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Familienvorsorge

Kindergeld

Wer bekommt Kindergeld?

Alle Eltern, die in Deutschland wohnen oder sich für gewöhnlich hier im Land aufhalten. Das gilt nicht nur für leibliche Eltern, sondern auch für Adoptiv- und Stiefeltern sowie gegebenenfalls Groß- oder Pflegeeltern.
 
Ausgezahlt wird das Geld für das jeweilige Kind immer nur an einen Berechtigten - in der Regel an denjenigen Elternteil, in dessen Haushalt das Kind lebt. Das ist z.B. für getrennt lebende Eltern wichtig.
 
Etwas komplizierter wird die Sache, falls ein Kind nicht bei einem Elternteil lebt, sondern z.B. bei Pflege- oder Großeltern. Auch dann muss schriftlich gegenüber der Familienkasse erklärt werden, wer nun der oder die Bezugsberechtigte ist.

Wie hoch ist das Kindergeld?

Am 1. Januar 2010 erhöhte die Bundesregierung das Kindergeld. Seit dem gibt es für das erste und zweite Kind monatlich je 184 Euro, für das dritte Kind gibt es 190 Euro und für jedes weitere Kind 215 Euro.

Was Alleinerziehende wissen sollten, die vom Jugendamt einen Unterhaltsvorschuss fürs Kind bekommen: Das an den erziehenden Elternteil gezahlte Kindergeld wird zur Hälfte angerechnet, dass heißt vom Vorschuss abgezogen. Bei volljährigen Kindern, also Kinder über 18, wird das Kindergeld in voller Höhe abgezogen.

Ab wann und für wie lange gibt es Kindergeld?

Kindergeld gibt es, sobald Sie Ihren Antrag eingereicht haben. Tun Sie das also möglichst schnell nach der Geburt Ihres Kindes: Das Geld wird auch rückwirkend für jeden Monat gezahlt, in dem Sie Anspruch hatten.

Die Zahlungen laufen dann automatisch weiter, bis ihr Kind 18 Jahre alt ist. Danach gibt es nur noch unter bestimmten Bedingungen weiterhin Kindergeld. Etwa, wenn Ihr Kind noch in der Ausbildung ist und keine eigenen Einkünfte hat. Spätestens mit dem 27. Geburtstag ist jedoch auf alle Fälle Schluss.

Wie und wo wird Kindergeld beantragt?

Auf alle Fälle immer schriftlich. Die Vordrucke für Ihren Antrag erhalten Sie bei der zuständigen Familienkasse. Die sitzt normalerweise im für Ihren Bezirk oder Ihre Gemeinde zuständigen Arbeitsamt. Weitere Infos rund ums Kindergeld sowie Antragsformulare zum herunterladen gibt es bei der Bundesagentur für Arbeit.

Kinderzuschlag

Auch der Kinderzuschlag ist eine familienpolitische Leistung: Der Kinderzuschlag ist für Eltern vorgesehen, die mit eigenem Einkommen zwar ihren eigenen Bedarf abdecken, jedoch ohne den Kinderzuschlag wegen des Bedarfs der Kinder Anspruch auf Arbeitslosengeld II hätten. Der Zuschlag wird unbefristet gezahlt. Aber der Anspruch auf Kinderzuschlag entfällt, wenn das Elterneinkommen den gesamten Familienbedarf deckt oder die Familie auch mit Kinderzuschlag noch auf eine ergänzende Zahlung von Arbeitslosengeld II angewiesen wäre. Also, Bezieher von ALG II erhalten keinen Kinderzuschlag!

Die Mindesteinkommensgrenze beträgt für Paare 900 Euro, für Alleinerziehende 600 Euro. Den Kinderzuschlag können Eltern nur dann beanspruchen, wenn ihre monatlichen Einnahmen diese jeweilige Mindesteinkommensgrenze erreichen. Das Familienministerium hat dazu ein Merkblatt herausgegeben.

Der Kinderzuschlag wird für minderjährige, im Haushalt der Eltern lebende Kinder gezahlt; er muss bei der Familienkasse bei der Agentur für Arbeit beantragt werden und wird zusammen mit dem Kindergeld ausgezahlt. Der Kinderzuschlag von bis zu 140 Euro pro Kind und Monat setzt einen Anreiz zur Erwerbstätigkeit und deckt zusammen mit dem Kindergeld den durchschnittlichen Bedarf eines Kindes. Wenn die Eltern über den eigenen Bedarf hinaus verdienen, wird der Kinderzuschlag vermindert gezahlt. Drei von zehn Euro des Kinderzuschlags verbleiben bei den Eltern - zusätzlich zum Kindergeld, das auf ein Arbeitslosengeld II angerechnet würde. Hinsichtlich des Wohnbedarfs ist das bei gegebener Einkommenshöhe zustehende Wohngeld zu berücksichtigen.

Einkommen beziehungsweise Vermögen des Kindes, das heißt auch Unterhaltsleistungen und Unterhaltsvorschuss, wirkt immer bedarfsmindernd und wird in voller Höhe auf den Kinderzuschlag angerechnet.

 

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Bitte bedenken Sie: Die Informationen von Rund-ums-Baby sollen Ihnen lediglich als Orientierungshilfe dienen. Die individuelle Beratung durch Fachleute können sie selbstverständlich nicht ersetzen.

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