Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Nochmals wegen hyperaktivem Milchspendereflex

Frage: Nochmals wegen hyperaktivem Milchspendereflex

Kawi1208

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Liebe Biggi, liebe Kristina, ich hatte ja noch nach Tipps wegen meines hyperaktiven Milchspendereflexes gefragt. Leider bin ich wieder mal an einem Punkt, an dem ich mich frage, ob es nicht sinnvoller wäre abzustillen, da sämtliche Maßnahmen erfolglos waren. Ich hatte ohnehin vor ab Mitte August aus beruflichen Gründen abzustillen. Die vier Monate hätte ich ihm aber schon gerne mitgegeben. Aber er ist so unruhig während des Stillens und auch danach. Weint viel dabei und vor allem danach, weil er sich mit dem Aufstoßen schwer tut und hat Bauchschmerzen. Wie müsste ich beim langsamen Abstillen vorgehen, er trinkt selten länger als 5 Minuten und auch immer nur an einer Seite. Liebe Grüße Katharina


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Katharina, lass Dir doch einmal von einer Beraterin vor Ort beim Stillen zusehen, sie kann im direkten Kontakt sehr viel besser helfen und Dir auch etwas zeigen. Natürlich kannst Du auch abstillen. Du kannst ganz langsam eine Mahlzeit nach der anderen durch Pre-Milch ersetzen. Sobald sich die Brust gespannt anfühlt oder schmerzt, solltest Du entweder gerade so viel Milch ausstreichen, dass die Spannung nachlässt oder (falls die Brust nicht gestaut ist und "nur" schmerzt) die Brust kühlen. Bitte streiche wirklich nicht mehr aus, als unbedingt notwendig, sonst wird die Milchproduktion wieder angeregt. Deine Brust wird sich daran gewöhnen, dass die Nachfrage nicht mehr gegeben ist und die Milchproduktion immer weiter verringern und schließlich ganz einstellen., aber sie braucht etwas Zeit dazu. Es ist auch empfehlenswert, den Salzkonsum während des Abstillens einzuschränken. Es ist nicht notwendig die Flüssigkeitszufuhr einzuschränken, trinke entsprechend deinem Durstgefühl. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinke entsprechend deinem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch solltest Du keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Wenn Du keine Probleme mit einer prallen, schmerzhaft spannenden Brust oder einem Milchstau usw. (mehr) hast, besteht kein Handlungsbedarf mehr. Deine Brust wird ganz allmählich die Milchproduktion vollständig einstellen und noch in der Brust vorhandene Milch wird vom umgebenden Gewebe resorbiert werden. (Keine Sorge, die Milch in der Brust wird nicht `schlecht"). Falls Du dich für naturheilkundliche oder homöopathische Mittel zur Unterstützung des Abstillprozesses interessierst, wende dich bitte an einen entsprechend ausgebildeten Arzt oder eine Hebamme.. Alles alles Gute für Euch! LLLiebe Grüße Biggi


Kawi1208

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Liebe Biggi, vielen Dank für Deine Antwort und Deine Hilfe. Bei der Stillberatung war ich bereits vor ein paar Wochen. Da es wohl besser ist, wenn mein Mann erstmal die Flasche gibt, müssen wir ohnehin noch eineinhalb Wochen warten, vielleicht wird es ja doch noch besser- die Hoffnung stirbt zuletzt und gerade nachts ist das Stillen doch sehr praktisch und schön. Ist es auch möglich nur mit einer Seite zu stillen? Links ist der MSR nämlich nicht zu stark. Liebe Grüße Katharina


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Katharina, im Allgemeinen ist das kein großes Problem, denn es ist durchaus möglich ein Baby mit nur einer Brust zu ernähren. Es dauert allerdings einige Zeit, bis sich die erforderliche Milchmenge durch häufigeres Anlegen an der bevorzugten Seite eingependelt hat, vielfach sind beim einseitigen Stillen zumindest anfangs die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten auch kürzer. Der in diesem Fall entstehende Größenunterschied zwischen den beiden Brüsten gleicht sich nach dem Abstillen wieder aus. LLLiebe Grüße Biggi


Kawi1208

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Liebe Biggi, und was mache ich mit der anderen Seite? Soll ich sie einfach beim Stillen "mitlaufen" lassen ? Liebe Grüße und vielen Dank Katharina


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