Sylvia Ubbens

Umgang mit Trotz und Trennungsangst 3Jährigem

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Guten Tag,
Unser Sohn ist 3Jahre alt.Als er 22 Monate war wurde sein Schwesterchen geboren(2 Monate vor Termin),was einen wöchigen KHAufenthalt von mir,Mutter mit sich brachte.Das war unsere erste Trennung.Zuvor war ich primäre Bezugsperson.Papa natürlich auch.Danach kam täglich Oma für mehrere Stunden,da wir das Baby in der Station hatten und beide dort waren für 1 Monat ca.Hat recht gut funktioniert.Er hatte ja,auch keine andere Wahl.Erst danach als er sich immer besser ausdrücken konnte kam hervor dass,er schon irgendwie darunter litt.Er war auf einmal eine Woche ohne Mamma,die zuvor immer da,war Tag und Nacht.Danach kam das,Schwesterchen nach Hause und wieder musste er eine Veränderung mitmachen.Nun hat er die Geschwisterrolle recht gut akzeptiert,als großer Bruder und freut sich ,aber er hatte,schon zu knabbern dass ich nicht mehr nur für ihn da,sein konnte.
Zwischenzeitlich wurde er auch wieder mal von Oma betreut aber nur selten da ich ja in Mutterschaft bin und eben daher seine primäre Bezugsperson bin.Er hatte dann keine Probleme mit jemandem mitzugehen,einen Ausflug zu machen,mit Papa etwas zu unternehmen.Seit einigen Wochen ist das,nicht mehr möglich.Nur mit mir,mit sonst gar niemandem,nicht mal mehr mit Papa einkaufen oder was,sonst Spaß gemacht hat.Gar nichts,sogar alltägliche Sachen wie wickeln soll nur ich machen.Das belastet mich zunehmend.Er weint und,reagiert ängstlich und will mich in seiner Nähe.Ich gehe,dann auf ihn ein ich lass ihn da,nicht leiden und bleib bei ihm.Angefangen hat es,aus heiterem Himmel ,und in dieser Phase kam hinzu dass,genau als,er so anhänglich war die Schwester einen Infekt bekam und ins,Krankenhaus musste,und ich mit ihr.Die,erste Nacht blieb er,sogar bei uns schlafen da er nicht ohne mich heimwollte.Danach konnten wir ihn irgendwi ablenken und dann war er zu Hause bei Papa.Besuch habe ich abgelehnt weil er d so ein Theater gemacht hat das hat auch weh getan solche Angst hatte er ohne mich zu gehen.Seitdem ist es so dass er immer rückversichert wo ich bin und er will nur dass ich dabei bin.Ich wollte wissen,da er momentan auch öfters,Trotzanfälle hat,wie ich am Besten reagieren kann,in der Hoffnung dass es,sich bessert.In 7 Monaten beginnt der Kindergarten.Ich hoffe bis dahin kann ich etwas verändern dass er wieder Vertrauen findet.Es tut mir leid weil ich weiß dass er es nicht leicht hatte als sein Schwesterchen kam.Und auch vorher da ich eine schwierige Schwangerschaft hatte und er das auch mitmachen musste,oft auch Untersuchungen und den Stress hat er auch gespürt,er ist sehr sensiebel diesbezüglich.Vielleicht gibt ein paar Tipps,die mir helfen mit diesem “Nur Mamma“ umzugehen dass es,sich bessert.Meistens ist er hald von mir untertags betreeut,Oma kam wenns wirklich brauchte .Ich wäre sehr froh um einige Tipps da es mich und meinen Mann schon zu schaffen macht.Kann eine Trotzphase das vielleicht auch verstärken..,mir tut er leid wenn ich ihn so sehe.Ich wünschte mir zurück wie einfach es war als er mit Papa ging und ich hatte etwas Luft.Ich möchte ihm da uch raushelfen wenn das,irgendwie geht.Danke

von sommerLe am 09.01.2017, 21:33 Uhr

 

Antwort auf:

Umgang mit Trotz und Trennungsangst 3Jährigem

Liebe sommerLe,

Ihr Sohn möchte nicht, dass Sie alleine mit seiner Schwester sind. Er möchte Ihre Aufmerksamkeit. Diese möchte er nicht teilen.

Beschäftigt sich der Papa oder die Oma sichtbar mit Ihrer Tochter? Verlassen diese auch mal gemeinsam das Haus und Ihr Sohn hat Sie ganz für sich alleine? Versuchen Sie dies innerhalb der Familie immer wieder so einzurichten. Betonen Sie dann gerne gegenüber Ihrem Sohn, dass Sie nun ganz alleine für ihn da sind.

Kommen Sie den Wünschen Ihres Sohnes, dass z.B. nur Sie ihn wickeln sollen, für die kommenden vier Wochen nach. Dann ist auch der Papa wieder an der Reihe. Klare Worte werden Ihrem Sohn helfen. "Jetzt wickelt dich der Papa." Bleiben Sie nicht daneben stehen. Der Papa wird es mit Geduld schon schaffen. Liebevolle Konsequenz ist dann gefragt.

Erwarten Sie auch kein freudiges Rausgehen mit Papa. Machen Sie es genau umgekehrt. Verlassen Sie mit Ihrer Tochter für einen ausgedehnten Spaziergang das Haus. Der Papa wird es sicherlich in wenigen Minuten schaffen, Ihren Sohn für ein gemeinsames Spiel zu begeistern. Verabschieden Sie sich mit wenigen Worten und versuchen nicht noch zu trösten. Dafür ist der Papa zuständig.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 10.01.2017

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