Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Stillbeziehung Stillhütchen

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Frage: Stillbeziehung Stillhütchen

Minchen2025

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Hallo Frau Welter, ich habe ein 11 Wochen altes Baby. Seit der Geburt stille ich sie mit Stillhütchen. Diese wurden mir im Krankenhaus angeboten bei wunden Brustwarzen und initial hatte die kleine wohl Probleme, die Brust zu fassen. Anatomisch gesehen haben meine Brustwarzen aber keine Probleme.  Die Abgewöhnung war anfangs sehr schwer, sie schrie immer wieder die Brust an, bis sie mit ca. 8 Wochen nach vielem Anbieten und naked bonding auch ohne trinken konnte. Seither ist aber unsere Stillbeziehung durcheinander geraten. Einschlafstillen klappt überhaupt nicht, sie verweigert die Brust und schreit diese an, bzw. dockt sich schnell ab, sodass ich zum Schnuller greife. Auch zum Trost, zB wenn sie weint nach dem Baden, will sie die nackte Brust nicht. Mit Stillhütchen akzeptiert sie eher das Einschlafstillen. Ohne Hütchen stille ich sie vor allem nachts, morgens, und nach dem Aufwachen von Nickerchen tagsüber, hier trinkt sie sehr schnell und effizient und eine Stillmahlzeit dauert nicht lange (meist 5 min) und sie dockt ab. Ich hab das Gefühl, sie assoziiert die Brust nun nur mit Trinken und will nicht, wenn sie satt ist. Ich weiß nicht, wie ich sie dazukriegen soll, dass sie meine Brust ohne Hut auch gerne zum Einschlafen annimmt. Kann es mit zunehmendem Alter besser werden? Ich bin etwas irritiert und frustriert über unsere Stillsituation.  Vielleicht könnten Sie uns helfen.  Herzliche Grüße Minchen2025


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Minchen2025, dein Kind ist durch die Stillhütchen und durch den Schnuller wahrscheinlich saugverwirrt und schafft es (noch) nicht, dauerhaft gut an der Brust zu trinken. Bei den Beruhigungssaugern handelt es sich um künstliche Sauger. Und unabhängig davon, ob sie auf einer Flasche, Stillhütchen oder als Beruhigungssauger Anwendung finden, können sich künstliche Sauger negativ auf das Stillen auswirken, Dies ist eines der Probleme, die sich aus dem Gebrauch von Beruhigungssaugern beim gestillten Baby ergeben können, insbesondere dann, wenn das Baby noch nicht gelernt hat, korrekt an der Brust zu saugen. Das Saugen an einem künstlichen Sauger unterscheidet sich wie bereits geschrieben grundlegend vom Saugen an der Brust. Der künstliche Sauger ist bereits vorgeformt und relativ steif. Die Brust ist weich und nachgiebig. Ein Schnuller kann in den geschlossenen Mund eines Babys gesteckt werden. Um die Brust zu erfassen, muss das Baby den Mund weit öffnen, die Brustwarze reicht dann weit nach hinten in den Mund, wo die Bewegungen des Kiefers und der Zunge nicht stören. Auch die Bewegungsmuster der Muskeln von Mund, Gesicht und Zunge, sind am künstlichen Sauger ganz anders als an der Brust. Mit der Saugtechnik, die das Baby beim Trinken an einem Flaschensauger oder beim Nuckeln an einem Beruhigungssauger anwendet, kann es kaum Milch aus der Brust bekommen. Gerade wenn das Baby sehr müde oder aufgeregt ist, klappt nichts mehr. Doch eine Saugverwirrung kann überwunden werden. Dabei ist es die erste Maßnahme, dass sämtliche künstlichen Sauger weggelassen werden. In leichteren Fällen kann dies schon ausreichen. Nun kann ich leider weder dich noch dein Baby sehen und kann daher das Saugverhalten nicht beurteilen und dir auch nichts zeigen. Am besten wendest Du dich deshalb einmal an eine Stillberaterin in deiner Nähe und lässt dir beim Stillen zuschauen. Die Kollegin kann dir dann bei Bedarf Tipps zum korrekten Anlegen geben, kann dir erklären, woran du erkennst, ob dein Kind korrekt saugt und dir überhaupt gezielte Hinweise geben. Im direkten Kontakt lassen sich viele Fragen viel besser klären. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Auch ich bin jederzeit für dich da! Ganz liebe Grüße Biggi


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