Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Wird meine Milch immer weniger?

Frage: Wird meine Milch immer weniger?

DaniBlue

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Liebe Frau Welter, vielleicht können Sie mir weiter helfen. Mein Sohn ist 8 Wochen alt. Ich stille ihn voll. Er nimmt prächtig zu, Geburtsgewicht 3.160 und jetzt 5.500. Seit den letzten Wochen habe ich das Gefühl, dass meine Milch weniger wird. Die Brüste sind kleiner und zusätzlich beschwert sich mein Kleiner an der Brust, weil er nicht genug bekommt. Ist die Brust mal schön voll (was immer weniger vorkommt) saugt er sehr schnell das raus, was er braucht. Ist sie weniger voll, beschwert er sich, manchmal resigniert er total. Wenn ich Glück habe, ist es trotzdem ok für ihn und er ist dann eben sehr lange 30-40 min an der Brust, bis er zufrieden ist. Ich mache dann Wechselstillen. Bis vor 3 Wochen habe ich das gar nicht gemacht, sondern immer nur eine Brust gegeben, das hat vollkommen gereicht. Ist das nicht ein Indiz, dass ich nun weniger Milch in jeder Brust habe? Ich sehe auch, dass er saugt und nach kurzer Zeit wirklich nichts groß kommt bzw. das Schluckgeräusch mini ist im Vergleich zu einer volleren Brust. Die ersten Wochen habe ich 10-12 Mal gestillt. Jetzt sind es 7-8 Mal, also eher alle 2,5 bis 3 Stunden, da er nachts dann auch mal 4 bis 5 Stunden schläft. Ich bin sehr froh, dass ich nachts etwas mehr schlafen kann, da mich der 2-Stunden-Rhythmus nachts richtig fertig gemacht hat. Leider ist er meistens nicht perfekt angelegt. Ich habe schon alls probiert mit Hebamme und Stillberatung. Wir haben viel bezüglich Anlegen und Positionen versucht. Aber letztlich haben sie ihn auch nicht dazu bringen können, den Mund besser aufzumachen.Schmerzen sind noch da, aber weniger als am Anfang. Zungenbändchen ist ok. Flasche und Schnuller nimmt er übrigens nicht. Ich dachte es kann nicht schaden, wenn ich etwas pumpe (Handpumpe) nach dem Stillen, um die Brust richtig zu entleeren. Dann bekomme ich an beiden Brüste 60-90 ml raus. Ist es richtig, das zu machen? Hätte er das nicht auch selbst rausbekommen müssen? Seine Gewichtszunahme wird jede Woche etwas weniger, wäre das auch ein Zeichen für weniger Milch? Meine Hebamme meint ich hätte nicht zu wenig Milch. Für mich ist es aber richtig schlimm, wenn er sich an der Brust beschwert und weint. Nachts wird meine Brust meist wieder voller und gegen Abend immer leerer. Für mich überhaupt kein gutes Gefühl, ihn an eine leere Brust andocken zu müssen. Meine Angst ist groß, dass es nun jede Woche weniger wird und er gar keine Lust mehr auf die Brust hat. Herzlichen Dank für Ihre Einschätzung Dani


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Dani, eine weiche oder nicht mehr tropfende Brust ist kein Hinweis auf zu wenig Milch. Es ist absolut normal, dass die Brust nach einiger Zeit wieder weich und bei manchen Frauen auch wieder kleiner wird und nicht mehr ausläuft. Das ist eher ein Zeichen, dass sich die Stillbeziehung eingespielt hat, aber nicht, dass die Milchmenge zurückgegangen ist. Die Vorstellung, dass die Brust (ähnlich wie eine Flasche) nach dem Stillen leer ist und erst wieder aufgefüllt werden muss, ist so nicht richtig. Zwar wird zwischen den Stillmahlzeiten Milch produziert, der Hauptanteil der Milch wird jedoch erst während des Stillens gebildet. Das Saugen des Kindes gibt das entsprechende Signal zur Milchbildung, der Milchspendereflex wird dann ausgelöst. Deshalb ist es auch falsch zwischen den Stilmahlzeiten eine längere Pause einzulegen, damit sich die Milch in der Brust sammelt, sondern es muss häufiger angelegt werden, um die Milchmenge zu steigern. Vielleicht magst du ja ein paar „Stilltage“ einlegen, das heißt du legst dich mit deinem Baby ins Bett und kümmerst dich ausschließlich um dein Baby und das Stillen. Wenn du sehr besorgt bist, kannst du auch Muttermilchsahne geben.
Du streichst dazu Milch aus oder pumpst sie ab, gibst sie dann in 10 ml Spritzen und stellst sie dann kopfüber in ein Glas t (also mit der Spitze nach unten). Lass aber ein bisschen Luft, denn die Schwerkraft wird den Kolben vielleicht etwas weiter in die Spritze drücken... Oben auf der Milch wird sich eine Fettschicht absetzen, der Muttermilchrahm. Nach ca. 2 Stunden kannst du den wässrigen unteren Teil der Milch ausdrücken und Deinem Kind die verbleibende Sahne in den Mund träufeln.
Du wirst sehen, damit wird dein Baby bald einen Schub machen. Bezüglich der Saugprobleme solltest du dich unbedingt an eine ausgebildete Still- und Laktationsberaterin IBCLB wenden. Schau mal unter: http://www.bdl-stillen.de Alles Gute, ich hoffe, ich konnte dir ein wenig Angst nehmen. Lieben Gruß Biggi


DaniBlue

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Vielen Dank für die hilfreichen Tipps! Werde noch mal nach Unterstützung bzgl. Anlegen schauen.


DaniBlue

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Guten Morgen jetzt hab ich leider (wahrscheinlich durch das zusätzliche Pumpen) eine rechte sehr pralle Brust die im oberen rechten Teil sehr schmerzt. Darf ich ihn da noch anlegen oder verstärkt es das Überangebot? Habe schon massiert und ausgestrichen mit Wärme auch das tut sehr weh. Was wäre das beste Vorgehen jetzt? Vielen Dank im Voraus für Ihre Rückmeldung


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Dani, ja, lege unbedingt an, keine Pumpe der Welt saugt so gut wie ein Baby. Du kannst vor dem Stillen die Brust wäre und danach kühlen. Und ruhe dich aus!!! Bitte melde dich morgen, wie es dir geht! Lieben Gruß Biggi


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