Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Meine Tochter, 20 Wochen, hat am Abend ein starkes Saugbedürfnis

Frage: Meine Tochter, 20 Wochen, hat am Abend ein starkes Saugbedürfnis

Lia Ann

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Hallo Biggi, Meine Tochter, 20 Wochen, hat am Abend immer ein starkes Saugbedürdnis. Ich stille Teil. Jetzt ist es so dass ich mich hinlege und sie im Bett stille, sie lässt dann die Brust los und will auch nicht mehr nuckeln möchte aber immer noch trinken, sie bekommt dann auch eine Flasche (Pre Milch) die sie meistens komplett aus trinkt. Doch danach möchte sie immer noch nuckeln, sie dreht sich zu mir und sucht die Brust wenn ich sie ihr aber anbiete dreht sie sich wieder weg. Schnuller nimmt sie auch keinen, sie nuckelt zwar an ihren Fingeren aber am Abend nimmt sie die nicht in den Mund und meine Finger sind auch nicht immer die Lösung. Ich hab auch das Gefühl das sie etwas bräuchte um zu ruhe zu kommen, weiß aber nicht was ich ihr noch anbieten kann, sie ist dann schon so müde schläft aber nicht ein. Wenn mein Mann sie dann nimmt um sie zu tragen beginnt sie sofort zu weinen, schläft dabei aber dann nach einer Zeit ein. Haben Sie vielleicht einen Tipp für mich? Danke und liebe Grüße Julia


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Julia, Babys in diesem Alter haben oft eine geradezu „klassische“ Unruhephase am Abend. Nicht immer ist Stillen dann die Lösung. Diese unruhige Zeit ist so verbreitet, dass es im englischen Sprachraum sogar einen Ausdruck dafür gibt: Omastunde , d.h. dass jetzt eine liebevolle Großmutter gebraucht wird, die nichts Dringenderes vorhat, als das Baby zu wiegen und im Arm zu halten, bis seine Unruhe vorbei ist. Leider ist so eine Großmutter nicht immer verfügbar und der Vater des Babys ist auch nicht unbedingt zu diesen Zeiten zuhause. Doch es kann für dich und das Baby eine große Erleichterung bedeuten, wenn jemand anderes dann einspringt. Der Wechsel in andere liebevolle Arme und eine andere liebevolle Stimme bewirken oft, dass sich ein aufgebrachtes Baby beruhigt. Vielleicht kannst Du dann in Ruhe unter die Dusche gehen, einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft machen oder sonst etwas für dich tun. Bei den meisten Babys legt sich dieses Verhalten Gott sei Dank, wenn sie etwa drei Monate alt sind. So schwer es auch fällt, es ist wichtig, in dieser Situation nicht in Hektik und Aufregung zu verfallen. Je mehr Du versuchst um das Kind zu beruhigen und je hektischer Du wirst, um so aufgedrehter kann auch das Baby werden und dann ist man schnell in einem Kreislauf, der nur mehr schwer zu durchbrechen ist. Weniger ist hier oft mehr. Der Punkt ist, dass der Fokus vom Kind genommen wird, dass sich nicht mehr alle Anspannung auf das Kind konzentriert und es so die Gelegenheit bekommt, sich wieder zu entspannen und zu beruhigen. Der Teufelskreis der Anspannung, die sich auch bei den Eltern aufbaut und so das Kind immer unruhiger werden lässt, muss durchbrochen werden. Das kann manchmal auch dadurch erfolgen, dass das Baby auf eine Decke gelegt wird und die Mutter oder der Vater es durch unaufgeregtes, leises Sprechen und sanftes Streicheln beruhigt. Manche Eltern setzen sich in dieser Situation sogar mit ihrem Kind ins Auto und fahren ein paar Kilometer :-). Wenn Du das Gefühl hast, dass dein Kind saugen möchte, aber keine Milch mehr mag, kannst Du entweder über einen längeren Zeitraum immer die gleiche Brust anbieten (aus der die Milch dann nicht so stark fließen wird) oder aber Du bietest ihm einen Finger (das muss nicht unbedingt dein Finger sein, Väter haben auch Finger und können Babys tragen) zum Saugen an. Den Schnuller würde ich in diesem Alter nicht geben, da er zu Saugverwirrung führen kann. Solltest Du Zeit zum Lesen haben, so möchte ich dir das Buch „Das 24-Stunden-Baby“ von Dr. William Sears empfehlen. Dr. Sears gibt viele Anregungen wie Eltern mit ihrem besonders anstrengenden Baby (er nennt sie Babys mit erhöhten Bedürfnissen ) umgehen können. Das Buch ist im Buchhandel und bei jeder LLL-Stillberaterin (oder hier im Still-Shop) erhältlich . LLLiebe Grüße Biggi


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