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Guten Tag, vor sieben wochen kam meine Tochter auf die welt. Nach drei Wochen stillen, und unzähligen Packungen Brustwarzencremes und Sitzungen vor Rotlicht,u.v.m., war ich so fertig und hatte jedes mal angst mein kind wieder anzulegen,weil die schmerzen unerträglich wurden. Ich habe dann versucht jede zweite mahlzeit abzupumpen, aber auch das hat nicht geholfen. Jetzt benutze ich Stillhütchen und habe eigentlich kaum noch Schmerzen, und bin viel entspannter und es macht auch wieder spass. Jetzt hab ich aber gehört dass die Milch wahrscheinlich zurück geht wenn ich mit hütchen stille, stimmt dass? Gibt es irgendwas was die Milchproduktion unabhängig vom Hütchen steigert? Ausser Stilltees, oder Malzbier was ich schon literweise trinke? Vielen Dank Franziska
? Liebe Franziska, unzählige Packungen Brustwarzencremes und was Sie sonst noch alles beschreiben werden bei wunden Brustwarzen solange keinen dauerhaften Erfolg zeigen, solange nicht die Ursache gefunden und behoben ist und das ist fast immer ein Anlege- und/oder Saugproblem. Erst wenn dieses Problem gelöst ist, werden sich die Brustwarzen dauerhaft erholen, anders sind alle Maßnahmen wie Salben usw. nur Kosmetik. Stillhütchen verbessern die Anlegetechnik und das Saugverhalten des Kindes nicht, im Gegenteil, sie können die Sache sogar noch weiter verschärfen. Wenn Stillhütchen überhaupt eingesetzt werden, dann müssen ihr Einsatz durch eine damit erfahrene Stillberaterin begleitet werden, nicht zuletzt, um Probleme wie einen möglicherweise eintretenden Rückgang der Milch rechtzeitig zu erkennen bzw. solchen Problemen von vornherein entgegenzuwirken. Weder Stilltee noch Malzbier (auch nicht literweise) werden die Milchmenge tatsächlich wesentlich steigern. Die milchsteigernde Wirkung dieser Teemischungen konnte wissenschaftlich ohnehin noch nie belegt werden und wenn zuviel davon getrunken wird kann es passieren, dass die Milchmenge zurück geht. Literweise Malzbier kann zudem den Effekt haben, dass sich das Malzbier dann als „Polster" auf den Hüften (oder am Po usw.) absetzt, denn Malzbier hat ziemlich viele Kalorien. Eine zu hohe Flüssigkeitsaufnahme führt nicht zu mehr, sondern zu weniger Milch, da sie dazu führt dazu, dass das antidiuretische Hormon (ADH) zurückgeht, die Frau erfährt dann eine vermehrte Wasserausscheidung („schwemmt aus") und die Milchbildung verringert sich. Zwei bis drei Liter Flüssigkeit (davon höchstens zwei bis Tassen Milchbildungstee) sind im Allgemeinen ausreichend. Wenn der Urin dunkelgelb wird und die Menge gering ist, trinkt die Frau zu wenig. Wichtig für die Steigerung der Milchmenge ist die effektive Stimulation der Brust und das Entleeren der Brust. Am besten wenden Sie sich jetzt einmal an eine Stillberaterin in Ihrer Nähe, die mit Ihnen gemeinsam bespricht, wie Sie das Stillen mit den Stillhütchen weiter angehen. Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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