Frage: Stillverhalten

Hallo, ich stille derzeit mein 2. Kind. Beim ersten habe ich 1,5 Jahre problemlos gestillt und kenne diese Probleme nun gar nicht. Mein Kleiner wurde mit einem weichen Kehlkopf geboren, er hat also einen Stridor und damit verbundene „Atemproblemchen“. Bisher war aber seine Gewichtszunahme gut, wenn auch mir auffiel, dass er immer nur sehr kurz an der Brust trank. Nun ist es seit einiger Zeit so, dass er total unentspannt ist an der Brust. Er hat schon beim Andocken Probleme, dann wenn er trinkt dockt er immer wieder an und ab, die ganze Zeit, er trinkt nur sehr kurz. Er jammert und überstreckt sich, ein entspanntes Einschlafen ist an der Brust kaum denkbar. Nur nachts trinkt er toll im Halbschlaf. Da trinkt er wie es sein sollte. Durch sein Atmen schluckt er viel Luft, aber das hatte er eigentlich ja von Anfang an. Auf abends zu wird es meist schlimmer, da krieg ich ihn kaum an die Brust. Aus einem Fläschchen trinkt er schon besser, aber auch nur meist so 40 ml noch pre. Er spuckt sehr viel, aber das hat mein anderes Kind auch gemacht und liegt denke ich an meinem extremen Milchspendereflex. Setzt dieser ein spritzt aus sämtlichen Drüsen die Milch raus ( ich nehme ihn solange jetzt immer von der Brust). Er wurde mit 3600 gr geboren und ist jetzt bei knapp 6 kg, wobei die letzten 2 Wochen eher schleppend waren hbd er auf seiner Perzentile etwas abfiel. Haben Sie eine Idee, was das Problem sein könnte? (Er fasst die Brust übrigens ganz toll und saugt auch super daran). Und was sollte ich machen? Das weiter ertragen? doch besser auf Pre umsteigen? Ich habe auch 2 Tage mal abgepumpt immer für ihn und im Fläschchen gegeben. das hat er gut getrunken, aber auf Dauer wegen meinem quierligen 2 Jährigen nicht machbar.

von Krissi91 am 27.06.2021, 11:41



Antwort auf: Stillverhalten

Liebe Krissi91, auch wenn es vorher schon eine Flasche gab, glaube ich, dass diese trotzdem die Ursache für das irritierte Verhalten Deines Babys ist. Kannst Du mal versuchen, die Pre-Milch mit einer alternativen Fütterungsmethode zu geben, also z.B. einem Becher, einem Löffel oder dem Brusternährungsset? Am besten wendest Du Dich einmal für eine persönliche Beratung an eine Stillberaterin in Deiner Nähe. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Bis Du eine Kollegin erreichen kannst, hier einige allgemeine Tipps, wie Dein Kleines vielleicht doch tagsüber mehr trinkt: Du kannst versuchen Dein Baby anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Du kannst ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, dränge aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht statt stillzusitzen. Weitere Maßnahmen, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben, sind: im Umhergehen stillen, in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, im Halbdunkeln stillen, im Halbschlaf stillen, das Baby mit der Brust spielen lassen, unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, alle künstlichen Sauger vermeiden, das Baby massieren, viel Körperkontakt (Haut auf Haut), und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. Ich hoffe, da ist etwas dabei, was Dir weiterhilft! Liebe Grüße Biggi

von Biggi Welter am 27.06.2021



Antwort auf: Stillverhalten

Noch zusätzlich: das Verhalten war bereits bevor ich das erste mal das Fläschchen probiert habe. Er bekommt einen Schnuller, ist aber nicht fähig den zu halten. Ich halte ihn und er kaut nur drauf herum, zieht ihn aber nicht ein.

von Krissi91 am 27.06.2021, 11:48



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