Karob
Liebe Biggi, Ich habe einen fast 9 Monate alten Sohn. Mittlerweile ist er tagsüber sehr entspannt. Er kam per notkaiserschnitt zur Welt leider. Er hat anfangs sehr viel geweint und war nur schwer zu beruhigen. Da ich unter der Woche immer alleine bin mit ihm ist es manchmal sehr schwer. Nun aber zum Problem. Er schläft nachts sehr schlecht. Anfangs hat er einen drei Stunden Rhythmus gehabt. Seit ca 5 Monaten weckt er mich aber alle 1-2 Stunden. Ich stille noch voll. Er bekommt nebenbei Brei und nimmt den auch gut an mittlerweile. Mit 6 Monaten hat er unten seine zwei Schneidezähne bekommen. Seit dem Beginn des 8 Monats beißt er nun leider zu. Sonst hat er nur genuckelt was auch schon weh getan hat. Ich gebe ihm 18 und 21 Uhr die Brust und da trinkt er auch. Danach bis ca 3 Uhr morgens nuckelt und beißt er nur. Das tut sehr weh. Meine Brustwarzen sind schon ganz wund. Alles nein und alle anderen Beruhigungsmittel helfen nicht. Nuckel schmeißt er weg und ständig mit ihm in dieser schlimmen Phase durch die Wohnung zu rennen schaffe ich kräftemässig auch kaum da ich alleine bin. Was kann ich nur tun. Wenn er die Brust in dieser Zeit nicht bekommt schreit er die ganze Zeit sehr heftig. Der zerreißt mir das Herz. Ich bin so ratlos.
Kristina Wrede
Liebe Karob, wichtig wäre, dass du mal schaust, ob es nicht in deiner Nähe eine Stillberaterin bzw. Stillgruppe gibt, wo du Hilfe und Unterstützung finden kannst. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Wenn alle Tipps, die wir gegen das Beißen üblicherweise geben (siehe unten), dann bleibt nichts anderes, als konsequent nur noch dann zu stillen, wenn es für dich erträglich ist. Es ist dein gutes Recht, NICHT leiden zu müssen!!! Es bleibt dir dabei aber leider nicht erspart, dass du durchhalten musst. Wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass es die Kinder leichter akzeptieren, wenn sie die Überzeugung der Mutter spüren. Also ist es wichtig, dass du dir sicher bist, was du möchtest. Noch einmal: Es ist dein gutes Recht, das Stillen einzuschränken, wenn es dir weh tut. In der Regel braucht es wirklich nicht mehr als 2 oder 3 Nächte. Wenn du gute Freundinnen hast, dann bitte sie um Hilfe. JETZT brauchst du sie, und wenn es nur dafür ist, dass sie dir tagsüber mal ein bis zwei Stunden das Baby abnehmen (und z.B. mit ihm spazieren gehen), damit du schlafen kannst... Es ist total logisch und normal, dass er nachts protestiert und schreit und tobt, und keinen Ersatz annimmt. Das bedeutet nicht, dass er bleibende psychische Schäden davonträgt. Du darfst dich wirklich trauen, auch für DICH einzustehen!!! LIeben Gruß, Kristina TIPPS GEGEN DAS BEIßEN: Es gibt einige Tipps, wie man einem „bissigen" Baby das Beißen an der Brust abgewöhnen kann: - das Baby ohne großes Aufheben von der Brust nehmen, damit es nicht versucht ist zu probieren, ob es die Mutter nochmals zusammenzucken lassen kann. - etwas Angemessenes zum Beißen anbieten. Sobald es zu einem Biss oder einem Beinahe Biss kommt, bietest Du dem Baby einen Beißring oder ein Spielzeug an, damit es weiß, wo es seine Zähne (oder vorher eben den Gaumen) einsetzen darf. - das Baby schnell auf den Boden legen. Einige Mütter wollen auf das Beißen strenger reagieren. Nach ein paar Schrecksekunden für das Baby, die dem Ablegen folgen, sollte es beruhigt werden und die Rückmeldung bekommen, dass Beißen unangenehme Folgen hat. - einen Finger in die Nähe des Mundes des Babys legen, um den Saugschluss schnell zu unterbrechen, wenn es seinen Kopf dreht. Manche Babys lieben es, die Brustwarze nicht loszulassen, wenn sie abgelenkt werden und ihren Kopf drehen. Dies kann verhindert werden, wenn die Mutter einen Finger bereithält, um den Saugschluss zu unterbrechen. Es wird nicht lange dauern, bis das Baby gelernt hat, dass sich wegdrehen bedeutet, die Brustwarze zu verlieren. mit dem Baby reden und ihm erklären, dass Du das Beißen nicht lustig findest (klingt vielleicht noch verfrüht bei einem Baby, aber es funktioniert vielfach tatsächlich).
Karob
Und jeder Versuch zwischen 21:00 und 3 Uhr morgens ihn anzulegen endet mit beißen oder nuckeln. Davor und danach trinkt er halbwegs nirmsl
Karob
Und das mit dem Finger und schnelles ablösen funktioniert nicht richtig. Es tut trotzdem immer weh weil er sich auch so doll festsaugt und beißt .... er dreht sich dann mit Finger im Mund ruckartig weg und es fühlt sich immer an als würde er mir die Brustwarze abreissen
Karob
Es ist als würde ich mit dem kleinen keinen Weg durch diese schwierige Zeit finden :(
Karob
Danke für die Antwort. Leider bekomme ich von außen, also durch Freunde keine Hilfe. Und bei einer stillberatung war ich auch schon. Leider nicht erfolgbringend. Das ist jetzt sicher eine blöde Frage, aber ist es normal das er nachts auch immer gleich schreiend aufwacht? Jedes Mal?!?
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