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Haare
Wenn aus dem Wuschelkopf plötzlich ein kahler Kopf wird ...
... dann ist das im Laufe des ersten Lebensjahres in den allermeisten
Fällen ganz normal. Bei Babys ist der normale Haarzyklus in der
Kopfhaut noch nicht "eingerichtet" und so verliert es in aller
Regel nach der Geburt mehr Haare, als nachwachsen können. Es braucht
mindestens ein Jahr, bis dieser Zyklus stabil geworden ist.
Spätestens bis zum zweiten Geburtstag sprießen die Haare
wieder, wenn auch nicht unbedingt in der gehabten Form und Farbe. Wie
sich Beschaffenheit und Farbe in dieser Zeit entwickeln, wird von den
Genen gesteuert und ist von außen nicht beeinflussbar. Aus einem
Rotschopf wird oft ein bräunlicher Kopf, ein anfängliches
Blond weicht schon mal einem Rot. Waren Babys Haare zuerst braun oder
schwarz, kommen sie meist in dieser Farbe zurück.
Pflege
In den ersten Monaten reicht es aus, alle paar Tage mit etwas warmem
Wasser und einem weichen Schwamm über den zarten Haarflaum zu wischen,
um angetrockneten Schweiß zu entfernen (ein mildes Baby-Shampoo
sollten Sie erst dann verwenden, wenn die Haare dichter geworden sind).
Anschließendes, behutsames Kämmen, bzw. die kämmende
Massage mit der weichen Babybürste tut der Kopfhaut gut und kann
ein wenig dem Milchschorf vorbeugen, zu dem viele Babys neigen. Dieser
entsteht durch eine erhöhte Fettbildung in der Haut und zeigt sich
in schuppigen, hellgelblichen Flecken, die gelegentlich zu einer Reizung
mit rötlichem Ausschlag führen können. Der Schorf ist
aber ungefährlich und klingt meistens nach ein paar Wochen von
selbst ab.
Was Sie tun können:
Die Kopfhaut (nicht die Fontanellen) mit den Fingerspitzen und einem
milden Babyöl leicht einmassieren, um die Schuppen aufzuweichen.
Wenn Sie dieses Öl über Nacht einwirken lassen, können
Sie die Schuppen am nächsten Morgen mit einer weichen Bürste
ausstreichen oder beim nächsten Baden auswaschen.
Die meisten Babys mögen Haare waschen und ein nasses Gesicht überhaupt
nicht. Legen Sie den Kopf beim Waschen deshalb möglichst zurück,
damit Wasser und Shampoo nicht zu sehr über das Gesicht laufen
oder verwenden Sie eine "Haarwaschkrempe" als Nässeschutz.
Solange Sie keine Shampoos verwenden, brauchen Sie ein sich sträubendes
Baby nicht unbedingt in eine Wanne zu setzen.
Beruhigender für das Kind ist es, wenn Sie ihm Jäckchen und
Hemdchen ausziehen, es auf dem Schoß nehmen, ein Badetuch unterlegen
und den Kopf mit dem Schwamm abwischen. Danach mit einem flauschigen
Handtuch trocknen.
Wenn sich das Baby allzu sehr sträubt, sollten Sie es nicht zwingen.
Die Fontanellen
Generell - besonders aber bei der Pflege von Haaren und Kopfhaut sollten
Sie bedenken, dass die Schädeldecke von Babys noch nicht vollständig
geschlossen ist. Insbesondere zwei größere Öffnungen,
die "große" und die "kleine" Fontanelle, gewährleisten
die nötige Elastizität des Kopfes, die das Gehirn noch zum
Wachsen braucht. Die Fontanelle am Hinterkopf schließt sich relativ
schnell wieder, während die größere auf dem Kopf von
Baby zu Baby unterschiedlich lange dazu braucht. Manchmal ist das schon
nach 12 Monaten geschehen, manchmal braucht sie auch 24 Monate oder
länger dazu, was aber noch völlig normal ist.
Da die Fontanellen mit einer stabilen Membran bedeckt sind, die das
Gehirn schützt (sie muss diese Stellen ja auch während des
hohen Drucks bei der Geburt vor Schaden bewahren), darf man selbst kleine
Babys durchaus - aber eben nur behutsam - an der Kopfhaut berühren.
In den ersten ein bis zwei Lebensjahren bleiben diese Stellen anfällig
für Verletzungen.
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So in etwa sehen Sie aus, die Fontanellen.
Natürlich sind sie in Form und Größe jeweils von Baby zu Baby
etwas unterschiedlich.
Dem Arzt kann die große Fontanelle Anhaltspunkte zum gesunden
Verlauf der Entwicklung geben.
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