Divadjas
Mein 6 Monate altes Baby verweigert die Milchflasche egal ob Muttermilch oder pre-Pulver. Aber den Wasser trinkt sie aus der Flasche. Brei geht auch nur 2-3 Löffel, spielt mehr mit essen als das es im Mund landet. Ich bin verzweifelt weil ich arbeiten muss und sie macht einigermaßen mit. Sie hungert bis ich zurück komme trinkt solange nur Wasser. Ich hab diverses versucht, verschiedene Sauger, andere Flaschengeber. Nachts am Morgen... Oft kommt sie jede 2 Stunden nachts und ich bin am Morgen ausgesaugt und hab das Gefühl Meine Milch wird weniger... Jetzt überlege ich evtl abzustillen. Irgendwann muss sie doch die Milchflasche nehmen. Oder wäre das zu heftig? Vielen Danke für Ihre Hilfe!
Liebe Divadjas, Ihr Kind kann mit einer alternativen Fütterungsmethode gefüttert werden, z. B. einem Becher. Ihr Baby wird ein paar Anläufe brauchen (und ihr auch) bis es den Dreh raus hat, wie es die Milch aus dem Becherchen bekommt. Vielleicht hilft dieses Video: http://www.youtube.com/watch?v=OAQcvHkFbdc Bei der Becherfütterung wird der Becher dem möglichst aufrecht im Schoß der Mutter/des Vater sitzenden Kind an die Unterlippe angelegt. Man kippt den Becher dann langsam und vorsichtig, so dass die Milch in den Mund des Babys läuft. Achten Sie darauf, dass immer nur so viel Milch fließt, wie das Baby problemlos schlucken kann und setzen Sie immer wieder ab. Wird die Becherfütterung richtig durchgeführt verschlucken sich die Babys nicht. Bereits frühgeborene Babys können mit dem Becher gefüttert werden. Spezielle Babyfütterbecher gibt es von den Firmen Ameda und Medela und können in der Apotheke bestellt werden. Man kann aber natürlich auch einfach einen kleinen Becher in der Größe eines Schnapsglases (oder den Verschlussbecher von Babyflaschen) verwenden! Wenn Sie das nicht möchten, gibt es folgende Tipps: lassen Sie IMMER JEMANDEN ANDERS die Flasche anbieten, nie Sie selbst. Es gibt einige Tricks, die Sie probieren können: - versuchen Sie, die Flasche anzubieten, wenn Ihr Baby nicht allzu hungrig (zur regulären Stillzeit wird er keine Experimente mitmachen wollen) ist; - lassen Sie die fütternde Person das Baby ganz liebevoll halten, während die Flasche angeboten wird; - anstelle den Sauger in den Mund zu schieben, lassen Sie die Betreuung die Unterlippe damit kitzeln, damit sie selbst ihn nimmt; - Ihr Baby könnte in ein Kleidungsstück eingewickelt werden, welches nach Ihnen riecht; - der Sauger der Flasche könnte mit warmen Wasser auf etwa Körpertemperatur gebracht werden; - versuchen Sie verschiedene Sauger - Silikon + Kautschuk, verschieden Formen, größere oder kleinere Sauger; - versuchen Sie, verschiedene Positionen ausprobieren zu lassen; - vielleicht geht es mit rhythmischen Schaukeln besser, auch Gehen kann Erfolg bringen. Einige Babys nahmen die Flasche, wenn sie im Autositz saßen, besser; - probieren Sie, die Flasche zu geben, wenn Ihr Baby schläft; Wichtig ist, dass Sie wirklich geduldig bleiben. LLLiebe Grüße Biggi
zweizwerge
Hallo Divadjas, wie lange gehst du denn arbeiten? Ich kann gut verstehen, wenn Du müde und erschöpft bist, wenn Du nachts alle 2 h Stillen musst (kenn ich ;-). Aber: bist du sicher, dass das besser wird, wenn Du zur Flasche abstillst? Oder musst du dann nur noch alle 2 Stunden nachts zusätzlich zum Fläschchen geben aufstehen und das Fläschchen vorbereiten, während das Baby schreit? Ich weiß nicht, ob das erholsamer ist. Dein Baby tankt ja nachts nicht nur Milch, sondern auch ganz viel Mama! Und da ist Mamas Brust wahrscheinlich viel tröstlicher als Mama mit Flasche. Vielleicht geht es in ein paar Monaten schon besser, wenn Dein Kind mehr isst? Das ist ja mit sehr großer Wahrscheinlichkeit altersabhängig. Oder sie gewöhnt sich tagsüber an Milch aus dem Becher, vom Löffel oder doch aus der Flasche. Alles Gute!
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