Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Stillen ohne Stillhütchen!

Frage: Stillen ohne Stillhütchen!

Mitglied inaktiv

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Liebe Biggi, dies ist meine 2.Schwangerschaft (bin jetzt in der 14. SSW). Meine erste Tochter habe ich 8 Monate lang gestillt, davon 6 Monate voll. Leider ging das nur mit Stillhütchen, weil meine Brustwarzen zu klein sind. Jetzt würde ich gerne wissen, ob es eine Möglichkeit gibt, mich schon jetzt auf ein Stillen ohne diese (meistens doch recht lästigen) Stillhütchen vorzubereiten. Ich wäre wirklich für jeden Tipp dankbar. Ganz lieben Gruß Johanna


Biggi Welter

Biggi Welter

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? Liebe Johanna, Form und Größe der Brustwarzen haben wenig bis keine Aussagekraft für den Stillerfolg. In diesem Zusammenhang gefällt mir das englische Wort für Stillen so gut es lautet „breast-feeding" also „Brust-Fütterung" und nicht etwa „nipple-feeding" (Brustwarzenfütterung). Das Baby sollte beim Stillen ja auch nicht nur an der Brustwarze saugen, sondern Brustwarze und einen großen Teil des Brustwarzenhofes in den Mund nehmen. Würde das Kind ausschließlich an der Brustwarze saugen, dann wären die Brustwarzen rasch wund und außerdem würde die Brust nicht richtig zur Milchbildung stimuliert. Deshalb ist es in der Regel kein Problem, wenn die Brustwarze eher klein ist. Umgekehrt kann eine recht große Brustwarze bei einem Kind mit sehr kleinem Mund meist viel mehr Probleme machen. Die beste Vorbereitung auf das Stillen besteht darin sich so gut wie möglich zu informieren. Wunden Brustwarzen und anderen Stillproblemen kannst Du am besten dadurch vorbeugen, dass Du dich informierst. Wunde Brustwarzen entstehen in über 80 % der Fälle durch falsches Anlegen oder Ansaugen. Es ist extrem wichtig, korrekt anzulegen. Deshalb ist es entscheidend, dass Du dich möglichst gut über das Stillen und die grundlegenden Dinge wie korrektes Anlegen und Ansaugen, das Prinzip von Angebot und Nachfrage, Stillen nach Bedarf usw. informierst. Ganz wichtig ist dass Du weißt, wie korrekt angelegt ist und woran Du erkennst, dass dein Baby richtig ansaugt und effektiv an der Brust trinkt. Hierzu bietet sich neben dem Lesen der entsprechenden Literatur (z.B. „Stillen - Rat und praktische Hilfe für alle Phasen der Stillzeit" von Marta Guoth-Gumberger und Elizabeth Hormann, „Das Handbuch für die stillende Mutter" von der La Leche Liga, „Stillen - einfach nur stillen" von Gwen Gotsch, das erste bekommdt Du im Buchhandel, die beiden letzteren im Buchhandel, bei der La Leche Liga oder jeder LLL-Stillberaterin) der Besuch einer Stillgruppe an. In einer Stillgruppe triffst Du nicht nur andere stillende Mütter, sondern Du lernst auch gleich eine kompetente Ansprechpartnerin kennen, für den Fall, dass es nach der Geburt zu Stillproblemen kommen sollte. Wenn Du mir deinen Wohnort mit Postleitzahl angibst, suche ich dir gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. Ich wünsche dir eine schöne restliche Schwangerschaft und eine gute Geburt. LLLiebe Grüße Biggi


Mitglied inaktiv

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liebe johanna, bei mir war es ähnlich, aber ich hatte eine gute nachsorge hebamme, sie hat mit mir gemeinsam den kleinen angelegt. erst ging es schleppend, aber nach ein paar tagen klappte es mit uns beiden. ein paar gute tips stehen in der - hebammensprechstunde- autorin weiß ich leider nicht, hatte es selbst geliehen. ich bin sicher, auch dein kind wird gerne bei dir trinken. alles liebe für dich und dein baby. sandra


Mitglied inaktiv

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Liebe Johanna Ich habe 3 Kinder. Bei allen hatte ich anfangs Schwierigkeiten beim Stillen - ich habe auch sehr kleine Brustwarzen. Beim 2. Kind habe ich schon in der Schwangerschaft einen Brustwarzenformer (nicht zu verwechseln mit dem Brustwarzenschutz) getragen. Dieser legt man unter den BH und er übt sanften Druck auf den Warzenhof aus, womit die Brustwarze hervortritt. Diese Brustwarzenformer habe ich auch am Anfang vor den Stillmahlzeiten getragen - das Anlegen geht dann einfacher, weil das Baby die Brust besser fassen und "festhalten" kann. Alles Gute und es klappt bestimmt. Liebe Grüsse Karin


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