Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Milchstau durch Milchpfropf

Frage: Milchstau durch Milchpfropf

Mitglied inaktiv

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Ich habe gelegentlich einen Milchstau, weil sich in dem kleinen "Ausgangskanal" für die Milch in der Brustwarze ein Propfen getrockneter Milch gebildet hat. In dem Klassiker "Das Stillbuch" von Hannah Lothrop habe ich dazu gar nichts gefunden, lediglich in dem Buch "Hebammensprechstunde" gibt es eine Geschichte von einem Milchbläschen unter dem sich dann so ein Pfropf befunden hat. Also nicht ganz das gleiche. Beheben läßt sich das Problem meist nur mit einer Nadel, mit der ich den Milchpfropf entferne. Bei mir kommt so ein Milchpfropf mit Milchstau mindestens einmal im Monat (eher öfter) vor. Kann man vorbeugend etwas dagegen tun? Und: Bin ich da so eine Ausnahme oder ist das nur ein nicht erkanntes Problem?


Biggi Welter

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? Liebe Lieselotte, sicher sind Sie keine Ausnahme, denn das was Sie beschreiben gibt es häufiger. Der von Ihnen beschriebene weiße Pfropfen ist eine Ursache für Milchstaus. Es gibt zwei mögliche Gründe für diese Art der Verstopfung: Entweder es kommt zu einem Milchstau weil sich ein Propf in der Öffnung eines Milchgangs bildet. Wenn der Pfropf aus der Brustwarze herauskommt, sieht er wie Kristall oder ein Sandkorn aus, manchmal auch wie ein dünnes Spaghetti. Abhilfe im akuten Fall schaffen sanfte Massage und die Anwendung von feuchter Wärme und anschließende Entleerung der Brust durch das Baby oder eventuell Abpumpen oder Handausstreichen. Es kann helfen, diese immer wiederkehrenden „Verstopfungen" zu vermeiden, wenn alle Fette, die die stillende Frau zu sich nimmt durch hochungesättigte Fette ersetzt werden und zusätzlich pro Tag ein Esslöffel Lecithin eingenommen wird. Auch die Einnahme von Vitamin C kann sich positiv auswirken. Außerdem sollten Sie auf eine absolut korrekte Anlegetechnik achten und direkt bei den allerersten Anzeichen für einen Milchstau mit der Behandlung (feuchte Wärme vor dem Stillen, unterstützende Massage, RUHE usw.) beginnen. Die andere Möglichkeit ist ein sogenanntes „weißes Häutchen" oder „weißes Bläschen". Ein weißes oder klares Bläschen auf der Brustwarze kann durch einen verstopften Milchgang oder durch Haut, die einen Milchgang verschließt, verursacht werden. Weiße oder klare Bläschen auf der Brustwarze (auch Milchbläschen genannt), können durch einen Pfropfen entstehen, wenn zum Beispiel ein Körnchen oder eingedickte Milch den Milchfluss in der Nähe der Brustwarzenöffnung blockiert oder eine dünne Hautschicht die Öffnung eines Milchgangs von außen versperrt. Ob das weiße oder klare Bläschen durch einen Pfropfen im Milchgang oder durch ein die Öffnung blockierendes Häutchen verursacht wird, die Behandlung ist die gleiche. Sie sollten warme Kompressen auflegen, um das Bläschen zu erweichen und dann sofort das Baby an die Brust anlegen. Dabei muß sorgfältig auf eine gute Stillhaltung und korrektes Ansaugen geachtet werden. Die Hitze führt dazu, dass sich der Milchgang leicht ausdehnt, so dass er für den Pfropfen durchgängig werden kann. Liegt die Ursache des Problems in einem Häutchen über dem Milchgang, wird dieses sich durch die Hitze ausdehnen und dünner werden. Sobald Wärme angewendet wurde, wird der Milchspendereflex zusammen mit der Saugtätigkeit des Babys in den meisten Fällen ausreichen, um das Bläschen zu öffnen. Danach können die für wunde Brustwarzen empfohlenen Maßnahmen dabei helfen, die Heilung zu beschleunigen. Wenn die oben beschriebene Behandlung keine schnelle Erleichterung bringt, reicht meist eine einmalige Öffnung des Bläschens mit einer Kanüle (bitte mit dem Arzt besprechen). Wichtig ist, dass beim Auftreten dieses Problems möglichst bald reagiert wird, um einen Milchstau und ev. daraus resultierende Probleme zu vermeiden. Zusätzlich sollte auf eine möglichst korrekte Stillhaltung und richtiges Anlegen geachtet werden. Ich hoffe, Ihnen mit diesen Informationen etwas weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen ein rasches Ende der Stauungen. LLLiebe Grüße Biggi Welter


Mitglied inaktiv

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Liebe Liselotte, ich habe das auch immer an einer Brust und renne mit Kanülen in der Tasche herum ;o) Man gewöhnt sich dran - immer noch besser als ne Brustentzündung, wenigstens läßt es sich schnell beheben. Liebe Grüße, Barbara


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