Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

ungewolltes Abstillen??? vorsicht lang

Frage: ungewolltes Abstillen??? vorsicht lang

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Hallo Biggi, um mein Problem mit meinem Spatz zu erklären, muss ich leider etwas weiter ausholen. Ich hoffe Du hast dafür Verständnis. Lukas hat gestern seine erste Impfung bekommen und damit war der Rest des Tages eine einzige Katastrophe, die leider in gewissem Maße auch noch anhält. Aber der Reihe nach. Laut KiÄ sollte ich ihn hinlegen und auf die Seite drehen, damit sie ihn in den Oberschenkel pieksen konnte. Soweit war noch alles in Ordnung. Die Probleme kamen dann 2 Stunden später. Hinlegen ging gar nicht mehr, da fing er immer gleich mit weinen an. Ist ja auch verständlich, da er bestimmt dachte, er wird gleich wieder gepiekst. Also hab ich ihn für den Rest des Tages auf meinem Arm gehabt, bis er dann vor lauter Müdigkeit eingeschlafen ist und ich ihn hinlegen konnte, ohne das er gleich wieder aufwachte und losschrie. Da ich im Liegen stille, ist mein Problem nun folgendes. Gestern hab ich mir mit dem Stillen geholfen, in dem ich es wie die Affenmamis gemacht habe, da sich Lukas ja nicht hinlegen ließ. Bloß leider ist das auf die Dauer total anstregend und unbequem. Heute geht es schon wieder soweit, das ich ihn an eine Brust im Liegen anlegen kann. Auf die Seite dreht er sich auch bereitwillig. Nur die Seite, auf der er beim Impfen gelegen hat, ist absolut tabu. Da fängt er auch heute noch an zu schreien und macht sich ganz steif. Ich zwinge ihn auch zu nix und habe heute den ganzen Tag nur die rechte Brust gegeben, da er sich auch nicht dazu durchringen konnte, aus der linken Brust zu trinken, wenn ich über ihm gekniet habe und die Brust von oben kam. Habe jetzt aber Angst, dass durch das Nichtanlegen an der linken Brust, dort keine Milch mehr gebildet wird. Kann das passieren und wenn ja, hast Du evtl. einen Tip für mich, wie ich das verhindern kann? Muss vielleicht noch dazu sagen, dass ich mit Abpumpen überhaupt nicht klar komme und selbst wenn das klappen würde, Lukas die Flasche verweigert. Wäre also schade um die Milch. Einen Milchstau oder ähnliches brauche ich, glaub ich, nicht zu befürchten, da ich zu den Mamis gehöre, die weder ein Spannungsgefühl in der Brust kennen noch Stilleinlagen benötige. Danke für Deine Geduld beim lesen des langen Textes und ein schönes Wochenende. Liebe Grüße Jana


Biggi Welter

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? Liebe Jana, die Einstichstelle beim Impfen kann noch für einige Tage angeschwollen und schmerzhaft sein. Das kann dazu führen, dass die Kinder in bestimmten Stillpositionen nicht mehr an der Brust trinken wollen, weil es ihnen weh tut. In dieser Situation ist es der einfachste Weg, das Kind in anderen Positionen anzulegen, bis die Nebenwirkungen der Impfung abgeklungen sind. Manche Kinder reagieren auf eine Impfung auch mit einem Stillstreik (vor allem dann, wenn die Mutter sie während der Impfung gestillt hat). Hier helfen die Tipps, die auch sonst bei einem Stillstreik empfehlenswert sind: • im Umhergehen stillen, • in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, • im Halbdunkeln stillen, • im Halbschlaf stillen, • das Baby mit der Brust spielen lassen, • unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, • alle künstlichen Sauger vermeiden, • das Baby massieren, • viel Körperkontakt (Haut auf Haut), • und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. Um deine Milchproduktion aufrecht zu erhalten und zu verhindern, dass deine Brust übervoll wird, solltest Du deine Milch ausstreichen oder abpumpen. Die so gewonnene Milch kannst Du deinem Kind mit einer alternativen Fütterungsmethode anbieten, z.B. mit einem Becher. Flasche ist ungünstig, da der künstliche Sauger das Saugbedürfnis deines Kindes befriedigt und es geschickter ist, dieses Saugbedürfnis auszunutzen, um das Kind an die Brust zurückzuführen. Am besten wendest Du dich zusätzlich an eine Stillberaterin in deiner Nähe, die dir im direkten Kontakt noch weitere gezielte Tipps geben kann. Wenn Du mir deinen Wohnort mit Postleitzahl angibst, suche ich dir gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. Ich wünsche dir viel Geduld und dass dein Sohn sich möglichst bald besinnt. LLLiebe Grüße Biggi


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