Mitglied inaktiv
Hallo ihr Beiden, nun erst mal herzlichen Dank das es euch gibt und ihr immer so tolle Ratschläge habt. Nun ich habe folgendes Problem, meine Tochter ist nun knapp 6 Monate alt und seid ihrer Geburt wird sie zum Teil gestillt und zum Teil erhielt sie meistens auch noch Folgemilch. Sie hatte immer so bestimmte Phasen, manchmal klappte es ganz gut mit dem Stillen und es war kein zufüttern nötig. Doch immer öfter hat sie meine Brust angeschrien und einfach verweigert. Ich war oft am Rande der Verzweiflung, bis es sich dann so einpendelte, dass ich immer zuerst stillte und dann noch mit Folgemilch zufütterte.Allerdings verweigert sie seit 5 Tagen die Brust wider komplett.Doch so extrem wie bisher war es noch nie und sie trinkt nur noch Folgemilch und erhält Beikost. Wie soll ich nun Verfahren, denn ich habe das Gefühl das sie die Brust nicht mehr annehmen wird.Soll ich nun abstillen? oder lieber abpumpen damit der Milchfluss weitergeht, damit sie vielleicht doch noch irgendwann die Brust nimmt? Lieben Gruß gazibey58
Liebe gazibey58, dein Kind streikt eventuell an der Brust oder es ist saugverwirrt und/oder hat sich zur Flasche hin abgestillt. Am besten wendest Du dich einmal für eine persönliche Beratung an eine Stillberaterin in deiner Nähe. Ich suche dir gerne die nächstgelegene LLL Stillberaterin heraus, wenn Du mir deinen Wohnort mit Postleitzahl angibst. Bis Du eine Kollegin erreichen kannst, hier einige allgemeine Tipps: Du kannst versuchen dein Baby anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Du kannst ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, dränge aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht statt stillzusitzen. Weitere Maßnahmen, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben, sind: im Umhergehen stillen, in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, im Halbdunkeln stillen, im Halbschlaf stillen, das Baby mit der Brust spielen lassen, unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, alle künstlichen Sauger vermeiden (Du kannst die Milch mit einem Becher anbieten), das Baby massieren, viel Körperkontakt (Haut auf Haut), und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. Um deine Milchproduktion aufrecht zu erhalten und zu verhindern, dass die Brust übervoll wird, sollte die Milch ausgestrichen oder abgepumpt werden. Die so gewonnene Milch kann dem Kind mit einer alternativen Fütterungsmethode angeboten werden, z.B. mit einem Becher. Die Flasche ist in dieser Situation nicht unproblematisch, denn es kann passieren, dass sich dein Kind dann ganz zur Flasche hin abstillt. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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