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Nabelpflege

Eine sensible Stelle

Vor der Geburt war die Nabelschnur die Verbindung zwischen dem Baby und der Plazenta. Über sie erfolgte die Versorgung mit allem Notwendigen, wie Sauerstoff, Nahrung, Hormonen und Antikörpern. In dem Augenblick, in dem das Baby zur Welt kommt, vollzieht sich eines der wahren Wunder der Natur: die kleinen Lungen entfalten sich zum allerersten Mal, um sich mit Luft zu füllen - und übernehmen schlagartig die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff.
Von einem Moment zum anderen ist das Baby unabhängig und überlebensfähig. Die Nabelschnur wird abgeklemmt und einige Zentimeter über dem Nabel durchtrennt. Das Baby spürt von dieser Prozedur nichts, da an der Schnittstelle keine Nerven sitzen. Der an seinem Körper verbliebene Rest der Nabelschnur bildet sich innerhalb von etwa fünf bis acht Tagen zurück, verfärbt sich dabei dunkel und fällt ab.

Pflege

Die Meinungen darüber sind selbst unter den Hebammen, die Nachsorge betreiben, nicht einheitlich. Insbesondere die Frage, ob der Nabel nun mit Binden, Pflastern oder ähnlichem vor möglichen Infektionskeimen geschützt werden muss oder ob gerade dieses Abdecken den Heilungsprozess hinauszögert, ist umstritten.
Es überwiegt aber deutlich die Meinung, dass eine möglichst gute Luftzufuhr gegeben sein soll, um die Heilung zu beschleunigen - wobei darauf zu achten ist, dass der Nabel nicht nass wird. Falls er doch einmal nass geworden ist, tupfen Sie ihn behutsam trocken. Er bedarf zwar einer regelmäßigen Reinigung, muss aber nicht bei jedem Wickeln mit Wasser gesäubert werden (am besten einmal täglich mit etwas lauwarmem, abgekochtem Wasser und einem damit befeuchteten Wattebausch).

Vorsichtiges Abtupfen mit einer Calendula-Essenz aus der Apotheke reinigt ebenfalls und beugt zudem Entzündungen vor. In keinem Fall sollten Sie die empfindliche Haut um diese Stelle mit alkoholhaltigen Mitteln behandeln ! Ist der Nabel mit Grind bedeckt, können Sie diesen nur insoweit zu entfernen versuchen, wenn er außen auf der Haut klebt. Ggf. mit sauberem Zellstoff und warmem, abgekochten Wasser vorsichtig aufweichen.

Wichtig:

Niemals versuchen, Grind aus dem Nabel zu lösen - damit würden Sie das Baby verletzen!

Nicht selten nässt der Nabel noch ein, zwei Wochen lang ein wenig, was die Eltern natürlich beunruhigt. In aller Regel ist das aber normal und die Wunde verheilt letztlich von selbst - dennoch sollten Sie einen nässenden Nabel vorsichtshalber entweder einer Hebamme oder dem Kinderarzt zeigen. In den meisten Fällen kann schon mit etwas Bärlappsporenpuder ( ein Puder, das keine Klümpchen bildet - gibt es nur in der Apotheke ) Abhilfe geschaffen werden.

Sehr wichtig ist, dass die Windel nicht scheuert und kein Urin bis zum Nabel vordringen kann. Kommt die Windel zu nah an den Nabel heran, kann man sie am oberen Rand umklappen. Das funktioniert sowohl mit Höschen- als auch mit Stoffwindeln. Ist einmal Urin an den Nabel gelangt, kann man vorsichtig mit Calendula-Essenz aus der Apotheke säubern.

Wann muss man unbedingt zum Arzt?

Bei den ersten Anzeichen einer Nabelentzündung. Dabei kann das Baby schon eine erhöhte Temperatur haben, muss es aber nicht. Die Haut um den Nabel ist anfangs gerötet, evtl. leicht pickelig, der Nabel selbst kann daraufhin blutig oder sogar eitrig werden - in den meisten Fällen ist er auch vorgewölbt. Je eher man damit zum Arzt geht, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er die Entzündung mit einer antiseptischen Behandlung und einem sterilen Verband in den Griff bekommt - und noch kein Antibiotikum oder gar ein Klinikaufenthalt nötig werden.
 
Immer, wenn sich der Nabel vorwölbt (nicht zu verwechseln mit einem von Natur aus nach außen vorgewölbtem Nabel, der sich mit der Zeit zusammenzieht und einsinkt), ist ein Arztbesuch angezeigt. Eine Vorwölbung kann Anzeichen für einen Nabelbruch sein, der jedoch nur selten auftritt. Dabei kann ein Stück Darm von innen her - meist bedingt durch angestrengtes Schreien - durch eine noch nicht vollständig geschlossene Bauchmuskulatur Druck auf den Nabel ausüben. Eine Operation wird aber nur dann nötig sein, wenn die Vorwölbung entsprechend groß ist.
 
Gelegentlich kommt es vor, dass noch einige Zeit lang, nachdem der Nabelrest abgefallen ist, Blutströpfchen hervortreten. Man nimmt an, dass diese Erscheinung mit einem Vitamin-K-Mangel zusammenhängt. Betroffen sind meist vollgestillte Babys, deren Darmflora noch nicht fähig ist, dieses Vitamin selbst in ausreichender Menge zu produzieren, um von körpereigener Seite her diese Blutung zu stoppen.
 
Die Ursache müssen Sie in jedem Fall vom Kinderarzt klären lassen, der sie möglicherweise schon mit ein paar zusätzlichen Tropfen Vitamin K beheben kann. Denkbar wäre allerdings auch, dass sich aufgrund einer inkomplett abgefallenen Nabelschnur ein sogenanntes Nabelgranulom gebildet hat, das der Kinderarzt entfernen muss.
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