Frage: Milchmenge

Hallo, ich habe am 8.12. mein 3. Kind mit Kaiserschnitt entbunden. Leider kam die Milchproduktion nicht richtig in gang, so daß ich schon im Krankenhaus zu füttern mußte. Die ersten 2 Kinder habe ich problemlos gestillt. Ich lege ihn oft an, er saugt gut. Ich trinke Milchbildungstee (insgesamt bis 4L/Tag). Was kann ich noch tun? Muß wegen sehr schlechter Blutwerte noch Antibiotika und Trombosespritzen nehmen, kann es einen Zusammenhang geben?

Mitglied inaktiv - 21.12.2001, 10:12



Antwort auf: Milchmenge

Liebe Siggi, der Stillbeginn ist leider nicht so gut verlaufen, aber dein Kind ist noch so jung und Du kannst es schaffen, dein Kind voll zu stillen, denn die Medikamente hängen nicht mit der Milchmenge zusammen. Wichtig wäre es, dass Du dir Unterstützung vor Ort suchst, wenn Du mir deinen Wohnort und deine Postleitzahl gibst, schaue ich gerne nach, ob es eine Beraterin in deiner Nähe gibt. Ich werde dir jetzt allgemeine Tipps geben, wie Du deine Milchmenge steigern kannst. Hab ein wenig Mut und Geduld und Du wirst sehen, dass auch ihr beide wieder zum vollen Stillen kommen könnt. Oberste Regel: Häufiges Anlegen und ein gut saugendes Kind stimulieren die Brust zu mehr Milchbildung. Deshalb solltest Du deine Babys in den nächsten Tagen oft anlegen. Um das Interesse deines Babys an der Brust wach zuhalten, kannst Du es mit Wechselstillen versuchen. Dabei legst Du dein Baby an und stillst es, solange es wirkungsvoll saugt, d.h. es schluckt nach jeder oder jeder zweiten Saugbewegung. Sobald es seltener schluckt, nimmst Du es sanft von der Brust (vergiss nicht den Saugschluss zu lösen) und lässt es aufstoßen, streichelst seine Fußsohlen oder massierst es sanft entlang der Wirbelsäule, um seine Aufmerksamkeit zu wecken. Dann wird es an der anderen Brust angelegt und wieder gestillt, so lange es wirkungsvoll saugt. Schluckt es wieder seltener, wird es zurück an die erste Brust gelegt, nachdem Du es wieder etwas ermuntert hast. Dieses „Wecken und Wechseln" wird zwanzig bis dreißig Minuten lang ausgeführt, tagsüber alle zwei Stunden und nachts mindestens alle vier Stunden. Richte dich mit deiner Flüssigkeitszufuhr nach deinem Durstgefühl. Eine zu hohe Flüssigkeitsaufnahme führt nicht zu mehr, sondern zu weniger Milch, da sie dazu führt dazu, dass das antidiuretische Hormon (ADH) zurückgeht, die Frau erfährt dann eine vermehrte Wasserausscheidung („schwemmt aus") und die Milchbildung verringert sich. Zwei bis drei Liter Flüssigkeit (davon höchstens zwei bis Tassen Milchbildungstee) sind im Allgemeinen ausreichend. Wenn der Urin dunkelgelb wird und die Menge gering ist, trinkst Du zu wenig Schwarzer Tee, Matetee und Kaffee sollten nur mäßig genossen werden. Auf Limonaden oder Colagetränke sowie künstlich gesüßte Getränke sollte möglichst verzichtet werden. Auf die (angebliche) milchflussfördernde Wirkung von Bier oder Sekt sollte verzichtet werden. Alkohol geht bereits in kleinen Mengen in die Milch über und belastet den Stoffwechsel des Babys. Achte darauf, dass DU ausreichend und möglichst ausgewogen isst. Kohlenhydratreiche Nahrung hat einen positiven Einfluss auf die Milchbildung. Ruhe Dich oft aus und entspanne Dich. Arbeite für eine Weile so wenig wie möglich. Die Hausarbeit läuft Dir nicht davon! Stress wirkt sich ungünstig auf den Milchspendereflex und auf die Milchbildung aus. Vielleicht kannst Du ja ein paar „Stilltage" einlegen, das heißt Du legst dich mit deinem Baby ins Bett und kümmerst dich ausschließlich um deine Babys und das Stillen. Wie viel und wie oft fütterst Du denn im Moment zu? Wie oft in 24 Std. stillst Du? Wie viele nasse Windeln hat dein Baby in 24 Std., wie oft Stuhlgang? Was wog dein Kind bei der Geburt, wie hoch war das niedrigste Gewicht und was wiegt es heute? LLLiebe Grüße Biggi

von Biggi Welter am 21.12.2001



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