ob er im Sommer schon für den Kindergarten geeignet ist, wird sich noch zeigen. Viele Grüße
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