Frage: Verändertes stillverhalten

Hallo liebe Biggi, Ich hatte schonmal nach Rat gebeten. Damals ging es darum das der KiA während der U5 festgestellt hat das meine kleine weniger zugenommen hat als vorher und ich zufüttern sollte. Du hattest mir gute Tipps gegeben um mit dem Stillen weiterzumachen die auch funktionierten haben jetzt habe ich auch wieder eine größere Milchmenge. Nun ist es so das Sie seid ca 2 Wochen alles viel interessanter findet als zu trinken auch wenn ich eine sehr ruhige und etwas abgedunkelte Umgebung schaffe möchte Sie nicht trinken Sie dreht sich dann direkt auf dem Bauch streikt manchmal ist Sie schon fast am weinen habe auch alle mögliche Stillpositionen ausprobiert. Manchmal klappt es dann dreht Sie sich während des Trinken auf dem Bauch ich versuche dann mit zugehen was schon gut klappt. ( habe auch versucht Sie auf meinem Bauch zulegen damit Sie in Bauchlage stillen kann gefällt Ihr aber nicht) aber Sie trinkt nur maximal 5 minuten alle 2 - 3 stunden ungefähr Jetzt kommt noch dazu das Sie seid einer Woche Zahnt und ca alle 30 min trinken möchte (biete ich Ihr natürlich auch an) aber sie trinkt nur für 1-2 min oder maximal was eher selten ist für 5 min. Was mir bei der ganzen Geschichte sorgen bereitet ist das ich angst habe das Sie nicht auf Ihre Tageskalorienzahl kommt und somit auch nicht gut zunimmt. Beikost ist auch nicht wirklich Ihr Ding Sie isst max. 5 TL wenn überhaupt weil Sie direkt hintereinander 4 Zähne bekommen hat ist es meist unangenehm kann ich auch verstehen. Sie wird in 5 Tagen 8 Monate. Ist es sinnvoll mir eine Babywaage anzuschaffen oder verwirrt das nur noch mehr? Danke für deine Zeit und Mühe! LG Cherin

von Cherin am 03.10.2022, 09:23



Antwort auf: Verändertes stillverhalten

Liebe Cherin, es kommt vor, dass Babys schlicht und ergreifend so aufgedreht sind, dass ihnen die nötige Ruhe fehlt, um gut an der Brust zu trinken. Deshalb ist hier das nächste Mantra der Eltern von großer Bedeutung „ich bleibe gaaaaaaanz ruhig“. Mit Ruhe und Gelassenheit – so frau und man es schaffen, ruhig und gelassen zu bleiben – lassen sich diese Situationen immer noch am besten überstehen. Sind denn die Windeln deines Babys nass? Ist der Urin hell? Es gibt einige Kolleginnen, die von einer „Brustschimpfphase" sprechen. Damit sind Kinder gemeint, die Angst haben, beim Trinken an der Brust etwas zu verpassen. Als erste Maßnahme ist dann zu empfehlen, das Baby auch am Tag unter den Bedingungen zu stillen, wie sie in der Regel nachts herrschen: in einem ruhigen, ablenkungsarmen, abgedunkelten Raum. Neben dem Tipp, möglichst gelassen zu bleiben ist dies die nächste Empfehlung, die dem Kind und damit auch der Mutter in solchen Zeiten helfen kann. Es könnte auch sein, dass dein Baby wirklich Zahnungsschmerzen hat und deshalb so streikt. Am besten wendest du dich einmal für eine persönliche Beratung an eine Stillberaterin in deiner Nähe. Adressen von Stillberaterinnen findest du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Bis du eine Kollegin erreichen kannst, hier einige allgemeine Tipps, wie dein Kleines vielleicht doch besser trinkt: Du kannst versuchen dein Baby anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Du kannst ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, dränge aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht statt stillzusitzen. Weitere Maßnahmen, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben, sind: im Umhergehen stillen, in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, im Halbdunkeln stillen, im Halbschlaf stillen, das Baby mit der Brust spielen lassen, unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, alle künstlichen Sauger vermeiden, das Baby massieren, viel Körperkontakt (Haut auf Haut), und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. Ich hoffe, da ist etwas dabei, was dir weiterhilft! Liebe Grüße Biggi

von Biggi Welter am 03.10.2022



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