Mitglied inaktiv
Ich habe zuwenig Milch. Zumindest denke ich das. Meine Brust ist sogar nach 4 h warten nicht so voll, dass die Kleine zügig genug zu sich nimmt. Ich habe sie vor und nach dem Stillen gewogen - ca. 60 - 80 ml nur. Ich trinke jeden Tag eine große Tasse Milchbildungstee und insgesamt ca. 3 l Flüssigkeit. Ausserdem gönne ich mir Ruhe und fühle mich eigentlich gut. Was kann ich noch machen, denn die Kleine nimmt sonst nicht genug zu und ich müsste zufüttern. Danke für die Antworten, Nicole
? Liebe Silvery, weiche Brüste sind kein Beleg für zu wenig Milch und eine Menge von 60 bis 80 g Muttermilch pro Stillzeit sind nicht ungewöhnlich niedrig, vor allem dann nicht, wenn es sich um ein junges Baby handelt. Es müsste jetzt zunächst einmal festgestellt werden, ob das Baby wirklich nicht genügend zunimmt und wenn ja, warum. Oftmals liegt eine unzureichende Zunahme an einem falschen Stillmanagement und/oder an einer ungünstigen Anlegetechnik und nicht korrektem Saugen des Kindes. Ich kann Ihnen deshalb nur dringend empfehlen, sich so schnell wie möglich an eine Stillberaterin in Ihrer Nähe zu wenden, die sich anschauen kann, wie die Kleine trinkt und wie sie angelegt ist und mit Ihnen in aller Ruhe bespricht, wie oft Sie das Kind anlegen und was Sie tun können, um die Gewichtszunahme bei Bedarf zu verbessern. Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. Bis Sie eine Kollegin erreichen können, hier einige allgemeine Tipps zur Steigerung der Milchmenge: Oberste Regel: Häufiges Anlegen und ein gut saugendes Kind stimulieren die Brust zu mehr Milchbildung. Deshalb sollten Sie Ihr Baby in den nächsten Tagen oft anlegen. Etwa alle zwei Stunden (jeweils vom Beginn der letzten Mahlzeit bis zum Beginn der nächsten Mahlzeit gerechnet) und vermeiden Sie den Schnuller. Der Schnuller befriedigt das Saugbedürfnis ihres Kindes, ohne dass es dabei Nahrung erhält. Bei einen wenig zunehmenden Kind ist dies nicht günstig. Um das Interesse Ihres Babys an der Brust wachzuhalten, können Sie es mit Wechselstillen versuchen. Beim Wechselstillen legen Sie Ihr Baby an und stillen es, solange es wirkungsvoll saugt, d.h. es schluckt nach jeder oder jeder zweiten Saugbewegung. Sobald es seltener schluckt, nehmen Sie es sanft von der Brust (vergessen Sie nicht den Saugschluss zu lösen) und lassen es aufstoßen, streicheln seine Fußsohlen oder massieren es sanft entlang der Wirbelsäule, um seine Aufmerksamkeit zu wecken. Dann wird es an der anderen Brust angelegt und wieder gestillt, so lange es wirkungsvoll saugt. Schluckt es wieder seltener, wird es zurück an die erste Brust gelegt, nachdem Sie es wieder etwas ermuntert haben. Dieses „Wecken und Wechseln" wird zwanzig bis dreißig Minuten lang ausgeführt, tagsüber alle zwei Stunden und nachts mindestens alle vier Stunden. Nach ein paar Tagen sollte eine Gewichtszunahme bei Ihrem Baby feststellbar sein. Um die Milchproduktion zu steigern kann außerdem zusätzliches Pumpen sinnvoll sein. Am besten wäre es, wenn Ihnen eine Stillberaterin vor Ort das Abpumpen genau erklärt und Ihnen zeigt wie Sie die Brust massieren können. Achten Sie darauf, dass SIE so viel Ruhe und Erholung wie möglich bekommen (am besten legen Sie sich zusammen mit Ihrem Baby ins Bett) und sich möglichst ausgewogen und ausreichend ernähren. Kohlenhydratreiche Nahrung wirkt sich positiv auf die Milchmenge aus. Trinken Sie entsprechend Ihrem Durstgefühl. Sie müssen keinen Milchbildungstee trinken und wenn Sie ihn trinken wollen, dann bitte nicht mehr als zwei bis drei Tassen täglich, mehr kann Bauchprobleme bei den Kindern verursachen. Eine übermäßige Flüssigkeitszufuhr wirkt sich nicht positiv auf die Milchbildung aus, im Gegenteil. Sie trinken genügend, wenn Sie sich nicht ausgedörrt fühlen, wenn Ihr Urin hell ist und Sie keine Verstopfung bekommen. Bieten Sie bei jeder Mahlzeit beide Brüste an. Dadurch das Baby wirklich die gesamte vorhandene Milch bekommt und die Milchproduktion in beiden Seiten angeregt wird. Achten Sie auf eine korrekte Stillhaltung und richtiges Ansaugen Ihres Babys. Das Baby darf nicht nur die Spitze der Brustwarze in den Mund nehmen. Seine Lippen müssen auf dem Warzenhof aufliegen. Nicht selten liegt es an einer ungünstigen Saugtechnik des Babys, wenn die Milchmenge nicht ausreicht ist. Scheuen Sie sich wirklich nicht, eine Stillberaterin anzurufen. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Mitglied inaktiv
bei mir hat malzbier und alkoholfreies bier viel bewirkt, außerdem mußt du genug kalorien zu dir nehmen, hm, ansonsten kannst du sie öfter anlegen, dann produziert dein körper auch mehr- mehr weiß ich nicht :-)
Mitglied inaktiv
hi, ich hab´s zwar nicht ausprobiert, aber gehoert, dass man auch zuviel trinken kann. Dann wird ein milchbildendes Hormon im Koerper verduennt oder ausgewemmt. Probiers mal mit 2l am Tag, das reicht ja auch. *wink* harmony
Mitglied inaktiv
Hat deine Tochter denn irgendwann am Tag eine Zeit, wo sie zwischen zwei Stillmahlzeiten sicher eine Zeit lang nichts braucht? Wenn ja - trink doch mal ein kleines bißchen Sekt! Kurz nach dem Stillen, dann ist der Alkohol bis zur nächsten Stillmahlzeit wieder weg. Ich habe kürzlich, als wir Gäste hatten, mit einem winzigen Schluck Sekt mit angestoßen (höchstens 2 cm hoch Sekt in einem normalen schmalen Sektglas) - ich hatte beim nächsten Stillen das Gefühl, dass ich fast platze! Meine Kleine fühlte sich wahrscheinlich wie im Schlaraffenland, sie kam kaum mit Schlucken nach...
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