Nicola Bader, Rechtsanwältin

Nicola Bader, Rechtsanwältin

Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht

Nicola Bader erhielt ihre juristische Ausbildung an der Universität Würzburg, wo sie auch das Referendariat absolvierte. Seit 1997 ist sie als Rechts­anwältin tätig - seit 2000 in ihrer eigenen Kanzlei Bader in Koblenz, wobei der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit auf den Gebiet des Familienrechtes ( Mutterschutz­gesetz, Bundes­erziehungs­geldgesetz u.a. ) und Vertragsrechtes liegt. In diesen Bereichen nimmt sie regelmäßig an Fortbildungs­lehrgängen teil. Sie ist Fachanwältin für Familienrecht und Honoraranwältin der Verbraucher­zentrale-Rheinland-Pfalz. Nicola Bader ist verheiratet und hat zwei Kinder, Emilia und Justus.

Nicola Bader, Rechtsanwältin

Elternzeitantrag beim Arbeitgeber formell falsch erstellt

Antwort von Nicola Bader, Rechtsanwältin

Frage:

Sehr geehrte Frau Bader,

Ich habe diese Frage bereits vor 2 Tagen gestellt, aber ich finde diese in der Liste nicht. Um einen Übertragungsfehler auszuschließen, sende ich die Frage erneut. Vielen Dank.

ich habe im Antrag für den Arbeitgeber einen formellen Fehler begangen, welcher durch den Arbeitgeber auch so bewilligt wurde. Der Fehler war, das ich nur für den Zeitraum von einen Monat beantragt habe. Mindestens sind ja 2 Monate gesetzlich vorgeschrieben. Dies hat er mit der Grundlage von Gesetz BEEG 16/2, dass beim Antrag sich der Arbeitnehmer für die nächsten 2 Jahre festgelegen muss. Aber bei einem Fehler bei der Beantragung ist dies von vornherein dann nichtig, weil hier ich gegen gültige Gesetze/Rechtslage verstossen" habe, oder?
Vielen Dank im Voraus und verbleibe,

mit freundlichen Grüßen

von AJ1981 am 05.09.2017, 08:56 Uhr

 

Antwort auf:

Elternzeitantrag beim Arbeitgeber formell falsch erstellt

Hallo,
es gibt keine Mindestanzahl für Monate, die man beantragen muss.
Das verwechseln Sie mit dem Elterngeld, hierfür sind mindestens zwei Monate vonnöten.
Sie haben jetzt keinen Anspruch auf Verlängerung.
Sie können nur mit erneuter Frist, erneut einen zweiten Monat beantragen.
Dies aber auch nur bis zum 14. Lebensmonat des Kindes.
Liebe Grüße
NB

von Nicola Bader, Rechtsanwältin am 08.09.2017

Antwort auf:

Elternzeitantrag beim Arbeitgeber formell falsch erstellt

Elternzeit und Geld sind unabhängig voneinander.
Lediglich muss man mindestens zwei Lebensmonate ! seine Arbeit verringern, pausieren um Anspruch auf Elterngeld zu haben.

Was genau hast Du also gemeldet und wann genau ist das Kind geboren ?

von Sternenschnuppe am 05.09.2017

Antwort auf:

Elternzeitantrag beim Arbeitgeber formell falsch erstellt

Hallo Sternenschnuppe,

Vielen Dank für die Schnelle Antwort. Ist eine längere Geschichte. In der Kurzform, mit meinem Vorgesetzten habe ich besprochen, dass ich den 1. Monat jetzt beantrage, also 7 Wochen vorher und den 2 Monat für nächstes Jahr noch überlege ob den Monat voll nehme oder in Teilzeit, also das Elterngeld Plus und hier sind dann nach 6 Monaten des Kindes 13 Wochen. Die Kleine ist am 19. Juli geboren. Da mein Arbeitgeber mich eh auf dem Kicker hat, verhalten die sich jetzt auch so und drehen alles jetzt nach Links. In dem Gesetzestext steht, dass nur ein Antrag mit den Zeiten für 2 Jahre gestellt werden darf. Daher meine Frage, ob dies noch zählt, wenn der Antrag von vorherein falsch gestellt wurde, den 2 Monate sind das Minimum. Aus meinen betriebswirtschaftlichen Schulstunden, Habe ich noch so wage in Erinnerung, wenn eine Willenserklärung von vorherein falsch oder formell Fehler hat, ist dies nichtig. Ich möchte mich nur nochmal absichern :-)

