Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Wie bringe ich meinen 15 Monate alten Sohn zum Schlafen?

Frage: Wie bringe ich meinen 15 Monate alten Sohn zum Schlafen?

Panthertier

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Guten Morgen, mein Sohn ist 15 Monate alt und wird morgens, nachts (etwa einmal) und zum Einschlafen mittags und abends gestillt. Er nimmt keinen Schnuller und schläft bei mir im Bett. In 3 Wochen muss ich für 2 Wochen beruflich weg und möchte auch gerne abstillen, da ich in den nächsten 6 Monaten absehbar öfter auf Reisen muss. Ich habe die Stillzeit genossen, aber inwischen beißt er mich auch täglich fest in die Brustwarze und reißt mit den Zähnen daran. Vor ein paar Tagen habe ich ihn also abends mit einem Fläschchen ins Bett gelegt (stark verdünnte Milvh, er trinkt nicht wegen des Hungers/Durst). Das klappte erstmal ganz gut (1Stunde mit etwas Weinen). Seither ist es immer schlimmer geworden. Gestern Nacht habe ich ihn , ich habe mitgezählt, 53 mal zurück ins Bett geholt, weil er, sobald er merkt, dass er nicht einschlafen kann oder aufwacht, rauskrabbelt und zur Tür robbt (auch im Halbschlaf um 3.30Uhr). Er ist wütend, reißt am Tshirt, kratzt, brüllt. Er will dann auch nicht auf den Arm oder sich streicheln lassen. Er ist einfach sauer und traurig. Da mein Mann Spät Dienst hat, kann er ihn leider nicht ins Bett bringen. Jetzt bin ich am Überlegen, ob ich ihn nicht sogar in sein Gitterbett lege (steht direkt neben meiner Bettseite), einfach damit er sich nicht beim Rauskrabbeln aus dem Bett doch noch verletzt. Da wird das Drama aber dann noch größer sein, fürchte ich. Er war abends total müde und ist nachts bestimmt 5 mal wach gewesen und hat lange gebrüllt, bis er wieder in den Schlaf gefunden hat. Schnuller, Nachtlicht, Spieluhr feuert er dann im Zorn auf den Boden. Wir waschen ihn abends, dann wird noch gekuschelt und ein Buch angeschaut, ich mache ihm sein Nachtlicht an und singe ihm etwas vor. Seit er weiß, dass danach dann keine Brust kommt, ist das bereits der Moment, wenn ich mich neben ihm lege, an dem er ausflippt. Die 250ml Flasche trinkt er aus, aber ich habe nicht den Eindruck wegen Durst, sondern wegen des Nuckelns. Ich liebe ihn sehr und ich verstehe, dass er traurig ist, sonst ist er so ein fröhlicher und verschmuster Junge (er hat von Anfang an viel Nähe gebraucht). Mit dem Schlafmangel komme Ich gut zurecht im Moment und es ist auch kaum Milch da (Brust spannt nicht mal). Nervlich kann Ich das auch noch aushalten, beim ihm bin Ich aber nicht so sicher. Ich möchte ihn gerne helfen weiß aber nicht wie.


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Panthertier, begleite dein Kind weiterhin durch seine Trauer, denn für deinen Sohn IST es ein Verlust. Es ist so, dass dein Baby das nächtliche Stillen schmerzlich vermisst und deshalb unausgeglichen ist, aber das wird vergehen! In diesem Alter kann dein Kind lernen, dass es Regeln gibt, auch wenn sie diese nicht mag ;-). Wichtig ist, dass DU deinem Kind Sicherheit vermittelst und ganz klar bist und bleibst! Wenn Du dir deiner Entscheidung sicher bist, wird es Euch beiden besser gehen, dann wird dein Kind fühlen „Jetzt hat Mama keinen Zweifel mehr" und wird sich auch beruhigen lassen, sicher nicht ganz ohne Wehmut, aber ohne riesige Verzweiflung. Schenke deinem Kind jetzt viele Kuscheleinheiten und Geduld, schenke ihm Verständnis, denn es ist ja nicht leicht, in der Nacht auf die geliebte Brust zu verzichten! Auch wenn die Nächte jetzt furchtbar anstrengend sind, würde ich den kleinen Mann nicht auch noch ausquartieren, sondern lieber aufstehen. LLLiebe Grüße Biggi


Panthertier

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Vielen Dank für deine Antwort! Das Gefühl, dass es sehr schwer wird, wenn er jetzt auch noch aus dem Bett muss, hatte ich auch. Dann bleiben wir dran und wenn das Schlafen besser klappt, versuchen wir es mal mit dem eigenen Bett in Handreichweite. Vielen Dank


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