Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Verdickte Milch und andere Fragen!!

Frage: Verdickte Milch und andere Fragen!!

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Hallo, zunaechst mal nochmals danke fuer die Infos vom letzten Mal. Sie haben mir nicht nur viel geholfen sondern mich auch beruhigt! :-) Meine Kleine ist jetzt 6 Wochen alt und wiegt 3400 gr. Der Doc ist auch zufrieden mit ihrer Entwicklung. Bei meinem Sohn (jetzt 21 Monate) haben wir von einer Kinderärztin vorgeschlagen bekommen, ihm wenn er +-4500 gr wiegt in die letzte Milch abends einen Zusatz (Nutriton, ähnlich wie Speistärke was die normale NMilch verdickt, deswegen langsamer durch den Darm geht und das Baby so länger durchsachlafen kann) zu geben. Das hat auch wunderbar geklappt. Aber er hat zu dem Zeitpunkt nicht mehr meine Milch , sondern Conformil1 von Milupa bekommen. Nach einer Woche hat er 7 Stunden durch geschlafen. Mein Frage nun: kann ich meine Kleine tagsueber normal weiterstillen und dann abends entweder die Milch appumpen und den Zusatz hineibngeben oder Pudermilch (Conformil1) mit Zusatz geben wenn sie +- dieses Gewicht errweicht hat? Zweite Frage: spricht etwas dagegen, der Kleinen jetzt schon einen Bderuhigungsschnuller zu geben (solche von 0 bis 3 Monate)? Dritte Frage: ich soll ihr Fluor- und Jod-Tabletten in Wasser aufgelöst geben. Welches ist hier die einfachste Methode(weil ich eben stille)? Danke fuer die Antworten!!!! Es gruessen ganz lieb Nadine, Mäx und Lynn


