Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

wieviel Milch zusätzlich zum ersten Brei

Frage: wieviel Milch zusätzlich zum ersten Brei

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Hallo, meine Tochter Lisa ist jetzt 15 Wochen alt. (Frühchen 7 Wochen zu zeitig) Ich möchte mit Beginn des 5. Monats mit Beikost beginnen, da meine Milch immer weniger wird und sie auch von der künstlichen Nahrung nicht mehr so recht satt wird. Meine Frage: Wieviel Milch muß sie im direkten Anschluß an den Brei noch trinken? Sie wiegt 5500 g und trinkt derzeit 5-6 Mahlzeiten mit insgesamt ca. 700-800 ml pro Tag. Ist das zu wenig? Da Lisa meist abends nich satt zu bekommen ist, ist es möglich auch abends denn ersten Brei zu geben? Danke. Anja


Biggi Welter

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? Liebe Anja, auch bei einem Frühchen ist es nicht möglich eine exakte Mengenangabe zu machen, wie viel das Baby mit 15 Wochen aufs Gram genau trinken muss. Es gibt Anhaltspunkte (etwa die Faustregel ein Sechstel des Körpergewichtes), doch letztlich muss das Kind beobachtet werden und sein Gedeihen. Was ich allerdings nicht ganz verstehe ist Ihre Aussage, dass Ihr Kind von der Muttermilch und der künstlichen Säuglingsnahrung nicht satt würde. Da Ihre Tochter mit 700 bis 800 ml pro Tag nicht unbedingt sehr viel trinkt, könnten Sie ihr doch einfach mehr anbieten, wenn Sie den Eindruck haben, dass das Kind mit dieser Menge nicht satt ist. Oder könnte es sein, dass Sie Unruhe immer mit Hunger gleichsetzen? Nicht jedes Unruhe und jedes Quengeln eines Baby bedeuten Hunger. Man kann eine Faustregel aufstellen, dass ein Baby mit sieben Monaten eine bis zwei zusätzliche Beikostmahlzeiten ergänzend zur Muttermilch bekommt, mit acht Monaten zwei bis drei, mit neun Monaten zwei bis vier, mit zehn Monaten vier und mit zehn bis zwölf Monaten drei bis fünf. Daneben kann und darf es so oft gestillt werden, wie es möchte. Mit sieben bis neun Monaten braucht das Kind noch mindestens drei Milchmahlzeiten, mit zehn bis zwölf Monaten noch mindestens zwei. Wird das Kind ausreichen häufig gestillt, braucht es keine andere Milchnahrung und auch keinen Milchbrei oder Flaschennahrung. Die Frühgeburtlichkeit wird in Bezug auf die Ernährung nur dahingehend berücksichtigt, dass das Kind unter Umständen FRÜHER Beikost benötigt als ein reif geborenes Kind, da die Eisenspeicher eines Frühchens nicht immer ausreichen und dann vorzeitig beigefüttert werden muss, um einen Eisenmangel zu verhindern. Doch auch hier kann keine allgemeingültige Aussage getroffen werden und es muss immer das einzelne Kind angeschaut werden, ob die Einführung der festen Kost bereits vor Ablauf der ersten sechs Monate sinnvoll ist oder nicht. Sprechen Sie deshalb am besten einmal mit Ihrer Kinderärztin/arzt, was für Ihr Baby die empfehlenswerte Vorgehensweise ist. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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