Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, unser Sohn (3 Monate) schläft seit ein paar Tagen Nachts bis zu 9 Stunden durch. Tagsüber trinkt er alle 2-3 Stunden. Meine Brust ist morgens natürlich immer stark gefüllt. Letzte Nacht hatte ich dann eine stark schmerzende Brust, Schüttelfrost und Fieber. Ich bin darauf zu meinem FA, der meinte, es sei nur ein Milchstau und ich soll nachts Milch ausstreichen. Gibt es eine andere Möglichkeit? Kann es sein, dass sich die Milchproduktion darauf einstellt, tagsüber hoch zu sein und nachts weniger? Ich würde höchst ungern auf diese wunderbare Nachtruhe verzichten, da ich noch ein zweites Kind (im schönsten Trotzalter) habe, und den Schlaf echt brauche. Ich hatte schon häufiger harte Stellen, immer an der gleichen Brust. Ich habe schon bei Deinen Antworten zum Milchstau gelesen: Das Wichtigste ist Ruhe! Das geht bei mir z.Zt. leider kaum. Kann Lecithin da helfen? Gibt es ein homöopathisches Mittel? Vielen Dank im Voraus! Sandra
Liebe Sandra, die Brust ist ein eher träges Organ, das sich nur langsam auf Veränderungen einstellen mag, aber es ist tatsächlich möglich, dass sie sich auf unterschiedlich lange Stillintervalle einstellt. In der ersten Zeit wirst Du wohl um das Weckerstellen/Aufwachen zum Ausstreichen nicht ganz drumherumkommen, aber langfristig wirst Du ohne auskommen können. Wie lange es dauert, bis sich das bei einer einzelnen Frau eingependelt hat, ist jedoch von Frau zu Frau unterschiedlich. Du kannst ein wenig unterstützend eingreifen, indem Du die Brust immer dann, wenn sie unangenehm voll wird, gerade so weit ausstreichst, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst Aber nicht mehr Milch entleeren als unbedingt notwendig, da sonst die Milchbildung weiter angeregt wird. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Lecithin hilft in diesem Fall auch nicht und Globulis wirken nicht nur in der Nacht. Also zunächst schon noch Wecker stellen, um etwas Milch auszustreichen, aber die Abstände können dann immer länger ausfallen und schließlich kannst Du ganz auf das Ausstreichen verzichten (und hoffentlich schläft dein Kind dann immer noch so lange). Um die eventuellen "Überschwemmung" im Bett in Grenzen zu halten bieten sich Stilleinlagen oder eventuell auch eine zusammengefaltete Mullwindel in einem Bustier und zusätzlich einige dicke Badetücher über dem Bettlaken an. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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