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Babys baden

Babys baden

Die meisten Babys plantschen sehr gern im warmen Wasser - wenn sie die erste Scheu vor diesem "Abenteuer" erst einmal überwunden haben.

Alle Infos, wie Sie Ihr Baby richtig baden können und worauf Sie dabei besonders achten sollten, finden Sie auf dieser Seite.

Wann darf ein Baby zum ersten Mal baden?

Einfache Faustregel: Solange der Nabel nicht verheilt ist, sollten Sie Ihr Baby nicht baden. Die tägliche Körperpflege mit warmem, klaren Wasser und einem frischen Wachlappen tut's auch. Bemerken Sie eine Rötung oder nässt der Nabel, sollten Sie sofort Ihre Kinderärztin/Ihren Kinderarzt um Rat fragen. In die Wanne darf Ihr Kleines, wenn sich am Nabel keine Krusten mehr zeigen. Dann können Sie sicher sein, dass alles verheilt ist.

Übrigens: Abgeheilt ist der Nabel eine ganz normale Hautfalte. Wie in allen anderen Falten, kann sich hier Schmutz absetzen. Denken Sie also daran, den Nabel Ihres Babys im Bad oder bei der Pflege mit Wasser und Waschlappen zu säubern. Bei einem sehr tief liegenden Nabel sind Wattestäbchen hilfreich.

Wie oft ist überhaupt ein Bad fällig?

Da haben Sie viel Spielraum. Denn ein Muss ist das Baden nicht, solange Sie Ihr Kind einmal am Tag waschen. Die Planscherei macht Babys jedoch nicht nur viel Freude, sondern ist samt anschließendem Cremen, Wickeln und Anziehen eine herrliche Gelegenheit zum Schmusen und Spielen mit Mama oder Papa.

Vor allem anfangs baden Sie Ihr Kleines besser nur alle paar Tage oder auch nur einmal die Woche. Babyhaut ist sehr empfindlich. Die von den Talgdrüsen gebildete Schutzschicht hält dem Wasser nicht lange Stand und die Haut trocknet aus. Babys und Kleinkinder baden am besten in klarem Wasser. Hat Ihr Kind auffallend trockene Haut ist es jedoch sinnvoll, einen rückfettenden Baby-Bade-Zusatz (oder einen Esslöffel gutes Olivenöl) ins Bad zu geben. Ist die Haut, etwa im Windelbereich, gerötet oder entzündet, hilft es, wenn Sie dem Wasser Kleie-Bad oder Gerbstofflösung zusetzen. Hat Ihr Kind spezielle Hautprobleme, sollten Sie mit Ihrer Kinderärztin/Ihrem Kinderarzt klären, wie oft es baden darf und welche Zusätze sich eignen. In den ersten Monaten reicht ein Bad von etwa drei bis maximal zehn Minuten Dauer.

Morgens oder abends baden?

Wie Sie und Ihr Kind wollen. Die beste Badezeit hängt vom Familienrhythmus ab. Bei größeren Kindern wird häufig das Abendbad zum Ritual. Als Teil des "Gute-Nacht-Zeremoniells" ist es entspannend und macht müde. Manche Eltern baden schon ihr Baby erst abends: Damit Papa dabei sein und den Nachwuchs in quietschvergnügter Stimmung erleben kann.

Tipp: Haben Sie "Ihre" Badezeit gefunden, behalten Sie diese in etwa bei. Babys mögen Regelmäßigkeit. Wichtig ist, dass Sie Ihr Kind nicht mit vollem Bauch baden.

Wanne oder Badeeimer?

Die Babywanne ist ein bewährter Klassiker. Zumindest für die Jüngsten gibt es aber auch eine Alternative: Seit einigen Jahren sind Badeeimer im Angebot.

Ihre Größe ist so bemessen, dass ein Baby aufrecht in Hockhaltung darin Platz hat. Viele Eltern mögen diese praktische Variante, weil das Kleine ihnen beim Baden nicht wegrutschen kann. Und viele Babys mögen es, weil der Badeeimer ihnen mit seiner Begrenzung ein beruhigendes Gefühl der Geborgenheit geben kann. Auch Babys, die eher wasserscheu sind, können sich mit dieser Art des Badens oft leichter anfreunden.
Ein Badeeimer hat auch den Vorteil, dass Sie nur wenig Wasser brauchen, das Badewasser hinterher leicht auszuleeren ist und er außerdem sehr mobil ist. Sie können ihn problemlos dort hinstellen, wo es am günstigsten ist und ihn sogar mitnehmen, wenn Sie mal verreisen.

Wichtig: Setzen Sie ein Baby niemals in einen herkömmlichen Haushaltseimer, weil hier die nötige Standfestigkeit nicht gegeben ist und u. U. Verletzungsgefahr aufgrund der Bauart besteht! In Sachen Badeeimer sollten Sie sich immer für ein Qualitätsprodukt entscheiden, das speziell für diesen Zweck hergestellt wurde.

Eine Babywanne stellen Sie am besten so auf, dass sie etwa hüfthoch steht. Dann müssen Sie sich nicht verkrampfen und krumm machen, wenn Sie Ihr Kind baden. Manchmal genügt dazu ein quer über die Wanne gelegtes, festes Brett. Es gibt im Fachhandel auch Gestelle, die Ihre Babywanne auf die richtige Höhe bringen. Auf alle Fälle muss sie fest und sicher stehen. Das tut die Wanne natürlich auch am Boden. Probieren Sie ruhig mal aus, ob Sie Ihr Kleines baden können, wenn Sie neben der Wanne knien oder hocken.

