Mitglied inaktiv
hallo ich habe einen vereiterten weissheitszahn und habe von ihm isocillin 1,2 Mega bekommen (wirkstoff: phenoxymethylpenicillin - Kalium) meine tochter ist 18 monate und wird immer noch halb gestillt. meist abends und morgens im bett. nun sagte der arzt ich solle abstillen, ich kann doch nicht wollen das meine tochter was von dem AB abbekommt. dann habe ich erstmal den beipackzettel gelesen und da stand nur drinnen das es eben in die Muttermilch übergeht und das das kind eben mit durchfall auf die sprosspilzebsiedlung reagieren kann. Im klartext,es bedeutet meine kleine würde Durchfall bekommen, oder? ich muss das medikament nehmen da ich ziemliche schmerzen habe aber abstillen, da ist meine tochter sicherlich nicht begeistert von. ich will das es sanft passiert und nicht so knall auf fall. hat der arzt aus unwissenheit mir einen solchen rat gegeben? ich habe mal auf der embryotox.de seite den wirkstoff eingegeben und da kam folgendes: Stillzeit Pharmakokinetik: HWZ: 30-60 min; Proteinbindung: >80%; orale Bioverfügbarkeit: >60%. Klinik: Die meisten Kinder haben keine Symptome. Im Einzelfall kann es zu dünnerem Stuhlgang, selten zu Durchfall kommen. Empfehlung: Phenoxymethylpenicillin gehört zu den Antibiotika der Wahl in der Stillzeit. diese seite besagt doch, das ich stillen darf, oder? ist diese seiten denn zuverlässig? danke schonmal für die hilfe liebe grüße Anja
Liebe Anja, leider ist es immer wieder so, dass sich Ärzte in dieser Hinsicht nicht unbedingt so gut auskennen und dann rasch (und überflüssigerweise) zum Abstillen raten, ohne sich bewusst zu sein, dass das Risiko des Abstillens bzw. Nicht Stillens, die Risiken einer Behandlung während der Stillzeit bei weitem übersteigen. Es gibt die Möglichkeit, dass sich Ärzte informieren. Dazu gibt es zum einen Fachbücher (nicht die Rote Liste, denn die ist lediglich eine Sammlung der Beipackzettel). "Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit" von Spielmann und Schaefer ist im deutschsprachigen Raum das Standardwerk zu diesem Zweck. Im Zweifelsfall kann sich ein Arzt bei der Beratungsstelle für Vergiftungserscheinungen und Embryonaltoxikologie Tel.: 030 30308111 erkundigen. Das Team um Dr. Ch. Schaefer hat dort einen speziellen Beratungsdienst für Ärzte zu Medikamentenfragen und Fragen zu Diagnoseverfahren in Schwangerschaft und Stillzeit eingerichtet. Penicilline sind seit langem bewährte Antibiotika für die Stillzeit. Ich zitiere hierzu aus "Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit" von Spielmann, Steinhoff, Schaefer, 7. Auflage 2006: Antibiotika allgemein Bei vielen Antibiotika erhält ein gestilltes Kind unter Behandlung der Mutter weniger als 1 % der auf das Körpergewicht bezogenen therapeutischen Dosis. Damit werden allenfalls minimale, in keinem Fall Bakterien hemmende Konzentrationen im Säuglingsplasma erreicht. In der Literatur werden immer wieder folgende Risiken diskutiert: Beeinflussung der Darmflora (ggf. "dünnere" Stuhlkonsistenz, selten Durchfall), Beeinflussung bakteriologischer Untersuchungen, die im Fall einer Erkrankung des Säuglings erforderlich werden könnten, Entwicklung resistenter Keime, Sensibilisierung. Als klinisch relevant oder gar therapiebedürftig haben sich alle diese Nebenwirkungen bisher nicht erwiesen. Am ehesten ist mit einer vorübergehenden Auswirkung auf die Stuhlkonsistenz zu rechnen (Ito 1993). Gute Besserung und LLLiebe Grüße Biggi Welter
Mitglied inaktiv
meinst du auch ichkönne bedenkenlos weiter stillen? lg
Liebe Anja, ich kann und darf keine medizinischen Ratschläge geben, kann dir allerdings sagen, dass ich dem Team von Dr. Schaefer voll vertraue ;-). LLLiebe Grüße, Biggi
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