Biggi Welter

Biggi Welter

Beitrag melden

Liebe Nadine, Ihre Muttermilch enthält ALLES, was Ihr Baby braucht, kein Stillkind braucht angedickte Milch! Von Durchschlafen spricht man, sobald ein Baby fünf Stunden oder länger in einem Stück schläft. Um welche Tageszeit das ist, spielt keine Rolle für den Begriff „durchschlafen“. Die Fähigkeit längere Zeit am Stück zu schlafen ist unabhängig von der Ernährung. Ein Baby muss eine gewisse Reife erreichen, um längere Zeit schlafen zu können. Wann dieser Zeitpunkt erreicht wird, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Eine Flasche mit künstlicher Säuglingsnahrung (oder ein Abendbrei) verbessern das Schlafverhalten nicht (das wurde in Studien nachgewiesen). Es gibt nicht wenige Kinder, die dann sogar noch weniger schlafen. Sicherlich könnten Sie abends Ersatzmilch geben, aber das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage wird so gestört und es kann der Beginn eines unfreiwilligen Abstillens sein. Es wird oft so dargestellt, als ob Stillberaterinnen den Schnuller absolut „verteufeln“. In der Tat stehen wir dem Schnuller recht zurückhaltend gegenüber. Das liegt daran, dass wir nur all zu oft mit den negativen Folgen des Schnullergebrauchs konfrontiert werden und ein Großteil der Arbeit einer Stillberaterin besteht darin, Kinder die durch Schnuller saugverwirrt sind, wieder an die Brust zurückzuführen. Wenn dein Kind keine Anzeichen von Saugverwirrung zeigt und Sie den Schnuller überlegt einsetzen, muss aus dem Schnullergebrauch kein Problem entstehen. Sie sollten aber immer überlegen: „braucht mein Kind jetzt wirklich den Schnuller oder braucht eigentlich mich?“ Der Schnuller sollte nicht als „Stöpsel“ dienen, um das Kind ruhig zu stellen. Eltern sollten sich auch der Nebenwirkungen des Schnullers bewusst sein: • Schnuller sind künstliche Sauger und können beim Baby zum falschen Saugen an der Brust führen. Diese sogenannte Saugverwirrung kann ernsthafte Stillprobleme nach sich ziehen. • Durch Schnuller wird die Zeit, die das Baby an der Brust der Mutter verbringt eingeschränkt, was die Milchbildung der Mutter negativ beeinflussen kann. • Kinder ohne Schnuller erkranken seltener an Mittelohrentzündungen. • Schnullergebrauch kann Kieferfehlstellungen begünstigen. • Schnullergebrauch kann zu einer ungünstigen Mundatmung führen. Eine offene Mundatmung führt zu einer erhöhten Infektanfälligkeit und kann Haltungsprobleme begünstigen. • Kinder, die einen Schnuller hatten, brauchen häufiger eine logopädische Behandlung Ein Aspekt, der auch nicht zu vernachlässigen ist, ist, dass Eltern dem Kind den Schnuller zunächst angewöhnen und dann (nach einer mehr oder weniger langen Zeit) wieder abgewöhnen. Das Abgewöhnen des Schnullers kann sehr nervenaufreibend für alle Beteiligten sein. Ein „schnullerabhängiges" Kind kann in der Nacht sehr oft die Eltern aus dem Bett springen lassen, weil es zum Wiedereinschlafen oder Weiterschlafen den Schnuller braucht und ihn alleine nicht findet. Interessante Informationen bieten die Veröffentlichungen von Gudrun von der Ohe, einer Ärztin und Still und Laktationsberaterin IBCLC "Der Schnuller und seine Auswirkungen" (in Laktation und Stillen Heft 3/1999) und "Schnuller und plötzlicher Kindstod" (in Laktation und Stillen Heft 4/2000) sowie die Facharbeit der Logopädin Caroline Schallhammer, IBCLC „Stillen als Prävention in der Logopädie" die sich ebenfalls ausführlich mit dem Schnuller beschäftigt. Wird ein Kind nach Bedarf gestillt, braucht es nur in den seltensten Fällen Schnuller oder Daumen, da es sein Saugbedürfnis vollständig an der Brust gestillt wird. Ein gestilltes Bedürfnis verschwindet. Inzwischen wird generell von der Gabe Fluoridtabletten abgeraten und statt dessen die Verwendung fluorhaltiger Zahnpasta empfohlen. Ich zitiere aus einer Pressemeldung vom 25.10.2002: „Zahlreiche Untersuchungen hätten in den vorigen Jahren ergeben, "dass Fluoride durch direkten Kontakt mit Zahnhartsubstanzen karieshemmend wirken", sagt die Deutsche Gesellschaft für Zahn , Mund und Kieferheilkunde. Fluortabletten seien dagegen weitgehend unnötig. In ihren neuen Richtlinien erklären die Forscher, dass vor dem sechsten Lebensmonat keine Fluormaßnahmen nötig seien. Wenn die ersten Milchzähne kommen, sollten sie einmal am Tag mit einer fluorhaltigen Kinderzahnpasta gereinigt werden, vom zweiten Lebensjahr an zweimal. Eltern müssten die Kinder bis zum Schulalter beim Putzen überwachen und helfen, weil sie noch nicht geschickt genug seien, alle Zahnflächen richtig zu putzen. Die Ärzte raten auch zu fluorhaltigem Speisesalz. Fluorgelees sollten nur von Schulkindern und bei erhöhtem Kariesbefall benutzt werden. Sie sagten, dass zu viel Fluor nicht schädlich sei, aber bei den bleibenden Zähnen zu hellen Verfärbungen führen könne." Sie können die andere Tablette (wirklich Jod oder VitaminD?) einfach in die Wangentasche des Kindes legen, bevor sie stillen, das klappt prima. Ich hoffe, Ihre Fragen beantwortet zu haben, sollten Sie noch Fragen haben, bin ich gerne für Sie da. LLLiebe Grüße Biggi


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Guten Morgen Frau Welter, ich habe vor 3,5 Wochen unser zweites Kind bekommen und stille. Tagsüber schläft er auch mal 3-4 Stunden am Stück, nachts meldet er sich alle 1,5 - 2 Stunden und möchte trinken. Nun mache ich mir Sorgen, dass er nicht satt wird, da er sich so häufig meldet. Auch wenn er wach ist, möchte er häufig gestillt werden. ...

