Ingrid Henkes

Bindung zur Mutter

Antwort von Ingrid Henkes

   

Antwort:

Bindung zur Mutter

Guten Tag,
sicher haben Sie nichts falsch gemacht. Sie haben Ihren Sohn von Beginn an liebevoll umsorgt und er ist ein zufriedenes Baby. Besser geht es eigentlich nicht.

Mit acht Monaten ist Ihr Sohn in der Lage, genauer zwischen Mutter und Vater zu unterscheiden. Damit ist es ihm erstmals möglich, eine Wahl zu treffen. Das geht gar nicht gegen einen Elternteil, sondern es ist das Vergnügen, selber auswählen zu können.
Wenn er dann zu Ihnen zurückkommt, hat er nicht selber gewählt, sondern einer der Eltern. Das ist eine kleine Frustration für ihn, die er aber auch zunehmend zu bewältigen lernen wird.

Es gibt in der Kinderentwicklung keine Notwendigkleit für eine ausgeprägte "Mama-Phase". Vieles ist möglich und in Ordnung. Da helfen Ihnen die Berichte Anderer nicht. Sie können nur auf sich selbst hören und Ihre Beziehung zu Ihrem Sohn.

Ich kann gut verstehen, dass die beschriebene Situation an Ihnen nagt. Sie erleben ein erstes Anzeichen dafür, dass Eltern sein auch immer bedeutet Abschied zu nehmen.
Das tut der guten Beziehung zum Kind keinen Abbruch, aber die Beziehung wird sich immer verändern und die Kinder müssen sich später von den Eltern lösen, um gesunde Erwachsene zu werden.
Bis dahin haben Sie aber noch ein ganzes Kinderleben mit all dem Glück, was es den Eltern schenkt, vor sich.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.
Ingrid Henkes

von Ingrid Henkes am 26.11.2020

 
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