Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, mein Sohn ist 8 Monate, ich stille ihn + zwei X Brei (Obst/Gemüsemalzeiten, was er aber nur sehr wechselhaft mal gut mal weniger gut annimmt. Ich bin jetzt seit mehreren Wochen erkältungskrank und recht ausgelaugt und frage mich, wie ich die Stillmenge vielleicht etwas reduzieren könnte. Ist etwas gegen ein Fläschen HA-Milch am Abend einzuwenden? (Allerdings nimmt er bisher kein Fläschen, habe es allerdings noch nicht mit Avent probiert.) Hast du vielleicht auch einen Hinweis, wie sich das Stillen nach Bedarf mit den Essenszeiten kombinieren ließe? Ich finde es sehr schwierig, den Zeitpunkt für eine Gemüsemalzeit etc. abzupassen, entweder ist er zu müde, oder er ist noch satt vonm der Brust etc.... (MUMI dagegen ist immer willkommen.....). Liebe Grüße MAite
? Liebe Maite, aus gesundheitlicher Sicht spricht eine ganze Menge gegen das Ersetzen von Muttermilch durch künstliche Säuglingsnahrung. Muttermilch ist und bleibt unerreicht und alle künstlichen Säuglingsnahrungen sind lediglich der Versuch, die Muttermilch so weit wie möglich (und da ist noch ein großer Unterschied) nachzuahmen. Letztlich muss jede Frau selbst entscheiden, wie lange sie Ihr Kind stillt und ob sie künstliche Säuglingsnahrung einführt oder nicht. Es ist auch die Frage, welche Vorteile es für dich bringen soll, wenn Du die Flasche gibst, statt zu stillen. Es ist ja auch nicht das Stillen, das dazu führt, dass Du erschöpft bist und anfälliger für Erkältungen, sondern es ist die Tatsache, dass Du Mutter bist und damit eine extrem harte und anspruchsvolle Tätigkeit ausübst. Gönne dir selbst in dieser anstrengenden Zeit so viel Ruhe wie möglich. Jetzt ist nicht die Zeit für blitzende Fußböden und spiegelnde Fenster. Lass den Haushalt auf Sparflamme laufen. Wenn die Fenster erst in einem halben Jahr wieder geputzt werden, dann schadet das niemandem und Tiefkühlgemüse ist nicht so schlecht und muss nicht geputzt werden. Nicht alles muss gebügelt werden. Mach den Tragetest. Bügele etwas und trage es für zehn Minuten. Das nächste Mal bügelst Du es nicht und trägst es für zehn Minuten. Dann vergleichst Du: ist der Unterschied nach der kurzen Tragezeit wirklich so deutlich, dass das Bügeln sich gelohnt hat? Viel Bügelarbeit lässt sich sparen, wenn die Wäsche sorgfältig aufgehängt wurde bzw. nicht lange im Trockner liegen bleibt, wenn der Trockner fertig ist. Es ist nicht viel mehr Arbeit, die doppelte Menge von zum Beispiel Nudelsauce zu kochen. Du kannst dann eine Hälfte einfrieren und hast damit schnell eine Mahlzeit, wenn ein Tag mal wieder sehr hektisch war. Kurz: beschränke viel Dinge auf das absolut Notwendige, so dass Du auf diese Weise mehr Zeit für dich bekommst. Diese „gewonnene" Zeit kannst Du dann dazu nutzen, dich wieder zu erholen, neue Energie zu tanken. Vergiss dich selbst nicht: Gönne dir etwas Gutes, dann lassen sich so anstrengende Phasen leichter überstehen. In meiner Familie hat es sich bewährt, das Baby immer mit der gesamten Familie essen zu lassen. Langfristig ist das gemeinsame Essen am Familientisch ja ohnehin das Ziel und so empfiehlt es sich, dem Baby die Beikost immer dann anzubieten, wenn alle essen und daneben weiterhin nach Bedarf zu stillen. Mit der Zeit spielt sich dann eine gewisse Regelmäßigkeit von selbst ein. LLLiebe Grüße Biggi
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