Dr. med. Ludger Nohr

Zu viel Frustration?

Antwort von Dr. med. Ludger Nohr

   

Antwort:

Zu viel Frustration?

Liebe Dani,
es sieht so aus, als würde Ihre Tochter deutlich spüren, dass es eine Übergangsphase ist, in der sie alle jetzt sind. Eigenes Bett, abstillen und neue Schwangerschaft sind ja deutliche Hinweise darauf, dass sich gerade etwas ändert. Natürlich versucht Ihre Tochter an ihr Bekanntem festzuhalten, weil Bekanntes meist Sicherheit vermittelt. Trotzdem ist es auch wichtig, dass Sie nur anbieten, was Sie tatsächlich auch geben können und wollen. Und Ihre Tochter muß auch lernen dürfen (durch Ihren Hinweis und Erklärung), dass der Ausschnitt anderer Frauen für sie kein Spielplatz ist. Sie kann es ja nicht wissen, muß es über Sie erfahren. Es hat auch wenig Sinn Handlungen zuzulassen, die Sie nicht möchten, Ihnen unangenehm sind. Sonst entsteht eine unklare Situation (einerseits zulassen, andererseits innerlich ablehnen, sog. double bind ), die seelisch verunsichernd ist. Klares Ja und Nein sind für Kinder viel hilfreicher und langfristig besser erträglich als Unklarheiten. Überprüfen Sie was Sie wirklich anbieten können, damit Ihre Tochter die kommende Situation nicht nur als Mangel oder Distanzierung erlebt. Aber bleiben Sie dabei wohlwollend und klar, es gibt genügend, was für beide passen kann.
Dr.Ludger Nohr

von Dr. med. Ludger Nohr am 09.04.2020

 
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