Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, bei mir dreht sich alles nur noch ums Stillproblem- von vorn: Mein Sohn ist am 28.3.02 zwei Wochen vorm Termin durch geplanten kaiserschnitt entbunden worden. Anfangs wollte er nicht richtig saugen, hat eine halbe Stunde die Brust verweigert, bis er endlich doch ran wollte, hatte Gelbsucht, hatte von 2740 g Geburtsgewicht schnell fast 200 g abgenommen, da habe ich im Krankenhaus zugefüttert und abgepumpt. Daheim habe ich wieder ausschließlich gestillt, auf Rat der Hebamme (!) ein paar Tage Tee zugefüttert, wenn er nach dem Stillen geschrien hat (jetzt seit mehreren Wochen kein Tee mehr). Erst hatte er daheim wieder abgenommen, dann in einer Woche 60 g und in der nächsten 100 g zugenommen. Da er sein Geburtgewicht immer noch nicht wieder hatte, riet die Kinderärztin wieder zum Zufüttern. Ich habe nach jedem Stillen HA-Milch angeboten und nach Wunsch trinken lassen, unregelmäßig zusätzlich noch abgepumpt. Da hat er fast 500g in einer Woche zugenommen und wog 3150 g, ich war etwas beruhigter und wollte so schnell wie möglich wieder ausschließlich stillen, das habe ich letzte Woche gemacht mit dem Ergebnis, daß er in der Woche 13 g abgenommen hat. Total verunsichert habe ich wieder zugefüttert. Eine andere Ärztin hat mir dann empfohlen, mich mit dem Baby ins Bett zu legen, das habe ich jetzt 2 Tage gemacht, aber mich nicht so wohl dabei gefühlt, weil ich dann nur noch ans Stillen gedacht habe und mich dauernd nur noch gefragt habe, ob ihm die Milch reicht. Da ich nicht das Gefühl hatte, die Milch wird mehr, füttere ich nun wieder zu. Mein Problem ist, daß ich mich nun schon seit Wochen herumplage, ich möchte sogern voll stillen, mein Sohn geht inzwischen sehr gern an die Brust, ich habe ihn auch schon einige Zeit immer so lange saugen lassen, wie er wollte, mehr als 60 min am Stück und 2 Stunden später wieder von vorn (das war letzte Woche, da hat er ja gar nicht zugenommen). Ich habe schon alles probiert, lege ihn immer an, wenn er will, solange er will, trinke Stilltee, aber nicht zu viel, trinke nicht mehr als ich Durst habe, schone mich, mache eh schon wenig Haushalt. Irgendwie war unsere Stillbeziehung von Anfang an verkorkst, die mangelnde Gewichtszunahme und die Omas haben mich enorm unter Druck gesetzt, dann habe ich wieder viel übers Stillen gelesen und neue Hoffnung geschöpft und einen neuen Versuch gestartet, habe mich schon mehrmals über den Berg geglaubt, um spätestens nach einer Woche wieder von der Waage mit der Realität konfontiert zu werden, verbunden mitdem sehr schlechtem Gewissen, daß ich meinen Sohn hungern lasse. Als ich dann gestern den ganzen Tag im Bett war, er immer noch nichts zugenommen hatt und ich das Gefühl hatte, meine Brüste sind genauso leer wie meine Kraftreserven und es kommt einfach nichts, da habe ich beschlossen, jetzt erstmal zuzufüttern, weil ich einfach den Druck nicht mehr aushalte, obwohl ich weiß, daß es für die Milchbildung schlecht ist. Muß ich nun endgültig kapitulieren, kann es sein, daß ich einfach nicht genug Milch produzieren kann? Reicht es, wenn ich meinen Sohn pro Mahlzeit 30 min stille (auf beiden Seiten zusammen), auch wenn er noch länger saugen will (allerdings schluckt er dann längst nicht mehr bei jedem Saugen, oft nur alle 8 Saugbewegungen mal), und dann seine 30 ml HA anbiete (sofern er nicht schon fast eingeschlafen ist)? Ich hoffe, daß ich auf diese Weise lockerer werde und vielleicht doch irgendwann das Zufüttern ausschleichen kann. Wenn er auf jeder Seite nur 6 min trinkt und alle 2-3 Saugbewegungen mal schluckt, und danach viel seltener schluckt, hat er dann den Großteil der Milch schon getrunken? Ich kann gar nicht glauben, daß die meiste Milch erst beim Stillen gebildet wird, warum nimmt er dann nicht zu, wenn ich 8 Stunden am Tag stille? Ich denke, der Grund für den Milchmangel liegt bei mir, denn das Kind saugt oft genug. Ich gebe die HA-Nahrung mit Flasche, weil ich für Löffelfütterung keinen Nerv mehr habe und er damit auch offensichtlich keine Probleme hat, er geht weiterhin gerne an die Brust. Mein Sohn ist jetzt also fast 7 Wochen alt und wiegt momentan 3160 g. Was ist denn nun eine wünschenswerte Gewichtszunahme pro Woche? Meine Kinderärztin sagte, er sollte jetzt mindestens 200 g pro Woche zunehmen, weil er soviel aufzuholen hat. Ich hoffe, mein email ist nicht zu verworren und für Sie eine Zumutung, entsprechend chaotisch ist eben auch unsere Stillbeziehung. Meine Postleitzahl: 82383 (Hohenpeißenberg)
