Sylvia Ubbens

Wie reagiere ich auf trotziges Weinen bzw. Trotzattacken allgemein

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Hallo,
mein Kleiner ist mit 2,6 Jahren schon sehr in der Autonomiephase. Er redet sehr gut, und natürlich will er seinen Kopf durchsetzen. In vielen Dingen kann und darf er das auch machen, aber natürlich gibt es Situationen und Dinge, wo es nunmal nicht geht.
Bestes Beispiel gestern abend: So gegen 20:00 Uhr habe ich ihm gesagt, es geht gleich ins Bett. Er natürlich "nein, heute nicht heia". Er durfte gestern Abend Paw Patrol gucken, was er sehr gerne guckt. Ich habe dann seinen Schlafanzug geholt und frische Windeln, weil ich auch gesehen habe, dass die Windel voll ist. Mein Sohnemann wollte aber partout nicht. Auf die Aufforderung bitte zum Wickeln zu kommen, wollte er auf der Couch turnen, oder sonst was machen, aber natrülich nicht sich hinlegen, wickeln und anziehen lassen.
Nach ca. 10 Minuten hin und her geeiere, hab ich ihn dann wiklich geschnappt und ihn auf die Matte zum Wickeln und anziehen gelegt. Fazit, er hat angefangen zu weinen, seinen Schnuller wegzuschmeißen. Das Wickeln und anziehen, ging nur mit "leichter" Gewalt, also ihn festhalten, sonst wäre er weggelaufen.
Ich habe ihn dann genommen, und ihn ins Schlafzimmer zum Schlafen gebracht. Dort hat er dann auch alles rumgeschmissen. Sein Kissen, seine Plüschtiere auf den Boden geworfen, seinen Schnuller hinterher. Ich bin wirklich gelassen geblieben, habe gesagt, weil er nach mir schlagen wollte, hier hau den Teddy.. den er dann vom Bett geschmissen hat. Nach ein paar Minuten, hat er sich beruhigt. Er hat dann sogar von alleine alles vom Boden wieder aufgehoben und ins Bett gelegt. Da er vorher dem Papa keinen Gutenachtkuss geben wollte, musste das noch nachgeholt werden, was mein Mann auch bereitwillig getan hat. Dann hat er sich hingelegt, ich habe ihm sein Gutenachtlied vorgesungen, und dann ist er auch normal eingeschlafen.

Solche Situationen gibt es bei uns schon sehr oft. Ich bin leider von natur aus nicht der geduldigste Menschen, versuche es bei meinem Sohn aber wirklich. Nur wenn ich schon zehn mal gesagt habe, bitte komm Windeln wechseln, danach darfst du weiter spielen, weil die Windel wirlich voll ist, dann Platzt mir oftmals wirklich der Kragen.

Mit ihm reden, ich kann seine Wut verstehen, etc. hilft gar nicht...
Was kann ich noch in solchen Situationen tun?

Vielen Dank
S. Langer

von Slanger am 30.09.2020, 11:16 Uhr

 

Antwort:

Wie reagiere ich auf "trotziges" Weinen bzw. Trotzattacken allgemein

Liebe S.Langer,

ist Ihr Sohn erst einmal wütend, dann lassen Sie ihn wüten. Sie haben ja schon gemerkt, dass Beruhigungsversuche nicht hilfreich sind und Sie haben auch gemerkt, dass er sich selbst beruhigen kann und dann alles "wieder gut" ist. Ihr Sohn darf das Wütendsein als Ventil benutzen, so lange er weder sich noch andere verletzt. Statt ihn auf den Teddy hauen zu lassen, können Sie ihm, wenn er wütend wird, ein Kissen zum darauf hauen, boxen oder treten anbieten. Zeigen Sie ihm in einem ruhigen Moment den Umgang damit.

Möchten Sie etwas von Ihrem Sohn, dann gehen Sie zu ihm und erklären kurz vorher Ihre Absichten und lassen ihm noch kurz Zeit, sein Spiel zu beenden. "Du kannst die Autos noch einparken, dann gehen wir dich wickeln." Nach dem Einparken gehen Sie zu ihm, nehmen ihn an die Hand und gehen gemeinsam zum Wickelplatz. Auf diese Weise muss Ihr Sohn nicht seine Grenzen austesten und Sie müssen ihn nicht "schnappen".

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 02.10.2020

Antwort:

Wie reagiere ich auf "trotziges" Weinen bzw. Trotzattacken allgemein

Ich finde du hast die Situation gut gehändelt. Nur das mit dem "Teddy hauen" hätte ich nicht vorgeschlagen (bei uns ist hauen ein no go, auch bei Teddys).

Bzgl. des Windelwechsels, nicht 10 mal sagen, sondern 1mal ankündigen und dann machen. Er macht es nicht bereitwilliger, wen du es 10mal sagst ;-)

von die_ente_macht_nagnag am 30.09.2020

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