Aral
Liebe Biggi, ich lese aufmerksam deine Erklärungen und bisher hätte ich selbst nie gedacht, dass ich in die Situation gerate selbst eine Frage aufzustellen. Ich bin 32 Jahre alt. Meine Tochter ist 9 Monate alt. Sie wird noch ca. 4 mal gestillt. Überwiegend nachts und einmal am Morgen. Sie wurde pro Mahlzeit immer an einer Brust gestillt, wobei ich die Linke aufgrund der Schwellung manchmal häufiger nutze. Bis auf den Gemüsebrei isst sie ihren Brei ganz gut. Beim Gemüsebrei sind es höchstens 100g. Ich war gestern zur Biopsie meiner linken Brust. Der Arzt sagte mir bereits, dass es sehr schlecht aussieht und ich definitiv abstillen sollte, weil eine schnelle OP unvermeidbar wäre. Der Knoten in meiner Brust ist sehr groß und auch der Lymphknoten ist angeschwollen. Die wahrscheinlich, dass es ein bösartiger Krebs ist, ist dazu noch sehr hoch. Aus der linken Brust kommt nach der Biopsie auch noch die ganze Zeit Blut. Meine Kleine nahm bisher keinen Schnuller, Sie ist durch und durch ein Brustkind. Ich weiß nicht, wie ich das abstillen schaffen soll, Ich habe sie nun an meine rechte Brust gelegt. Die linke Brust ist so schwer und ich hab schon mehrmals ausgestrichen. Ich hab große Angst. Vor allem auch davor, dass sich diese Brust zusätzlich zum knoten entzündet. Ich bitte dringend um Rat. Liebe Grüße von einer verzweifelten, tieftraurigen Mama.
Liebe Aral, ich kann Dich so so so gut verstehen, ich bin selbst betroffen gewesen und kenne den Schock und die Angst. Wenn es tatsächlich ein bösartiger Knoten ist, dann steht Dir eine OP und weitere Therapien bevor und Du musst leider tatsächlich abstillen. Sicherlich ist das abrupte Abstillen für Euch beide sehr schmerzlich, aber Dein Kind wird das schaffen, denn es spürt Deine Liebe, die Du ihm schenkst. Deine Tochter wird die Situation mit Dir an ihrer Seite verkraften und je mehr Du jetzt mit ihr kuschelst, umso leichter wird es ihr fallen. Und Deine Tränen musst Du nicht verstecken, Dein Baby spürt Deine Angst und Trauer sowieso und wird damit leben lernen. Glaub mir bitte, dass ich diese Zeilen nicht leichtfertig schreibe, ich weiß, wie sehr Angst uns belasten kann. Ich war selbst erst 41, als ich Diagnose Brustkrebs bekam und die Angst, meine Kinder nicht aufwachsen sehen zu dürfen, war schlimmer als jede Therapie. Trotzdem sind die Kinder heute ziemlich normal ;-). Sicherlich hatten sie keine leichte Kindheit und haben viel Angst um mich gehabt, aber wir haben es geschafft zusammen. Bitte hole Dir Hilfe, geh zu einem Psychologen und nimm jede Hilfe an, die Dir angeboten wird. Wenn Du jemanden zum Reden brauchst, dann rufe mich an, ich kann Dir nicht viel helfen, aber ich kann Dir zuhören und für Dich da sein. Es kann eine ganze Weile dauern, bis die Milch versiegt, Du solltest auf alle Fälle ausstreichen oder abpumpen, sobald die Brust spannt. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Danach kannst du die Brust kühlen. Die Erfahrung zeigt, dass es beim Abstillen hilfreich sein kann, wenn die Frau den Salzkonsum einschränkt. Keinesfalls einschränken solltest Du Deine Trinkmenge. Du solltest Dich weiterhin nach dem Durstgefühl richten. Ehe sich die Milchmenge durch eine Verringerung der Flüssigkeitszufuhr vermindern würde, bekämst Du massive Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen. Die Empfehlung die Trinkmenge zu reduzieren gehört wirklich endgültig in die Mottenkiste der nicht ratsamen Tipps. Es gibt auch andere naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Du Dich hierfür interessierst, wende Dich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme. Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mich anrufst, ich bin gerne für Dich da. Liebe Grüße, sei fest umarmt Biggi
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