Alternative: Sie stellen die kleine in die große Badewanne und knien sich (auf einer weichen Unterlage) davor. Bei dieser Variante klappt auch das Wegschütten des Badewassers prima.

Tipp: Eine eingelegte Gummimatte macht die Babywanne rutschfest - besonders praktisch, sobald Ihr Kleines sitzt. Für die ersten Monate gibt es Badehilfen, die in die Wanne gestellt werden und dem Baby Halt geben. Doch auch dann gilt: Lassen Sie Ihr Baby oder Kleinkind niemals auch nur eine Sekunde alleine im Wasser, nicht einmal, wenn es sicher sitzen kann!

Wie warm sollten Wasser und Zimmer sein?

Das Wasser in der etwa zur Hälfte gefüllten Wanne sollte 37° Grad warm sein. Überprüfen Sie die Temperatur sicherheitshalber immer mit einem Badethermometer. Die ideale Raumtemperatur liegt um die 23° Grad. Schließen Sie Türe und Fenster, damit es nicht zieht.

Tipp: Alles bereit stellen, was Sie fürs Baden und danach brauchen, bevor Sie Ihr Baby ausziehen. In Griffnähe sollten Sie haben: ein angewärmtes Handtuch (zumindest im Herbst/Winter, einfach auf die Heizung legen), Windeln und alles, was zum Wickeln nötig ist. Den Waschlappen können Sie gleich ins einlaufende Wasser werfen. Bekommt Ihr Kind das Fläschchen, richten Sie auch dafür alles vor: Nach dem Bad wird Ihr Kleines hungrig sein.

Große Reinigung vor dem Baden

Das ist nicht nötig. Lediglich seinen Po sollten Sie erst einmal gut säubern, falls Ihr Kleines gerade die Windeln voll hatte. Kontrollieren Sie auch, ob Nabel oder Hautfalten eine "Vorwäsche" brauchen.

Praktisch: Tupfen sie das Gesicht Ihres Babys vor dem Bad mit einem Waschlappen und klarem Wasser sauber. Kinder mögen es nicht, wenn beim Baden Wasser ins Gesicht kommt.

Wie halte ich mein Baby richtig?

Keine Sorge, bald werden Sie den Dreh bestimmt raus haben. Hier ein paar bewährte Tipps, damit Sie und Ihr Kind sich sicher fühlen und das Bad genießen können:

  • Lächeln Sie Ihr Baby an und albern Sie ein wenig mit ihm herum. Das bringt Sie beide in gute Stimmung. Ihr Kind lernt von Anfang an, dass Baden die normalste Sache der Welt und etwas Schönes ist.
  • Anfänger kommen meistens mit dem klassischen "Badegriff" am besten zurecht. Nehmen Sie Ihr Kind schon richtig in den Arm, bevor Sie es mit den Füßen zuerst ins Wasser heben. So geht's für Rechtshänder: Ihren linken Arm führen Sie unter dem Nacken Ihres Babys hindurch zu seiner Schulter. Ihre linke Hand sollte den linken Arm Ihres Kindes dann so umschließen, dass Sie es in der Achsel und am Oberarm gut, doch ohne Druck halten können. Das Köpfchen Ihres Kleinen ruht sicher auf Ihrem Unterarm. Mit der rechten Hand fassen Sie unter den Po Ihres Babys - nun können Sie es ins Wasser heben (Linkshänder greifen einfach genau andersherum).

    Das Wasser gibt dem Kleinen Auftrieb, Sie können daher Ihre rechte Hand wieder von seinem Po lösen. In Ihrem linken Arm ruhend, kann Ihr Kind sein Bad genießen - und Sie haben die Rechte zum Waschen frei.

  • Manche Babys baden lieber in Bauchlage (manchmal auch zum Waschen praktisch). So bekommen Sie Ihr Kind gut in den Griff: Drehen Sie Ihr Kleines auf den Bauch. Greifen Sie mit Ihrer linken Hand unter seiner Brust hindurch, bis Ihre Hand Ihr Baby unter der rechten Achselhöhle stützen kann.

Tipp: Bei den ersten Badeversuchen kann es hilfreich sein, wenn einer das Kind badet und der andere mit dem Handtuch zum Empfang des glitschigen Nackedeis bereit steht.

Nach dem Baden heißt es: Ab ins warme Handtuch und sorgfältig abtrocknen. Dabei lieber tupfen als reiben, das schont die zarte Haut Ihres Kindes. Viele Babys mögen es, in ein Handtuch (mit Kapuze, sonst eine Handtuchecke über das Köpfchen schlagen) gewickelt in Mamas oder Papas Armen noch ein wenig zu kuscheln. Dafür ein trockenes Handtuch nehmen, in einem feuchten Tuch kann Ihrem Kind schnell kühl werden. Nicht vergessen: Auch die Haut hinter den Ohren, in den Achselhöhlen, zwischen den Fingern und Zehen, in den Leistenbeugen und den Kniekehlen gut trocken tupfen.

Was fangen wir nur mit unserem Bademuffel an?

Keine Regel ohne Ausnahme: Nicht alle Babys sind Wasserfreunde. Wenn Ihr Kind sich gegen das Baden sträubt, lassen Sie ihm einfach Zeit und waschen Sie es einmal am Tag. Was Sie probieren können: ein Bad in Bauchlage, im Badeeimer oder auf Mamas/Papas Bauch in der großen Wanne (bei 37° Grad Wassertemperatur!). Keine Sorge, auch Ihr Bademuffel wird sich vermutlich früher oder später in ein begeistert planschendes Kind verwandeln.

von Eva Becker

   

 
 

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