Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, erstmal vielen Dank für Deine und Eure tolle Arbeit in diesem Forum! Ich war schon häufiger ganz verunsichert, ob ich unseren Spatz nicht doch „verwöhne“ und „abhängig“ mache, weil ich ihn nie weinen lasse, er bei uns im Bett schläft etc.. Viele schauen da auf mich herab, als hätte ich einfach nicht genug Nerven, um mein Kind "richtig zu erziehen". Es tut so gut bei Euch lesen, dass es auch anders geht! Ich habe zwei Fragen. Unser Nachwuchs ist jetzt knapp 8 Monate alt, ich stille ihn noch voll. 1) Tagsüber schläft der Kleine auch mal ohne Brust ein, abends und nachts schläft er jedoch fast ausschließlich beim Stillen ein. Momentan finde ich das super so. Ich mache mir aber etwas Sorgen, wie das später wird. Wenn wir z.B. ein 2. Kind bekommen, könnte ich dann beide stillen? Oder trinkt er dann seinem Geschwisterkind das Kolostrum weg? Außerdem muss ich auch irgendwann wieder Spät- und Nachtdienste machen. Wie lange wollen und brauchen Kinder denn nach Deiner Erfahrung durchschnittlich die Brust? 2) Da unser Spatz immer so eifrig mitgeschmatzt hat, wenn wir aßen und so interessiert an unserem Essen war, haben wir ihm schon mit knapp 5 Monaten die erste Beikost angeboten, die er aber nicht wollte. Seitdem haben wir es alle ein bis zwei Wochen mit unterschiedlichem Obst und Gemüse versucht, wollte er alles nicht essen. Er will aber weiterhin alles anknabbern, was er in die Finger bekommen kann. Wenn er es im Mund hat, speichelt er es dann sorgfältig bis auf den letzten Krümel wieder hinaus. Das ist ja prinzipiell nicht schlimm, ich habe ja genug Milch. Ich frage mich nur, wie wir weiter vorgehen sollen. Sollen wir ihn einfach kosten lassen, was wir essen, wenn er das möchte, solange bis er mal was richtig isst? (Natürlich nur, wenn es altersentsprechend etc. ist.) Oder ist das dann zu durcheinander für ihn? Und was ist mit trinken? Kann ich ihm Tee oder Wasser zusätzlich zur Milch geben? Vielen Dank schon mal! Ganz liebe Grüße, Katrin
Liebe Katrin, auch wenn Du später Nachtschicht hast und dein Kind noch stillen würde, wäre es dann alt genug, um zu verstehen, dass Du arbeiten musst. Ich kenne unzählige Mütter, die in der Nacht arbeiten und dann eben in dieser Zeit nicht stillen können. Auch ein weiteres Baby muss kein Abstillgrund sein. Die Zusammensetzung der Muttermilch richtet sich immer nach dem jüngsten Kind, das heißt bis zur Geburt wird wieder Kolostrum gebildet. Der Milcheinschuss und die Umwandlung des Kolostrums in reife Muttermilch werden genau so verlaufen wie nach jeder Geburt. Deine Milch würde sich in den nächsten Wochen und Monaten verändern und zu Kolostrum werden. Dabei kann ich dir allerdings nicht sagen „ab Tag x ist es Kolostrum“, denn die Veränderung ist ein schleichender Prozess und Du würdest – je nachdem wie oft dein Kind noch an der Brust trinkt – an seinem Stuhlgang merken, dass sich die Milch verändert, denn Kolostrum wirkt abführend. Dein großes Kind müsste keine Stillpause einlegen, denn es würde das Kolostrum nicht „austrinken", bei der Geburt würde immer noch Kolostrum für das Baby da sein. Wenn das ältere Kind nur noch gelegentlich an der Brust trinkt, müssen keine besonderen Maßnahmen ergriffen werden, um sicherzustellen, dass das Neugeborene das für es notwendige Kolostrum erhält. Nur wenn das größere Kind noch häufig stillt, sollte dem Baby Vorrang eingeräumt werden und das Größere nach dem Baby gestillt werden. Klar kannst Du deinem Baby jetzt Fingerfood in verschiedenenVariationen anbieten. Es gibt Babys, die es geradezu hassen und hysterisch reagieren, wenn man ihnen etwas in den Mund stecken will. Diese Kinder essen aber recht gut, wenn sie selber essen dürfen. Das Geschmiere, das es dabei gibt, ist weniger schlimm, als das Theater mit einem Kind, dass sich mit allen Kräften wehrt und außerdem lernen die Kinder recht schnell gut zu essen. Es gibt eine ganze Menge, was als fingergerechte Nahrung angeboten werden kann. Banane zum Beispiel kann ein Kind gut in die Hand nehmen, sie ist weich und es kann sie alleine essen. Auch ein Stück von einer gekochten Kartoffel geht gut. Gekochte Erbsen können einzeln aufgepickt werden (ist gleichzeitig eine gute Übung für die Feinmotorik), alle Gemüse und Obstarten, die einigermaßen weich sind und dann in kleine Stücke geschnitten werden, können gegeben werden. Probier es einfach einmal aus. LLLiebe Grüße Biggi
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