Mitglied inaktiv
Hallo ich habe eine Frage . Unser Sohn ist am 21.05. mit 3600 Gramm geboren . Ist dann runter auf 3400 Gramm und hatte heute 4900 Gramm . Also die Zunahme ist mehr wie gut . Trotzdem klappt es irgendwie meiner Meinung nach nicht richtig mit dem Stillen . Ich stille nämlich fast nur . Ich habe nie das Gefühl das er wirklich richtig zufrieden ist nach dem Stillen . Manchmal ja ,aber größtenteils Nein . Da kann ich die Dauerstillerei nur mit dem Tragetuch durchbrechen. Ich gehe so langsam auf dem Zahnfleisch -Nein ich kann so langsam nicht mehr . Ich habe immer im Hinterkopf das er nicjt satt wird . Er zeigt auch gerade zum Nachmittag und Abend deutliche Hungerzeichen wie Faust in den Mund , suchen, mit der Zunge spielen etc . Ich würde so gerne Voll Stillen aber so langsam bin ich mit dieser Dauerstillerei Überfordert. Vor allem weil ich auch meine 3 Jährige Tochter versorgen muss. Also jetzt meine Frage . Ist das eine Phase , hört das auf ? Oder hat mein Kind wirklich trotz der guten Zunahme Hunger ? Die Hebamme meinte das kann kein Hunger sein und wenn ich Zufüttern würde , dann würde ich ihn Überfüttern . Ich habe keine Ahnung was ich machen soll . Liebe Grüße Lenecken
Liebe Lenecken, der „regelmäßige Rhythmus" ist eine Illusion, den es in der Regel nicht viel häufiger gibt als weiße Einhörner und die oft verzweifelten jungen Mütter jagen einem Ideal aus Hochglanzbroschüren hinterher, das mit der Realität wenig zu tun hat. Ein Baby sollte nach Bedarf gestillt werden. Alle Stillexperten sind sich einige, dass Stillen nach Bedarf für Mutter und Kind am besten ist. So wird sichergestellt, dass das Baby die Nahrung, die es braucht, genau dann bekommt, wenn es sie braucht und sich das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage einstellen kann. Während eines Wachstumsschubs kann es durchaus sein, dass ein Baby alle Stunde an die Brust möchte. Es gibt keinen Grund einen Mindestabstand zwischen zwei Stillmahlzeiten einzuhalten. Im Extremfall kann das „Hinhalten" des Babys zu Gedeihstörungen führen. All die Erzählungen von einem bestimmten Rhythmus eines Babys sind schlicht und ergreifend falsch. Muttermilch ist innerhalb von 60 bis 90 Minuten verdaut und der Organismus eines Babys ist auf häufige Mahlzeiten eingestellt. So kleine Babys wollen im Schnitt zwischen acht und zwölf Mal innerhalb von 24 Stunden gestillt werden. Im Schnitt heißt, es gibt Babys die seltener nach der Brust verlangen (eher wenige Babys) und es gibt Babys, die häufiger an die Brust wollen (die Mehrzahl). Nun ist es jedoch nicht so, dass ein Kind zügig zwanzig Minuten trinkt und sich dann nach drei Stunden das nächste Mal rührt, sondern es kommt immer wieder zu Stillepisoden, die so ablaufen: das Kind trinkt eine kurze Weile, hört auf, döst vielleicht sogar weg und beginnt erneut kurz zu trinken usw. Dieses Verhalten heißt Clusterfeeding und ist absolut normal für kleine Babys. Besonders gehäuft treten diese Stillepisoden am Nachmittag und Abend auf, wie überhaupt die Abstände zwischen den Stillzeiten im Verlauf des Tages immer kürzer werden. Dazu kommt, dass in bestimmten Altersstufen Wachstumsschübe zu erwarten sind, in denen die Baby manchmal schier ununterbrochen an die Brust wollen. Wird in dieser Situation zugefüttert, wird der Brust kein erhöhter Bedarf signalisiert und die Milchmenge kann sich auch nicht auf den erhöhten Bedarf einstellen. Das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage wird gestört und es kann der Beginn eines unfreiwilligen Abstillens sein. Darum raten wir erst dann zur Gabe von künstlicher Milch, wenn keine andere Maßnahme geholfen hat - oder das Kind deutlich zu wenig zugenommen hat! Die Abstände können mit der Zeit durchaus länger werden, eine Garantie gibt es leider nicht. Wie wäre es, wenn Du während dem Stillen ein Buch vorliest? Mir persönlich gefällt das Buch "Ich will auch Geschwister haben" von Astrid Lindgren für diesen Zweck sehr gut. Ein Buch, das sich vor allem auch mit dem Thema Stillen beschäftigt und mit liebevoll gezeichneten Bilder aus der Sicht des größeren Bruders vom Auf die Welt kommen, dem Stillen und Tragen erzählt ist "Busi sagte Henriette" von Edith Seitz. "Busi sagt Henriette bekommst Du im Buchhandel (Edition buntehunde, ISBN 3 934941 03 6). Weitere Tipps für die Zeit nach der Geburt: o dem älteren Kind eine Babypuppe schenken, (oder sie ihr von dem Baby schenken lassen), die es ebenfalls versorgen und stillen kann. Außerdem kann das