Viele Grüße

von AJ1981 am 05.09.2017

Antwort auf:

Elternzeitantrag beim Arbeitgeber formell falsch erstellt

Es handelt sich um keinen formellen Fehler.

Steht alles im Gesetz, welches Du zitiert hast. Deine Meldung ist nicht nichtig ;-)

Frau muss sich für 2 Jahre verbind. äußern. Da steht nix von mind. 2 Monaten. Du hast dich nicht entsprechend Deiner Planung geäußert.

Die ursprüngliche Meldung halte ich aus der Ferne bei der Schilderung für absolut gültig. Der AG kann den einen weiteren Monat genehmigen, er kann aber auch ablehnen.

von Hubbeldubbel am 05.09.2017

Antwort auf:

Elternzeitantrag beim Arbeitgeber formell falsch erstellt

Ps: Die 13 Wochenfrist gilt für EZ Meldungen ab dem 3 Geburtstag... Du solltest in Ruhe ins Gesetz schauen, erklärt sich alles von selbst.

von Hubbeldubbel am 05.09.2017

Antwort auf:

Elternzeitantrag beim Arbeitgeber formell falsch erstellt

Hallo Hubbeldubbel,

jetzt fühle ich mich diskrementiert :-) ist das hier nur ein Forum für Mamas!
Vielen Damk für Deine Antworten.
Laut Gesetz muss ich 2 Monate beantragen, mein Chef genehmigt aber nur den einen und was ist dann mit dem 2. Monat? L-Bank genehmigt und ich bin nicht freigestellt. Daher die Frage ob dieser Antrag neugestellt werden kann, von mir aus mit neuen Zeiträumen und der AG muss dann zustimmen?

Viele Grüße

von AJ1981 am 05.09.2017

Antwort auf:

Elternzeitantrag beim Arbeitgeber formell falsch erstellt

Ah, Du bist ein Mann ;-)

Wo steht es, dass bzgl Elternzeit mind. 2 Monate beantragt werden müssen? Im §16 BEEG nicht... und auch nirgendwo anders.

Du meinst nicht Elternzeit sondern Elterngeld? Ja, EG gibt's nur, wenn man mind. 2 Monate Auszeit hat, auch TZ in EZ zählt. Am Stück ist keine Pflicht aber zwingend mind. 2. Monate.

Wenn der AG dem einen nachgemeldeten Monat nicht zustimmt, erfüllst Du die Anspruchsvoraussetzungen fürs
Elterngeld nicht und musst dann für den bereits erhaltenen einen Monat das Geld zurück zahlen.

Bg

von Hubbeldubbel am 05.09.2017

Antwort auf:

Elternzeitantrag beim Arbeitgeber formell falsch erstellt

Genau so, wie meine Vorrednerinnen geschrieben haben, ist es!

Es gibt KEINE Verpflichtung mindestens 2 Monate Elternzeit zu nehmen.

Dein "Antrag" ist NICHT nichtig.

Lediglich für das ElternGELD musst du MINDESTENS 2 Monate Elternzeit nehmen.

Du darfst aber auch Elternzeit OHNE Elterngeld in Anspruch nehmen.

