Austelle
Guten Tag Herr Dr Posth, wir haben 2 Töchter, 5 und 7 Jahre. Die jüngere war eigentlich seit 2.5 Jahren windelfrei tagsüber, seit ihrem 4. geburtstag auch nachts. Jetzt macht sie seit Anfang des Jahres wieder in die Hose - sowohl Pippi wie auch das grosse Geschäft. Manchmal geht es einen Tag sehr gut, dann wieder gar nicht. Sie will einfach nicht auf das WC- sie hätte keine Zeit, will einfach nicht ... In der Schule klappt es fast immer (wir wohnen in Frankreich, sie geht hier in die ecole maternelle). Woher kann das kommen? In der Familie gibt es keine Probleme. Was sie vielleicht belastet ist, dass nächstes Jahr alle ihre Freunde in die Grundschule kommen, sie aber nicht.Sie ist kurz NACH dem Stichtag geboren. Intellektuell könnte sie ev schon in der Grundschule mîthalten, bei der Reife weiss ich eben nicht. Daher haben wir bisher eine frühere Einschulung nicht in Betracht gezogen. Könnte das Problem aber damit zusammenhängen? Oder was könnte es sonst sein? Vielen Dank! LG Austelle
LIebe Austelle, das Wiedereinnässen oder Einkoten weist eigentlich immer auf ein psychosoziales Problem hin. Es müsste sich schon um eine sehr komplexe neurologische Störung oder Erkrankung handeln, die sich so am Anfang äußern würde. Das heißt aber, dass solche Kinder auch immer andere neurologische Symptome haben. Das psychische Problem ist ein Machtkonflikt, den die Kinder in sich selbst austragen. Was sie in sozialer Hinsicht an Selbstbestimmung und Bestimmungsmacht einbüßen, kompensieren sie mit dem Versuch, Macht gegen die eigene Natur zu entwickeln (s. mein Langtext über das Emotionale Bewusstsein, Teil 3 hier auf dieser Seite). Der soziale Anspruch auf Trockensein und Sauberkeit wird dabei über Bord geworfen. Der Machtgewinn wiegt schwerer als der soziale Verlust. Aber den Kindern ist das überhaupt nicht bewusst. Das heißt, mit einfachen Erklärungen bekommen Sie das Problem nicht gelöst. So hilft als erstes die Beseitigung des Ohnmachtsgefühls beim Kind, das man aber nur tiefenpsychologisch erkennt. Also Kinder- und Jungendlichentherapeut. Verhaltenstherapeutisch kann man versuchen, dem Kind klarzumachen, dass der hygienische und soziale Nachteil ohne Gesichtsverlust für das Kind mit einer Höschenwindel aus der Welt zu schaffen ist. Das Kind muss auf nichts dabei verzichten, braucht aber vorläufig sich nicht dem Diktat der Natur unterwerfen. Das einzige, zu dem es sich bereit erklären müsste, ware das sich säubern lassen beim großen Geschäft. Das akzeptieren die allermeisten Kinder. Mit der Zeit regelt der Gewinn an Bestimmungsmacht das psychosoziale Problem und das Kind gibt das Symptom auf. Das kann aber Monate dauern. viele Grüße nach Frankreich
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