Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Zuviel Milch

Frage: Zuviel Milch

Mitglied inaktiv

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Liebe Biggi! Wenn ich meinen Sohn stillen soll, sind meine Brüste oft sehr prall und beinhalten soviel Milch, dass diese ihm einfach nur so in den Mund spritzt. Durch diese grosse Menge muss Pascal hastig trinken. Das hat zur Folge, dass er nicht nur zusätzlich Luft schluckt, sondern auch sehr unruhig wird, sobald die Milch nicht mehr in rauhen Mengen fliesst und er sich ein wenig anstrengen muss. Nun zu meiner Frage: die Mütterberaterin hat mir gesagt, ich solle vor dem Stillen etwas Milch aus der Brust streichen. Dies habe ich gemacht, und der Erfolg war schnell ersichtlich. Mein Problem aber nun ist, was soll ich machen, wenn ich unterwegs bin? Oder wie soll ich das Ausstreichen in der Nacht bewerkstelligen, wenn Pascal schreiend vor Hunger aufwacht? Wäre es denn eine Lösung, wenn ich meine Milchmenge auf natürliche Weise, d.h. mit Pfefferminz- oder Salbeitee, etwas reduziere? Vielen Dank für deine Hilfe! Suzi & Pascal


Biggi Welter

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? Liebe Suzi, der Tipp der Mütterberaterin war gar nicht schlecht. Es kann sehr sinnvoll sein, die Milch, die bei einem starken Milchspendereflex regelrecht aus der Brust „schießt" zunächst einmal abfließen zu lassen (zum Beispiel in eine Stoffwindel oder ein kleines Handtuch, das Du dir hinlegst) und das Baby dann erneut anzulegen. Eine weitere Möglichkeit ist das „Berg-auf-Stillen". Dazu hältst Du Dein Baby so, dass sein Kopf, Nacken und Hals höher liegen als Deine Brustwarze. Beim Stillen mit dem Rückengriff lehnst Du Dich dabei nach hinten, beim Wiegengriff stützt Du Dein Baby von unten mit zwei Kissen in Deinem Schoß und lehnst Dich, möglichst in einem bequemen Sessel sitzend, zurück. Weitere Möglichkeiten einem starken Milchspendereflex zu begegnen sind: - erhöhe die Häufigkeit der Stillmahlzeiten. Dadurch verringert sich die Menge der gestauten Milch in den Milchseen und damit die Milchmenge, die während des Milchspendereflexes freigegeben wird. Wenn Du die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten vergrößerst , verschlimmert sich das Problem noch weiter. - biete nur eine Brust pro Mahlzeit an. Diese Vorgehensweise kann durchaus hilfreich sein, obwohl es nicht zu dem passt, was üblicherweise gesagt wird. Aber das Ziel ist es die Brust weniger zu stimulieren. Wenn dein Baby quengelt und oft trinken möchte, kann es nötig sein, dass Du ihm mehrere Male diesselbe Brust über einen Zeitraum von zwei bis drei Stunden anbietest, bevor Du die Seite wechselst. Wenn sich die zweite Brust zwischendrin zu voll anfühlt oder spannt, solltest Du gerade soviel Milch ausstreichen, dass Du dich wohlfühlst, um die Milchproduktion nicht zu sehr anzuregen. - stille dein Baby wenn es gerade wach geworden ist. Es wird dann eventuell nicht so stark saugen, wie wenn es richtig wach und hungrig ist. Wenn das Baby weniger intensiv saugt, ist häufig auch der Milchspendereflex weniger stark. - versuche verschiedene Stillpositionen (auch das oben beschriebene Berg-auf-Stillen) Eventuell kann dein Baby auch schon an deiner Brust trinken während es auf deinem Bauch liegt. So könntest Du dann im Liegen stillen und das Baby anschließend auf deinem Bauch einschlafen lassen.) - lass das Baby oft aufstoßen. - vermeide den Gebrauch von künstlichen Saugern und Schnuller. Mit dem Schnuller lässt sich ein Baby vielleicht hinhalten, aber es bleibt hungrig. Die Milch wird dann um so mehr mit Macht herausschießen, vor allem je mehr das ausgehungerte Baby kräftig saugen wird. Probier das mal aus. LLLiebe Grüße Biggi


Mitglied inaktiv

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Hallo, Suzi! Die Milchmenge wird sich sicherlich von alleine auf den Bedarf anpassen. War bei mir auch so! Ich habe es so gemacht: Das Baby angelegt, bis die Milch spritzt. Dann die auslaufende Milch in ein Handtuch laufen lassen, das geht sehr diskret, auch unterwegs. Und dann wieder angelegt. Alles Gute, Melli


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