ältere Kind in die Versorgung des Babys miteinbezogen werden (es kann die Windeln reichen, den Po eincremen ...). Entscheidend ist, dass sie sich wichtig fühlt und weniger zurückgesetzt durch das Baby. o dem älteren Kind erlauben wieder klein zu sein, eben auch ein Baby, und es, wenn das Baby schläft, ein bisschen herumtragen, mit ihm ausgiebig kuscheln usw. Der oft geäußerte Spruch "Du bist jetzt schon so groß" führt bei manchen Kindern gerade zum Gegenteil dessen, was man erreichen wollte, denn "groß sein" bedeutet nach Auffassung des Kindes, dass es jetzt nicht mehr so wichtig ist. (Ich weiß, dass dies objektiv nicht so ist, aber das Kind kann es so empfinden). o ein Tragetuch verwenden. Mit dem Baby im Tuch, ist mindestens eine Hand frei für das ältere Kind (bei einem korrekt gebundenen Tuch). So kann die Mutter sich mit dem älteren Kind beschäftigen und gleichzeitig auf das Bedürfnis des Babys nach Nähe und Körperkontakt eingehen. Das Baby ist mit dabei, schläft wahrscheinlich sogar recht gut und es wird Freiraum für das Große gewonnen. Viele Mütter machen die Stillzeit mit dem Baby zu einer gemütlichen Kuschel- und Lesestunde für das größere Kind. Mit etwas Übung kann das Baby beim Stillen mit einem Arm gehalten werden und in den anderen Arm kann sich das größere Kind mit einem Bilderbuch o.Ä. kuscheln. Das ältere Kind kann das Buch so halten, dass die Mutter darin lesen kann oder mit ihm die Bilder anschauen und außerdem bekommt es die wichtige Aufgabe, die Seiten umzublättern. So weiß dein Kind, dass es wichtig ist und wird nicht mehr so versessen darauf sein, an die Brut zu dürfen. Eine andere Möglichkeit die Stillzeiten für das große Kind zu etwas besonderem zu machen ist eine "Stillkiste" (der Begriff stammt von einer meiner Gruppenmütter). In dieser Kiste sind besondere Dinge (z.B. ganz spezielle Stifte und glänzende Papierbögen, bunte Perlen, die zu Ketten aufgereiht werden können, ein Spielzeugauto je nachdem, was für das Kind besonders attraktiv sein kann), die nur zu den Stillzeiten benutzt werden dürfen. Ich kann Dir gerne empfehlen, einmal ein Stillgruppentreffen zu besuchen. Viele Unsicherheiten lassen sich im direkten Gespräch sehr viel besser ausräumen und der Austausch mit anderen stillenden Müttern kann sehr ermutigend sein und vor allem wirst Du sehen und erleben, dass sich andere Babys genau so verhalten wie Dein kleines Menschlein. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße Biggi
Mitglied inaktiv
Vielen Dank für die Antwort . Ich versuche son gut es geht alles unter einen Hut zu bekommen . Aber es ist wirklich immer eine große Herausforderung für mich . Vor allem weil meine große auxh ein ziemlicher Haudegen ist . Ich sitze mit ihr im Zimmer und spiele während ich stille etc. Das Babys keinen Rhytmus haben und ständig an die Brust wollen weiß ich auch . Meine Tochter war da ganz ähnlich . Nur wsr bei ihr der Unterschied das sie nach dem Stillen zufrieden war . Ich habe sie 16 Monate gestillt .Mein Sohn zeigt aber einfach deutlich Hungerzeichen und das verunsichert mich so extrem . Gibt es sowas wie ein Limit was die Brust an Milch produzieren kann ? Könnte es sein , dass mein Sohn auch aufgrund der Gewichtszunahme so einen hohen Bedarf an Milch hat das ich diesen nicht decken kann ? Gibt es das ? Ich bin wirklich sehr verunsichert . LG Lenecken
Kristina Wrede
Liebe Lenecken, was es hin und wieder gibt ist, dass ein Baby ein sehr sehr großes Saugbedürfnis hat, das es allein durchs Stillen nicht befriedigen kann. In solch einem Fall kann der Einsatz eines Schnullers ausnahmensweise sinnvoll sein... Lieben Gruß Kristina
Mitglied inaktiv
Hallo , auf die Idee mit dem Schnuller bin ich auch schon gekommen . Leider findet mein Sohn diese Idee nicht annähernd so toll wie seine Mama . Ich habe jetzt gkaube ich von JEDER Marke Schnuller hier aber er akzeptiert keinen . Sogar einen sogenannten Stillschnuller habe ich für über 10 Euro gekauft in der Hoffnung das er diesen nimmt . Haben Sie vielleicht noch einen Tipp wie man einem Stillkind einen Schnuller angewöhnen kann ? Liebe Grüße Leneken
Kristina Wrede
Liebe Leneken, es hilft in erster Linie eines: viel Geduld und Gelassenheit... Manches braucht seine Zeit... und vielleicht entdeckt dein Kleiner auch etwas anderes, an dem er saugen kann, z.B. einen Finger, ein "Schnuffeltuch" (gut gespült, damit keine Waschmittelreste mitgenuckelt werden)? Lieben Gruß, Kristina
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