ChristaK
Hallo Frau Welter, ich habe meine Tochter mit zwei Jahren abgestillt nach einer schönen, intensiven Stillzeit. Da wir nicht mehr so gut geschlafen haben, habe ich letztendlich dann doch von einem auf den anderen Tag aufgehört. Das ist nun schon fast ein halbes Jahr her und wir haben beobachten, dass sie seitdem sehr häufig Baby spielen möchte. Mittlerweile verfällt sie sogar in sehr starke Babysprache, obwohl sie eigentlich schon sehr gut sprechen kann. Sobald sie die Brust sieht möchte sie auch kichseln und wieder Baby sein. Wir machen uns Sorgen, dass sie mit dem Abstillen immer noch nicht klar kommt und dadurch in eine Art Regression verfällt? Was können wir tun, um sie zu unterstützen? Leider kann ich ja jetzt nicht wieder zurück zum stillen. Danke und viele Grüße
Liebe ChristaK, ich würde einfach abwarten und dein Kind Baby spielen lassen. Vielleicht war die Umstellung doch zu schnell und dein Kind braucht diesen Abschied noch. Nach dem Abstillen durchlaufen viele Kinder eine Phase, in der sie das Bedürfnis nach Nähe, Geborgenheit und der besonderen „Babyzeit“ wieder aufgreifen. Das Stillen war ja nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern auch Kuscheln, Wärme, Sicherheit, ein Ort der Ruhe und Bindung. Diese Gefühle sind tief verankert – und wenn das Stillen endet, sucht das Kind oft nach neuen Wegen, sich diese Nähe zu holen. Das „Babyspielen“, die Babysprache an der Brust sind in meinen Augen Ausdruck des Bedürfnisses: „Ich möchte nochmal spüren, dass Mama und ich verbunden sind, auch ohne Milch.“ Gib deinem Baby viel Nähe und Körperkontakt, bleibe aber konsequent dabei, dass die Stillzeit vorbei ist. Du wirst sehen, auch diese Phase geht vorüber. Ganz liebe Grüße Biggi
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