Mitglied inaktiv
Liebe Biggi ich habe unsere Kleine nun 15 Monate gestillt, die ersten 6 Monate voll und mittlerweile nur noch morgens direkt nach dem Aufstehen und abends vor dem schlafen gehen. Eigentlich wollte ich so lange stillen, bis sie sich selbst abstillt. Ich kann aber nicht mehr fühle mich erschöpft und ausgesaugt, müde und schlapp (bin auch stark erkältet und nehme keine Medikamente) Gerne würde ich jetzt abstillen. Bei uns ist das Stillen aber zu einem echten Ritual geworden dadurch graust es mir vor dem Abstillen. Ich weiß irgendwie nicht wie ich das so sanft wie möglich anfangen soll. Ich freue mich über eure Tipps LG Bientje
Liebe Bientje, wenn Sie nun abstillen wollen, dann sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, dass eure Stillzeit nun langsam zu Ende geht und zeigen Sie ihm, dass Sie es selbstverständlich noch genau so lieb haben wie schon immer. Sie entziehen ihm die Brust aber nicht Sie selbst und Ihre Liebe. Dazu können Sie die Stillzeiten immer weiter verkürzen. Viele Mütter haben festgestellt, dass es wirksam und relativ wenig belastend ist, ein Kind so oft anzulegen, wie es möchte, aber es nicht so lange zu stillen. Sie können Ihr Kind eine kleine Weile anlegen und es dann ablenken oder ihm etwas zu essen oder zu trinken anbieten. Eine andere Möglichkeit ist es, dass statt Ihnen, Ihr Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Sie wenden sich jedesmal Ihrem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Kind auf andere Weise beruhigen müssen. Sie können Ihr Kind ja zuerst (kurz) stillen und dann Ihrem Partner übergeben. Das Verändern von Ritualen kann helfen. Das kann auf verschiedene Art und Weise möglich sein. Ihr könnt ein festes Ritual mit Kuscheln und Vorlesen oder Geschichte erzählen einführen. Viele Eltern beginnen auch bereits bei einem wenige Monate alten Baby damit, den Tag am Abend noch einmal Revue passieren zu lassen und so ein Gespräch (das sich im Laufe der Zeit dann entwickeln wird) über die Erlebnisse, Freuden, aber auch Sorgen und Nöte des Kindes zu führen. Durch solch ein Gespräch bleiben Eltern dann auch in engem Kontakt mit ihrem Kind und der leider viel beobachtet Sprachlosigkeit zwischen Eltern und Kind kann entgegengewirkt werden. Wenn Ihr Partner nicht einspringen kann, bleibt es an Ihnen, Ihr Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass Ihr Kind weiterhin Ihre Liebe und Zuneigung spürt und Sie nicht gleich die Geduld verlieren, wenn es nicht so schnell klappt mit dem Abstillen. Viele Frauen glauben, dass sie sich beim Abstillen vom Kind distanzieren müssen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Deshalb halte ich auch nicht viel von der Lösung, dass die Mutter einige Tage alleine verreist. Diese plötzliche Trennung kann das Kind in tiefe Trauer und Verzweiflung stürzen und vor allem: Was macht die Mutter, wenn das Kind nach der Rückkehr doch wieder an die Brust will? Probieren Sie es einmal mit immer kürzerem Stillen und viel Kuscheln. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Mitglied inaktiv
Hallo Bientje, meine Tochter ist auch 15 Monate und wird noch zum Mittagsschlaf, abends zum Einschlafen und nachts gestillt. Ich fühle mich genauso erschlagen wie du, obwohl ich nicht erkältet bin!!! Meine Tochter ist außer durchs stillen nicht zum schlafen zu bewegen und sie schreien lassen, kann ich nicht. Ich werds jetzt mal mit den Tipps versuchen, die Biggi dir gegeben hat. Wenn du Lust hast, kannst du mir ja mal mailen, meine Addy ist hinterlegt. LG, Babs
Mitglied inaktiv
Hallo Babs, ich kann dich sehr gut verstehen! Meine Tochter ist jetzt 22 Monate und kommt, wenn Mama da ist, 2-5 mal an die Brust(zum Einschlafen, zum Aufwachen, zum Trösten...)Wenn nur mein Mann zu Hause ist, geht das alles auch ohne Stillen:-) Nun bin ich in der 8.SSW und möchte sie gerne abstillen, damit später keine Konkurrenz entsteht. Leider bringe ich das aber kaum fertig, weil es einfach zu schön ist, wie begeistert sie ist, wenn es ans Trinken geht, sie liegt dann auf dem Bett, strampelt begeistert mit Händen und Füßen und ruft glucksend:"Trinken, trinken!" Ich werde es auch mal mit kürzeren Stillzeiten versuchen und bin gespannt, wies klappt. Liebe Grüße Anne
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