Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr.med. Posth, mein Sohn, 15 Monate, hat seit kurzem panische Angst vor Brillenträgern. Sein Opa (der meinem Sohn leider kein Interesse schenkt und sehr "kalt" zu ihm ist) trägt auch eine Brille. Da guckt er manchmal nur so erschrocken, weint aber nicht. Aber bei Fremden, wenn die ihn mit der Brille im Gesicht angucken, weint er bitterlich und läßt sich von mir kaum beruhigen (!!!). Ich denke aber, daß wir eine sichere Bindung haben. Wieso kann ich ihn dann nicht beruhigen?Auch wenn diese Person die Brille versteckt und ihn nicht mehr anguckt, weint er weiter. Erst wenn ich mit ihm den Ort verlasse, geht es ihm wieder gut. Sonst hat er nie Ängste gegen Gegenstände gezeigt. Auch die Fremdelphasen waren leicht. Sonst ist er sehr aufgeschlossen, fröhlich und sehr, sehr aktiv. Woran mag das liegen? Wie kann ich meinen Sohn dabei unterstützen? Vielen Dank im Voraus. Sie leisten mit diesem Forum wirklich tolle Arbeit, Ihre professionellen Antworten sind eine große Hilfe !!!
Hallo, es ist durchaus möglich, dass Ihr Sohn den etwas gefühlskalten Opa durch die Brille reprasentiert sieht und befürchtet, jeder Brillenträger reagiert nun wie sein Opa. Das käme einer klassischen Konditionierung gleich, die ja bei Säuglingen und Kleinkindern noch wirkt (wenn auch kein Erziehungsprinzip sein darf). Schaffen Sie sich eine Spielbrille an oder eine wenig dunkle Sonnenbrille und geben Ihrem Sohn diese Brille erst einmal in die Hand. Spielen Sie mit Ihm mit diesem Gegenstand bis er sich völlig dran gewöhnt hat. Dann versuchen sie einmal die Brille aufzusetzen, und und er darf sie dann herunterziehen. Viele Grüße
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