? Liebe Claudia, da ist ja leider von Anfang an einiges nicht so gelaufen, wie es hätte sein sollen und nun sind Sie leider diejenige, die es zusammen mit Ihrem Sohn „ausbaden" müssen. Hat jemals jemand das Saugverhalten Ihres Kindes kontrolliert und Ihnen gezeigt, wie das Kind optimal angelegt ist und woran Sie erkennen, ob es korrekt trinkt? Das ist jetzt die erste Maßnahme, denn falls da etwas nicht passt, dann helfen alle anderen Maßnahmen wenig bis gar nichts. Hohenpeißenberg ist ja nicht weit weg von Schongau und dort wohnt meine liebe und langjährige Kollegin Susanne Becker. Rufen Sie mal bei Susanne an (08861-2763) und sprechen Sie mit ihr. Ich bin sicher, dass sie Ihnen weiterhelfen kann. Die durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme Ihres Babys sollte (ausgehend von niedrigsten Gewicht) bei mindestens 110 g liegen. 200 g ist eindeutig zu hoch gegriffen. Doch auch das wird Ihnen Susanne alles gut und ausführlich erklären können. Ihr Baby ist noch sehr klein und Sie scheinen mir zwar niedergeschlagen aber hoch motiviert zu sein, da haben Sie noch gute Chancen auf eine zufriedene Stillbeziehung. Grüßen Sie Susanne ganz herzlich von mir. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Mitglied inaktiv
Liebe Claudia Mir kommt das Ganze sehr bekannt vor. Bei lief es in etwa auch so. Geplanter Kaiserschnitt, Schwestern die von Stillen null Ahnung hatten und gegen meine Weisung Glukose und Tee gegeben haben (natürlich mit Schoppen), auch der Nuggi wurde ihm ständig reingeschoben (mein gescheiter Sohn hat ihn rausgespuckt!), haben nach bereits drei Tagen zu hetzen begonnen, die Milch müsse nun doch endlich kommen (kam bei mir erst am 5ten Tag) - kurz gesagt, es konnte so einfach nicht funktionieren. Zuhause hatte ich dann eine so tolle stillerfahrene Schwägerin (die behauptet zuwenig Milch gehabt zu haben und nicht länger als zwei Monate durchgehalten hat, um erleichtert Flasche und Baby dem Grossi abzuschieben, damit sie endlich wieder frei ist) die mich fertig gemacht hat. Wollte woll auch das ich aufhöre, damit sie sich nicht damit befassen muss, wie RICHTIGES Stillen funktionieren sollte. Gut, ich habe mich trotz einer leichten Depression die ich durch diesen Psychoteror bekommen habe durchgesetzt. Hatte eine liebe LLL-Stillberaterin und ich habe ihr blind vertraut und nur noch das gemacht, was sie gemacht hat!!! Das selbe empfehle ich dir auch, wenn du wirklich stillen möchtest. Es ist ein Haufen arbeit, bedeutet zwei Ohren auf Durchzug stellen, manchmal auch viel Tränen und Kraft, lohnt sich aber allemal! Ich habe trotz allem fast ganze sieben Monate voll gestillt - obwohl ich "zuwenig" Milch habe :o)))) Und ich stille noch immer, obwohl doch die Milch nichts mehr wert hat (laut einem Haufen "stillerfahrenen" Frauen (haben alle Schoppen) gegeben. Habe noch nie eine Stillfrau angetroffen, die diesen dummen Satz je nur angedeutet hätte! So, das wurde sehr, sehr lang. Daran siehst du, dass mir bei diesem Thema noch immer das Blut in den Kopf schiesst. Ich hoffe und wünsche dir, dass es trotz den Widerständen klappt und du dich durchzusetzen weisst. Das heisst nicht, dass du dich ständig verdeitigen musst, aber das du dein Ding stillschweigend durchziehst. Ganz liebe Grüsse und viel Mut und Kraft Elvira
Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, heute nachmittag war ich nun bei der Stillberaterin Susanne Becker. Eine ganz liebe! Sie hat sich das Stillen angesehen. Mein Sohn liegt richtig an, hat auch die Warze schön im Mund, was auffällt ist, daß er nur ganz am Anfang schön schluckt und dann zunehmend zwar zu saugen scheint, aber nicht mehr oft schluckt = nicht viel erwischt. Sie war auch eher ratlos, bestätigte mir, daß ich eigentlich alles richtig mache und sehr informiert bin. Sie hatte dann noch den Verdacht, daß evtl. sein Zungenbändchen zu kurz ist., kennt so etwas aber auch nur aus der Theorie. Er streckt die Zunge nie heraus oder auch nur an den Rand des Mundes, wenn er schreit, biegt sich seine Zunge an den Seiten nach oben und vibriet, sie meinte, daß wäre schon so wie bei kurzen Zungenbändchen beschrieben. Da ich erst am Dienstag zur Kinderärztin kann, um das abklären zu lassen, bin ich jetzt natürlich brennend interessiert, ob das vielleicht die Erklärung ist. Vielleicht haben Sie noch ein paar Informationene: wie häufig ist denn so was? Ich hatte bis jetzt nur gelesen, daß es wunde Brustwarzen verursachen kann (ist momentan sehr gut), aber nicht, daß es am richtigen Saugen hindert. Vielleicht können Sie noch ein bißchen beschreiben, wie das aussieht. Zur Zeit füttere ich übrigens tagsüber nach jedem halbstündigen Stillen 30 ml HA-Nahrung mit dem Löffel zu, das geht recht gut, und auf die Weise hat mein Sohn diese Woche 180 g zugenommen. Ansonsten konnte sie mir nur den Tip geben, wirklich jedesmal die Seite zu wechseln, wenn er nicht mehr effektiv trinkt. Was ist ggf. zum Eingriff des Durchtrennens des Zungenbändchens zu sagen? Danke! Claudia
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