Ebenso korrekt ist, dass du dich für die ersten zwei Jahren festlegen musst. Da du (erstmal) nur einen Monat Elternzeit gemeldet hast, benötigst du für einen zweiten (oder für weitere) Monat(e) Elternzeit die Zustimmung deines Arbeitgebers.

von chrissicat am 05.09.2017

Antwort:

Hattest Du den zweiten Monat denn überhaupt erwähnt beim AG bei der ersten Meldung ?

Und das schriftlich bestätigen lassen dass Du den zu einem späteren Zeitraum innerhalb der ersten 14 Monate nimmst?

Alternative um Monat eins nicht zurückzahlen zu müssen wäre den zweiten Monat einzubauen bei einem eventuelle Jobwechsel.

Offenbar ist das Verhältnis zum AG ja eh gestört.

von Sternenschnuppe am 05.09.2017

Antwort auf:

Elternzeitantrag beim Arbeitgeber formell falsch erstellt

Danke nochmal. Ja stimmt, hier bin ich in den falschen Gesetzesblock Elterngeld gelandet. Elterngeld ist noch nicht beantragt, weil ich eben noch hier noch mit meinen Vorgesetzten und Chef diskutieren bin. Die L-Bank zahlt ja zum Glück 3 Monate rückwirkend. Das heißt dann, das mein Antrag bei der L-Bank abgelehnt wird und ich nichts dagegen machen kann. Hmm... das ist sehr blöd.

Danke nochmal an alle.

Viele Grüße

von AJ1981 am 05.09.2017

Antwort:

Hattest Du den zweiten Monat denn überhaupt erwähnt beim AG bei der ersten Meldung ?

Hallo Sternenschnuppe,

schriftlich habe ich es meinem Vorgesetzten geschrieben mit dem Chef auf CC und dann in einem mündlichen Gespräch mit den Vorgesetzten, aber nicht bestätigen lassen.

Viele Grüße

von AJ1981 am 05.09.2017

Antwort auf:

Elternzeitantrag beim Arbeitgeber formell falsch erstellt

Dann hast Du doch einen Nachweis darüber, dass Du Monat 1 und 2 gemeldet hast. Der AG hat dann kein Mitspracherecht, er muss Deine Meldung als gegeben nehmen.

von Hubbeldubbel am 06.09.2017

Ähnliche Fragen

Ähnliche Fragen an Rechtsanwältin Nicola Bader, Recht, Familienrecht

PBM = Elternzeitantrag beim Arbeitgeber?

Hallo. Ich hatte vor fünf Wochen bei meinem Arbeitgeber Teilzeit im Rahmen der Partnerschaftsbonusmonate beantragt. Die Frist ist abgelaufen, es gilt quasi als genehmigt. 1. Muss ich einen neuen Antrag auf Elternzeit beim Arbeitgeber stellen? 2. Ist die Genehmigung in Form der ...

von ivonnesche 26.07.2017

Frage und Antworten lesen

Stichworte: Elternzeitantrag, Arbeitgeber

verspäteter Elternzeitantrag beim Arbeitgeber

Guten Tag Frau Bader, Ich habe am 16 3.16 meine Tochter per Kaiserschnitt bekommen. Nun hab ich vor lauter Stress usw vergessen den Antrag auf Elternzeit für meinen AG zu schicken und will es jetzt tun. Mein Mutterschutz endet am 11.5.16. Und will für 12 Monate in ...

von Aykir 03.05.2016

Frage und Antworten lesen

Stichworte: Elternzeitantrag, Arbeitgeber

Arbeitgeber behauptet kein Elternzeitantrag bekommen zu haben

Hallo, Ich bin mit dem 3. Kind zur Zeit schwanger. Sich habe die Elternzeit von Kind nr. 2 zum Mutterschutz gekündigt, damit ich Mutterschaftsgeld bekomme. Dies wurde von meinem Arbeitgeber auch bestätigt. Jetzt bin ich im Mutterschutz und habe kein Geld erhalten. Daraufhin ...

von sonchen85 31.03.2016

Frage und Antworten lesen

Stichworte: Elternzeitantrag, Arbeitgeber

Kann mein Arbeitgeber meinen Elternzeitantrag abändern?

