Christiane Schuster

Standige Machtkämpfe mit Sohn (4)

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Guten Morgen,

bin total am Ende. Mein Sohn (4) provoziert mich ständig. Er hört mir nicht zu, und jedesmal wenn ich ihm was sage versucht er daraus einen Machtkampf zu machen. "Nein, mache ich nicht" schreit er mir zu oder "Nein, ich will das nicht", "ich mag dich nicht mehr". So geht es den ganzen lieben Tag, wenn wir zusammen sind. Konsequenzen habe ich gesetzt, helfen nicht. Habe ihn auch normal in Zimmer geschickt, er kommt da ständig raus und schreit mich weiter an, also hilft dies auch nicht. Habe ihn auch kurz im Zimmer eingeschlossen, da haut er kräftig auf die Tür ein und schreit weiter. Ständig schreie ich mit ihm rum, und streite mit ihm, das macht mich einfach total fertig, mir wirds schon bereits übel, wenn ich weiss jetzt kommt er vom KiGa heim.Wenn er mich so provoziert, da merke ich richtig, wie ich innerlich nur so "koche". Dass ich vor einem Streit in einem anderen Zimmer als Mutter flüchten muss, find ich auch nicht so korrekt. Warum kann er nicht auch mal mir folgen. Ich kann es mir nicht vorstellen, das Wir (als wir mal Kinder waren) so mit unseren Eltern waren. Das gabs einfach nicht, wir hatten Achtung vor ihnen. Und das jetzt nicht, weil wir mal eine von Ihnen bekamen. Es genügte mal einen Blick und da wusste man, dass man nicht weiterzicken durfte. Ich möchte nicht immer dieses Gestreite haben, wieso kann er nicht ein wenig seiner Mutter gehorchen???? Weiters tut er stets das was ich auch nicht will, und zwar geht er zu seinem kleinen Bruder (7 Monate) und küsst und drückt ihn so stark, dass er manchmal davon weint. Ich sage ihm auch jedesmal, dass er das nicht so fest machen soll, weil es dem kleinen Bruder weh tut, aber er will nicht hören, und sagt, "er sei sein". Bitte um einen guten Ratschlag.

Danke
Ganda

von ganda am 13.10.2008, 09:01 Uhr

 

Antwort auf:

Standige Machtkämpfe mit Sohn (4)

Hallo Ganda
Bitte versuchen Sie Ruhe zu bewahren, wenn Ihr Sohn sich Ihrer KURZ begründeten Bitte absichtlich widersetzt. Berücksichtigen Sie, dass er mit seinen 4 Jahren Sie nicht mit seinem Verhalten ärgern möchte, sondern "nur" seine eigenen Grenzen und Ihre Reaktionen zu erfahren sucht.
Reagieren Sie möglichst gelassen Ihrem Sohn gegenüber und weisen Sie ihn gleichzeitig auf möglichst logische Folgen hin, die anschließend ggf. konsequent eintreten müssen. Auf ein: "Nein, mache ich nicht" antworten Sie z.B.: "Doch, das wirst du doch machen, sonst werde ich dir dabei helfen müssen".
Schicken Sie ihn in sein Zimmer oder schließen Sie ihn dort sogar ein, wird er nur noch verärgerter über Sie, was sein Verhalten eher noch verstärken wird. Darum rate ich Ihnen, mit einer KURZEN Begründung lieber selbst den Raum zu verlassen, da Sie wissen, dass Ihr Sohn schon "normal" mit Ihnen sprechen kann und nicht schreien muß.
Sollte es möglich sein, einen Kompromiss zu schließen, indem Ihr Sohn z.B. in konkreter Situation zwar Ihrer Bitte nachkommt, aber zu einem genannten Zeitpunkt dann SELBER wieder entscheiden DARF, ist dieser Kompromiss stets vorzuziehen, sodass sich Niemand mehr ärgern muß.

Liebe Grüße und: bis bald?

von Christiane Schuster am 13.10.2008

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