Hebamme Martina Höfel

Hebamme

Martina Höfel

   

 

Muttermilchunverträglichkeit?

Liebe Frau Höfel,
unser Sohn ist jetzt 4 Monate alt. Ich stille voll (bis auf eine kurze Zeit um die 6 - 9 Woche, da haben wir Pre zugefüttert). Er hatte von Beginn an mit Blähungen zu kämpfen. Die Blähungen werden immer besser, wenn Stuhl mit viel Luft abgeht. Ich habe schon etliche homöopathische Mittel durch (Lycopodium, Camomilla, Rotes Kinderpulver, Sab-Tropfen). Alles schlägt nur kurzfristig an. Aufgrund des Forums habe ich den Stuhl meines Sohnes genauer angeschaut. Dieser ist eigentlich überwiegend grünlich und sehr schleimig, meist mit Eiweißklümpchen durchsetzt. Nun bin ich mir nicht mehr sicher, ob eine Muttermilchunverträglichkeit vorliegt. Ich kann mich noch erinnern, als wir Pre zugefüttert haben, dass der Stuhl dann mehr ins gelbe ging und auch eher eine breiige Konsistenz hat.
Durch die Blähungen und dem 4stündigen Stillrhytmus kommt mein Sohn somit alle zwei Stunden und ist dementsprechend schlecht ausgeschlafen. Was können Sie mir empfehlen? LG Annette Lips

von Annette.Lips@gmx.de am 13.01.2012, 14:37 Uhr

 

Antwort:

Muttermilchunverträglichkeit?

Liebe Annette,

solange das Kind gut gedeiht ist es nicht von Bedeutung, wie der Stuhl aussieht und wie oft oder selten das Baby nach den ersten vier bis sechs Wochen die Windel voll hat. An der Luft verfärbt sich der Stuhl sehr oft richtig grün.

Wenn Ihr Kind jedoch sehr unruhig ist und mit Blähungen und Bauchproblemen zu kämpfen hat, könnte es sein, dass ein Vordermilch-Hintermilch-Ungleichgewicht hinter der Stuhlveränderung steckt. Wird beim Stillen zu rasch von einer Brust an die andere gewechselt, kann es zu einem Ungleichgewicht zwischen VORDERmilch und Hintermilch kommen. Dies kann zu Unruhe, Blähungen, grünem Stuhl und einer möglicherweise schlechten Gewichtszunahme beim Baby führen. Das Baby erhält dann zuviel von der wässrigen, laktosereichen Vormilch und nicht genügend von der fett- und kalorienreichen Hintermilch. Zuviel Laktose regt den Verdauungstrakt des Babys dazu an, die Milch zu schnell weiter zu befördern und verursacht wässrige, grüne Stühle.

Was bedeutet "Durch die Blähungen und dem 4stündigen Stillrhytmus kommt mein Sohn somit alle zwei Stunden ..." Kommt er jetzt alle 2 oder 4 Stunden?

Liebe Grüße
Martina Höfel

von Martina Höfel am 13.01.2012

Antwort:

Muttermilchunverträglichkeit?

Hallo Frau Höfel,

vielen Dank für die Antwort. Es ist in der Tat so, dass mein Sohn bisher immer die eine Brust und nach einem Aufstoßen die andere Brust abtrinkt. Aus meiner Sicht auch ganz gut (die Brust fühlt sich danach sehr weich und flach an). Mit dem 2- und 4-stündigen Rhytmus meine ich: Grds. würde mein Sohn bereits in der Nacht 4 - 5 Stunden durchschlafen. Ich stille und nach 2 Stunden wird er wegen Blähungen wach. Wenn diese - meist in Form von Stuhl - abgehen, dann schläft er wieder ein, um nach weiteren 2 Stunden sich dann wegen Hunger zu melden, so dass wir vollkommen aus dem Rhytmus kommen. Wenn es ausschließlich das zu rasche zusammentreffen von Vorder- und Hintermilch ist, was soll ich dann machen? Vielen Dank. A. Lips

von Annette.Lips@gmx.de am 17.01.2012

Antwort:

Muttermilchunverträglichkeit?

Liebe Annette.Lips,

nicht verwechseln.

Das Zusammentreffen von Vorder- und Hintermilch ist nicht zu schnell, sondern evtl. nicht im Gleichgewicht!
Ich würde zu jeder Mahlzeit nur eine Seite stillen, d.h. nach dem Bäuerchen die gleiche Seite nochmal anlegen. Es kann sein, dass er dann nicht von Blähungen gequält wird und länger schläft.

Liebe GRüße
Martina Höfel

von Martina Höfel am 18.01.2012

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