Mitglied inaktiv
Hallo! Ich habe ein Problem. Anfangs,als mein Sohn weniger (als heute) getrunken hat,hatte ich im Verhältnis viel Milch und musste zum stillen sogar zwischendurch abpumpen,da meine Brüste nach einigen Stunden hart und knotelich wurden. Er kam anfangs jede 3 Std. und mit der Zeit dann jede 4 Std. (er ist am 04.11.09 geboren und bis Weihnachten hatte ich genug Milch,mit der er noch satt wurde. AB WEIHNACHTEN wurde es dann immer weniger. Normalerweise wurde er schon an 1 Brust pro Mahlzeit satt. Dann musste ich ihn pro Mahlzeit an beide Brüste anlegen,da er von einer nicht mehr satt wurde. Meine Hebamme meinte,ich sollte zwischendurch abpumpen.Das würde die Milchproduktion anregen. Aber selbst beim Abpumpen kam weniger raus als sonst. Beim Abpumpen kam dann immer weniger Milch und er kam dann wieder ca. jede 2-3 Std. Der ganze Rythmus kam durcheinander. Dann habe ich angefangen mit Zufüttern mit künstlicher Milch,da ich Panik hatte,dass er garnicht mehr satt wird. Jetzt mittlerweile gebe ich ihm nur noch die Flasche. Wobei,in der Zeit,als er gestillt wurde UND Flasche bekam (mit abgepumter Milch) hatte er keine Probleme.Er hat beides gut gekonnt. Jetzt meine Frage. Soll ich es bei der Kunstmilch lassen? Oder hab ich noch eine Chance,dass ich nochmal Milch bekomme? Ich würde ihn schon gern weiterstillen,wenn ich die Möglichkeit hätte,da ich weis,dass Muttermilich das BESTE für´s Baby ist. Wenn ich an meinen Brustwarzen drücke,kommt aus der linken so tröpfenweise bisschen was,an der rechten garnichts mehr. Und sorry für den überlangen Text. Wollte es so genau wie möglich schildern,damit Sie mir besser Tips geben können. Ich bedanke mich im Voraus Gruß Sammy79 P.S. Von meiner Hebamme bekam ich gesagt,wenn ich lange stillen will,kein Pfefferminztee und Salbei-Zeug. Was ich auch nicht getrunken,bzw. gegessen habe.
Liebe Sammy79, man kann eine Faustregel aufstellen, dass ungefähr eine Woche pro Monat, der nicht mehr gestillt wurde, plus eine zusätzliche Woche gerechnet werden muss, um wieder eine ausreichende Milchmenge zu bilden. Allerdings gibt es keine Garantien. Das grundlegende Vorgehen bei einer Relaktation und auch der induzierten Laktation besteht darin, das Baby dazu zu bringen so oft wie möglich an der Brust zu saugen. Dadurch werden die Brüste (wieder) zur Milchbildung angeregt. Ein ähnlicher Effekt lässt sich auch mit einer guten Milchpumpe erreichen. Häufig ist auch zusätzliches Pumpen neben dem Anlegen des Kindes sinnvoll, um die Milchproduktion zu steigern. In manchen Fällen wird die Relaktation bzw. induzierte Laktation zusätzlich mit Medikamenten unterstützt. In den Ländern der dritten Welt, wird meist ohne Medikamente vorgegangen und die Ergebnisse sind dennoch fast immer besser als bei uns. Gut beschrieben wird der Vorgang der Relaktation in dem Buch `Stillen eines Adoptivkindes und RelaktationA von Elizabeth Hormann (ISBN 3 932022 02 5), das im Buchhandel oder bei La Leche Liga Deutschland und bei jeder LLL Stillberaterin erhältlich ist. Allerdings verlangt eine Relaktation sehr viel Durchhaltevermögen und möglichst die Unterstützung einer darin erfahrenen Stillberaterin. Eine wesentliche Rolle spielt auch das Kind, das die Brust (wieder) annehmen muss. Adressen von Stillberaterinnen finden Sie im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße, Biggi
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