Hallo 😊 Mein Baby ist 16 Wochen alt, wir hatten von Anfang an Stillprobleme. Sie hat es nie geschafft richtig anzudocken so das wir 6 Wochen lang abgepumpt haben und per Flache gefüttert haben. Da ich es immer wieder versucht habe mit dem anlegen hat es dann nach 7 Wochen mit einem stillhütchen endlich geklappt!  Seit dem stillen wir so, ich h ...

Hallo Frau Welter  Meine Prinzessin ist Drei Monate alt und geht langsam in den 4 Monat rein ich Stille voll sie trinkt sehr gut und saugt sehr gut aber es wird immer häufiger das sie an die Brust möchte und mittlerweile bricht sie häufiger und möchte trotzdem immer mehr an die Brust ich merke sehr gut wie sie trinkt da sie sehr gut schluckt un ...

Hallo Biggi,  Mein Baby hat derzeit einen Mundsoor. Sie wird derzeit mit Mycostaton orale Suspension behandelt. Auch ich nehme aktuell dagegen Tabletten ein. Meine kleine bekommt abgepumpte Muttermilch . Meine Frage ist ob ich ihr auch Muttermilch geben kann die ein bisschen  älter als 24 Stunden ist während der Behandlung ? Wären 1,5-2 Tage ...

Hallo zusammen, mein Sohn ist nun 6 Monate alt, und ab und an geben wir zusätzlich ein Fläschen mit Muttermilch, wenn ich außer Haus bin etc. Letztens habe ich eine große Knolle Sellerie geschnitten und dann mir vergessen die Hände zu waschen, bevor ich abgepumpte Milch eingefroren habe. Ich kann also nicht ausschließen dass Spuren von Sellerie ...

Liebe Frau Welter, mein Sohn kam im August 25 auf die Welt und wird jetzt dann 4 Monate alt. Bei der Geburt hatte er 4 Kilo und bei der u4 zuletzt 7 kg. er wird voll gestillt. Die letzte Woche trinkt er nachts oftmals alle 1,5-2 Stunden. Manchmal auch stündlich  ich weis das sowas normal sein kann aber ich mach mir Gedanken ob meine Milch ...

Guten Morgen Frau Welter,  Mein 10 Monate alter Sohn kam im Februar per Not-Sectio an 33+6 zur Welt. Da er einige Wochen auf der Neo lag (Pneumonie, intubiert, Magensonde etc.) habe ich direkt am Tag der Geburt angefangen abzupumpen. - bis heute.  Mein Sohn ist inzwischen ein guter Esser und isst aufjedenfall seine 3 Hauptmahlzeiten. So langsa ...

Liebe Frau Welter, zunächst wünsche ich Ihnen einen guten Rutsch und danke für die Ratschläge, die ich dieses Jahr erhalten habe! Mein Sohn (9,5 Monate) hat eine Milchallergie,er juckt sich und kann deshalb nachts nicht schlafen. Auf Rat meiner Hebamme und des Kinderarztes habe ich ihm seit dem 24.12. keine Brust mehr angeboten, nur das Neoc ...

Liebe Biggi, ich stille meinen Sohn (3 Monate) voll. Wenn ich einen arzttermin habe, habe ich immer abgepumpt. Das hat immer super geklappt und in wenigen Minuten hatte ich 150ml Milch. Beim letzten Mal ging es schon etwas schwieriger: nur noch 100ml. Gerade wollte ich wieder pumpen und es kam leider gar nichts mehr. Das ist für mich sehr ...

Liebe Fr. Welter!   Seit etwa einer Woche produziert meine linke Brust deutlich mehr Milch als zuvor und auch als die rechte Brust und mein Milchspendereflex ist stärker. Auch spukt meine Tochter häufiger. Meine Tochter ist 2 Monate alt, ich stille sie voll. Am Anfang hatten wir kleine Startschwierigkeiten, da habe ich zusätzlich abgepumpt ...