HiPP Ernährungsberatung

Annelie Last  (Diplom Ökotrophologin)

   

 

Ernährung Kleinkind

Hallo,
Mein Kleiner ist jetzt 15 Monate alt. Ich habe fragen bezüglich der Familienkost.
Aktuell sieht sein Speiseplan so aus:

Morgens: Müesli ab dem 12.Monat
Zwischendurch: Obst oder Brot
Mittags: Gläschen an dem 12.Monat
Nachmittags: Obst + Knabbereien (Hirsekringel o.ä.)
Abends: Brot
Zum einschlafen: 200ml 1er Milch

Über den Tag verteilt trinkt er nur etwa 100ml Wasser .
Das Obst isst er in Stücke geschnittene Birne, Banane, Trauben o.ä.. Äpfel etc sind ihm noch zu fest. Brot in Stücken (ohne Kruste) liebt er.
Mein Problem liegt bei dem Mittagessen. Ich biete ihm immer Essen von uns an. Davon isst er jedoch nur 2 oder 3 Löffel und will dann nicht mehr. Satt isst er sich nur an den Gläschen ab dem 12.Monat.

Zu meinen Fragen:
1) Wie kann ich ihm unser "normales" Essen näher bringen? Er kann ja nicht immer weiter nur Gläschen essen. (Das kauen von Brot etc. klappt ohne Probleme, härtere Speisen kann er nicht gut kauen)
2) Wie kann ich ihn dazu bringen, dass er mehr trinkt? Das Fläschchen zum einschlafen würde ich eigentlich gerne abschaffen, aber dann fehlt ihm ja noch mehr Flüssigkeit. Biete ich ihm Saftschorle oder Tee an, trinkt er zuerst ein bisschen mehr. Ab dem 2. Tag, trinkt er jedoch wieder weniger. Ich habe schon die unterschiedlichsten Trinklernbecher, Tassen, Gläser ausprobiert.
3) An Besteck zeigt er bisher kaum Interesse. Wie kann ich ihn animieren, dass er versucht selbst zu essen? Brot isst er etwa die Hälfte selbst mit den Händen, den Rest füttere ich ihn.

Vielen Dank und viele Grüße

von Lisa1077 am 07.01.2021, 10:42 Uhr

 

Antwort:

Ernährung Kleinkind

Liebe „Lisa1077“,

ich denke und hoffe, ich kann Ihnen da Ihre Sorgen nehmen.
Denn: Es ist alles ok!!! Ihre Speiseplan gefällt mir und auch das Trinken passt.

Ihr Kleiner gedeiht bestens, hat sicher regelmäßigen Stuhlgang, und da Sie nichts anderes berichten, gehe ich davon aus, dass sie auch glücklich und zufrieden ist.

Das alles zeigt Ihnen, Ihr Sohn ist sowohl mit festem Essen als auch mit Flüssigkeit ausgezeichnet versorgt. Da können Sie also ganz beruhigt sein.

1. ) Natürlich wäre es „nett“, wenn Ihr Kleiner jetzt noch einen weiteren Schritt Richtung Familienkost machen würde. Manche Kinder sind da aber einfach „Spätzünder“ und brauchen viel Geduld. Es hilft hier eigentlich nur, wie Sie es ja machen, immer wieder geduldig Familienkost und auch festeres Obst anzubieten. Manchmal macht es auch von heute auf morgen "klick" und es klappt.

Manche Kinder sind von selbst aus, schon so erpicht auf den Familientisch, dass nichts vor ihnen sicher ist, andere mögen es lieber noch weichen und schätzen auch ihre Breie. Beides ist in Ordnung.
Machen Sie also einfach weiter Angebote und bleiben Sie ganz beruhigt, für unsere Gläschen gibt es keine Altersbegrenzung. Probieren Sie auch mal unsere Kindergerichte in der Schale für einen noch besseren Übergang zum Familientisch: https://shop.hipp.de/kinder/produkte/menues.html

2.) Sie können sich ganz auf Ihren Sohn verlassen, er weiß, was er braucht. Wenn er wirklich durstig ist, würde er auch mehr trinken. Genaue Trinkmengen lassen sich nur schwer festlegen, da der Durst ja auch abhängig ist von Bewegung, Zimmertemperatur, Jahreszeit und der restlichen Ernährung etc. Die Kost Ihres Sohnes ist noch reicht „breiig“ (Frühs und Mittags) und enthält viel Obst – das versorgt ihn auch mit Flüssigkeit.
Sie können bezogen auf das Trinken gar nicht viel tun und können nichts erzwingen. Sie brauchen auch nicht mit Schorlen oder Trinkgefäßen zu tricksen.

Wenn er nicht mehr trinkt, hat Ihr Sohn einfach keinen Durst. Machen Sie ihm einfach nur regelmäßig das Angebot. Mehr können und brauchen Sie nicht zu tun.
Haben Sie keine Angst „vor dem vollen Becher Wasser verdursten“, wird Ihr Kind nicht, dafür ist sie viel zu schlau! Wenn es nötig ist, wird Ihr Kleiner mehr trinken. Probieren Sie es mit einem normalen Becher.
Nutzen Sie auch den Blick in die Windel. Sind diese gut nass und ist der Stuhl weich und geformt, dann ist er ausreichend mit Flüssigkeit versorgt.

Sie können also gerne vom Abendfläschchen Abschied nehmen und die Milch aus einer Tasse zum Abendbrot reichen. Im zweiten Lebensjahr reichen insgesamt ohnehin 300 ml Milch inklusive aller anderen Milchprodukte aus, am besten auf 2-3 Portion über den Tag verteilt. In diese Empfehlung werden einberechnet: Die Trinkmilch alleinig oder zum Brot, das Müesli, der Käse auf dem Brot, ein Joghurt zwischendurch.

3.) Die meisten Kinder greifen zwischen 12 und 18 Monate zum ersten Mal zum Besteck und starten die ersten Versuche damit. Also alles im grünen Bereich!
„Versuchen" heißt hier aber nicht, dass das alles von heute auf morgen klappen muss und die Kinder dann schon formvollendet selbstständig essen können. In der Regel schließt sich ein Lernprozess an, in dem Kinder spielerisch üben, sehr viel Hilfestellung und Zeit brauchen und sich dann hauptsächlich durch Nachahmen nach und nach entsprechende Fertigkeiten aneignen.
Gegen Ende des 2. Jahres beherrschen die meisten Kinder erst den Umgang mit Löffel und Gabel, so dass sie damit „einigermaßen“ selbstständig essen könne. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran, lassen Sie Ihren Kleinen beobachten wie Mama Besteck benutzt. Ihr kleiner Mann soll ruhig weiter experimentieren und sein Besteck „begreifen“ dürfen. Alles ganz ohne Erfolgsdruck.

Alles Gute und weiter so!

Herzliche Grüße aus Pfaffenhofen und ein schönes und gesundes neues Jahr wünscht Ihnen,

Annelie Last

von Annelie Last am 07.01.2021

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