Christiane Schuster

Dickkopf

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Unser Sohn (26SSW, korr.2Jahre und 3Monate) ist ein ehem. Frühchen und wir haben diese Zeit ganz gut überstanden. Aber von Anfang an war klar, dass er einen extremen Dickkopf hat. Wir haben versucht, mit einem klaren Tagesablauf und Regeln sowie viel Liebe und Zuwendung ihn "in die richtige Richtung zu lenken". Leider ohne viel Erfolg....
Sobald er nicht im Mittelpunkt steht, wird es kritisch d.h. er versucht es erst mit Charme und wenn ich dann trotzdem nicht sofort "hüpfe" tobt er entweder durch sein Zimmer und schreit oder er macht Sachen die er nicht darf (versucht aufs Bücherregal zu klettern, schlägt mit aller Kraft auf Glasscheiben etc.) Es kann dann auch sein, dass er auf mich losgeht. Die Zeit, die ich für den Haushalt brauche, hat sich in den letzten 8Monaten mind. verdreifacht. Sein Spielzeug wird ignoriert, er spielt keine Minute damit, es sei denn, jemand spielt mit ihm bzw. macht für ihn den Entertainer. Das ganze gipfelt dann im Mittagessen, bei dem er, sobald der ärgste Hunger gestillt ist, sofort zum mantschen anfängt oder das Essen in den Gegend herumspuckt. Sobald ich Zeit für ihn habe, ist er dann wieder das liebste und verschmusteste Kind, das man sich vorstellen kann.
Dazu kommt noch, das er seine eigene Sprache entwickelt hat: er antwortet nie nur mit ja oder nein sondern immer in oft gehörten aber ziemlich richtigen Sätzen. Antwortet man ihm nur mit einsilbig, wird er ebenfalls schnell wütend. Auch logopädische Übungen ( er spricht kein sch oder Umlaute) werden nur mit unwilligem "Nicht machen!" abgelehnt.
Ein Pädagoge hat nur zu uns gesagt, er braucht klare Regeln und wir sollen halt abwarten bis er drei wird und in den Kindergarten kommt.
Aber es kann doch nicht sein, das ich vor jedem morgen beim Aufstehen einen flauen Magen bekomme?!
So, das war jetzt ziemlich viel - ich hoffe, sie haben ein paar Tipps.

von tiggerinchen am 19.08.2009, 15:12 Uhr

 

Antwort auf:

Dickkopf

Hallo Ratsuchende
Damit Ihr Sohn in noch geschützter Umgebung lernt, dass auch Andere Wünsche und Bedürfnisse haben, die befriedigt werden möchten und dass nicht immer nur er im Mittelpunkt steht, rate ich Ihnen, mit ihm eine Eltern-Kind-(Krabbel-)Gruppe zu besuchen.
Dort wird er sich am Verhalten ca. gleichaltriger Kinder orientieren können. Er wird vermutlich insgesamt dann zufriedener und ausgeglichener werden.
Kommt es einmal dazu, dass er tobt, schreit, Sie "attackiert", reichen Sie ihm zunächst mitfühlend einen Gegenstand, an Dem er seine Wut angemessen rauslassen kann, nachdem Sie ihm unter Blick- und möglichst auch Körperkontakt ein KURZ begründetes NEIN gesagt haben.
Lassen Sie ihn ggf. aus möglichst logischen Folgen lernen und halten Sie ihn sanft und auch fest auf Ihrem Schoß, wenn Sie beobachten, dass er auf Glascheiben schlägt, die Regale hochklettert, bzw., wenn erhöhte Verletzungsgefahr besteht.
Vergessen Sie aber bitte auch nicht, ihn und seine Stärken zu loben, bzw. hervorzuheben, damit er sich trotz seines Fehlverhaltens geliebt und angenommen fühlt.

Viel Geduld, liebe Grüße und: bis bald?

von Christiane Schuster am 20.08.2009

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