Hallo, Meine Mann hat einen Antrag auf Elternzeit mit gleichzeitiger Teilzeit mit max 30 Wochenstunden gegenüber seinem Arbeitgeber gestellt. Nun bekam er diesen mit einer Bestätigung zurück. Aufdem der AG aber den Satz mit der Teilzeit gestrichen hat. Also muss nun mein ...

von ema2012 06.11.2013

Frage und Antworten lesen

Stichworte: Elternzeitantrag, Arbeitgeber

Vorteile Elternzeit Teilzeit Job kündigen/ anderer Arbeitgeber?

Hallo Frau Bader, ich arbeite seit zwei Monaten wieder in meiner alten Arbeit auf Teilzeit innerhalb meiner Elternzeit. Denn beantragt habe ich drei Jahre, eins war ich ja zu Hause mit Kind und jetzt arbeite ich nun eben. Ich habe aber in den zwei Monaten gemerkt, man ist ...

von Eileen0302 01.09.2017

Frage und Antworten lesen

Stichwort: Arbeitgeber

Darf mich mein Arbeitgeber nach Elternzeit minderwertig eingruppieren?

Hallo Frau Bader, am 14.9 endet meine Elternzeit. Danach möchte ich in Teilzeit zu 50% arbeiten. Bezahlung nach Tarifvertrag. Mein Arbeitgeber bietet mir auch eine 50% Stelle an. Aber leider in einer anderen Abteilung mit minderwertiger Tätigkeit. Nämlich als ...

von Hannole 27.08.2017

Frage und Antworten lesen

Stichwort: Arbeitgeber

Berechnung Mutterschaftsgeld Arbeitgeberzuschuss

Sehr geehrte Frau Bader, ich bin ab dem 30.07.2017 im gesetzlichen Mutterschutz. Die letzten 3 abgerechneten Monate sind normalerweise ausschlaggebend für die Berechnung des arbeitsrechtlichen Zuschusses zum Mutterschaftsgeld. Am 01.07.2017 habe ich aber eine dauerhafte ...

von Vicky167 27.08.2017

Frage und Antworten lesen

Stichwort: Arbeitgeber

Muss der Arbeitgeber einem Minijob während der Elternzeit zustimmen?

Hallo Frau Bader, Ich bin gerade etwas verzweifelt und weiss nicht, wie ich weiter vorgehen soll. Ich hoffe Sie können mir weiter helfen. Ich habe folgendes Problem: Ich befinde mich gerade in Elternzeit und möchte einen Minijob auf 450€ Basis antreten. Vor der Elternzeit ...

von mümo 25.08.2017

Frage und Antworten lesen

Stichwort: Arbeitgeber

Berechnung Mutterschaftsgeld Arbeitgeberzuschuss

Sehr geehrte Frau Bader, ich benötige eine dringende Experten-Information zum Thema Berechnung des Mutterschaftsgeldes und möchte mich für den Beitrag von "Chrissicat" vom 17.08.2017 recht herzlich bedanken! Meine gesetzliche Mutterschutzfrist hat am 30.07.2017 begonnen. Bis ...

von Vicky167 21.08.2017

Frage und Antworten lesen

Stichwort: Arbeitgeber

Welche Kündigungsfrist gilt bei Arbeitgeberwechsel nach der EZ ?

Ich möchte nach der Elternzeit den Arbeitgeber wechseln. Nun weiß ich nicht, welche Kündigungsfrist besteht. Die Elternzeit endet am 28.11.2017. Zu diesem Tag könnte ich mit einer dreimonatigen Frist kündigen, oder? Und zum 30.11.2017 in der im Arbeitsvertrag vereinbarten 4 ...

von paula265 21.08.2017

Frage und Antworten lesen

Stichwort: Arbeitgeber

Mobile Ansicht

Impressum Team Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2021 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.